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(Bild: Youtube)

Fünf Teilnehmer der verbotenen Demonstration wurden verhaftet und später freigelassen.

Von Norbert Blech

Die Polizei im russischen St. Petersburg hat am Samstag eine nicht genehmigte Demonstration von Schwulen und Lesben aufgelöst. Fünf Teilnehmer wurden wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz festgenommen - und nach vier Stunden auf der Wache freigelassen.

Der Ort der Demonstration war von den Veranstaltern zunächst geheim gehalten worden - nachdem dies in Moskau zu einer erfolgreiche Demonstration ohne Polizeieinsatz geführt hatte (queer.de berichtete). Doch in St. Petersburg wurde der Protest kurz nach Beginn von der Polizei gestoppt. Rund 30 Menschen hatten sich an dem kurzen Protest mit Regenbogenflagen und Plakaten wie "Homophobie ist eine Krankheit" beteiligt.

Unter den Verhafteten war die Organisatorin Maria Efremenkowa, die vor dem weltbekannten Eremitage-Museum eine Rede hielt, was auch bei Touristen auf Interesse stieß. Nikolai Aleksejew, der Organisator des CSD in Moskau, wurde vor Ort nicht verhaftet und diktierte den Nachrichtenagenturen umgehend in die Mikrofone, die Auflösung der Demonstration verstoße gegen die Verfassung. Man sei aber glücklich, den Protest abgehalten zu haben. Efremenkova sagte nach ihrer Freilassung, der Weg zu Homo-Rechten in Russland sei noch lange. Gerade daher sei es wichtig, sich konstant ins Gespräch zu bringen - und im nächsten Jahr einen neuen CSD abzuhalten.

Youtube | Video von Protest und Verhaftungen

Damit hat in St. Petersburg der erste CSD der Stadt mehr oder weniger stattgefunden. 2008 hatte es bereits, trotz Verbots, über die Stadt verteilte Demonstrationen von Schwulen und Lesben anlässlich des "Tag des Schweigens" gegeben. Im Tschernyschewski-Park wurden dabei Teilnehmer angegriffen und verletzt (queer.de berichtete).

Planungen für den CSD in diesem Jahr gab es schon länger, die Stadt hatte in den letzten Wochen in mehreren Anläufen alle möglichen Routen für eine Demonstration verboten. Gleichzeitig hatte die Verwaltung eine Demonstration für "Familienwerte" genehmigt, beantragt von der Partei "Einiges Russland" von Ministerpräsident Putin. Ob es zu dieser oder einer weiteren von Extremisten angekündigten Gegendemonstration kam, ist unklar. Nach mehreren Berichten hat die Polizei allerdings kurz nach dem Homo-Protest auch mehrere Agitatoren gegen Homo-Rechte vor Ort festgenommen, Aleksejew berichtet von rund 30 Leuten, von denen die meisten fliehen konnten.

Am Samstag wird es zu einem weiteren und friedlichen CSD in der Stadt St. Petersburg kommen, fast auf der anderen Seite der Erde im US-Bundesstaat Florida.

(akt. um 20.35h)



#1 russekappAnonym
  • 26.06.2010, 15:14h
  • ria nowosti meldet, russisch, auch fünf festgenommene.
    eine person aus weissrussland.

    die meldung ist in der tonlage abgfaßt, wir haben alles im griff: prostestierer am verlassen des hofes verhindert.
    und das ist auch gut so: ganz viel internationales publikum, peinlichkeit verhindert.
    und überbordende fürsorge: viele familien mit kindern waren anwesend.

    bin mal gespannt, wie die meldung auf englisch, französisch, deutsch verpackt wird.
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#2 GaborAnonym
  • 26.06.2010, 16:14h
  • Diese Leute haben Angst vor Freiheit und Liebe.

    Sie meinen, sie seien besonders stark, dabei sind sie in Wirklichkeit nur extrem feige.
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#3 herve64Profil
  • 26.06.2010, 17:02hMünchen
  • Antwort auf #2 von Gabor
  • Da magst du zwar Recht haben, aber das nützt den Demonstranten leider auch nichts. Das Verhalten der russischen Polizei und der politisch Verantwortlichen gehört international an den Pranger gestellt, was aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht geschehen wird.
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#4 stephan
  • 26.06.2010, 18:01h
  • Antwort auf #2 von Gabor
  • Ja, wie erbärmlich kann man sein, dass man Angst vor Freiheit und Liebe hat. Es zeigt, wie krank diese russische Gesellschaft ist! Die Verantwortlichen müssen an den Pranger gestellt und international geächtet werden und alle verantwortlichen Politiker, die nichts dazu sagen, ebenfalls.

    Merkel und Westerwelle! Verstanden?!?

    G8- bzw. G20-Gipfel - wer wird wohl über solchen marginalen Probleme sprechen? Menschenrechte bedeuten doch nichts im Vergleich mit Wirtschaftsinteressen! Bitte widerlegt mich!
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#5 bastapapsta
  • 26.06.2010, 19:41h
  • Man sollte nicht vergessen, dass hinter all diesen CSD Verboten in verstärkt osteuropäischen Ländern fanatische Religionen stecken. Gerade deswegen ist es unakzeptabbel, dass Hassprediger wie Bischof Overbeck diffamieren, diskriminieren und beleidigen ! Es wird immer mit der Flosgel gearbeitet " ihr seid doch genügend akzeptiert", was aber in Deutschland mangels kompletter Gleichstellung und einem nicht ausreichenden Antidiskriminierungsgesetzt nicht ganz zutrifft und jene katholischen Schönredner blenden dabei die noch viel schlimmere Situation in osteuropäischen Ländern aus. Da ist es völlig unverständlich und geistig schwach, dass Leute wie Overbeck weiter Öl ins Feuer giessen.

    Am Beispiel Mixa wird die Scheinheiligkeit dieser Moralapostel deutlich und auch in Brüssel wird jetzt wegen Missbrauchsverbrechen gegen das Bistum ermittelt :

    www.kreuz.net/article.11404.html
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#6 Michail
  • 26.06.2010, 20:18h
  • Und die deutschen/berliner CSD-Leute haben nichts besseres zu tun als sich zwei CSDs zu leisten und sich gegenseitig zu beschimpfen. Leider fällt mir im Moment das entsprechende deutsche Wort für so was nicht ein.
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#7 gretelinskajaAnonym
#8 it's gazprom!Anonym
#9 ArtjomAnonym
  • 26.06.2010, 20:59h
  • Ein Fall für Zinn !

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#10 haehAnonym
  • 27.06.2010, 04:07h
  • "Rund 30 Menschen hatten sich an dem kurzen Protest mit Regenbogenflagen und Plakaten wie "Homophobie ist eine Krankheit" beteiligt."

    Wie bitte? Die Plakate hatten Aufschriften, dass Homphobie ein Krankheit sei? Entweder hier liegt ein Fehler vor oder Russland ist neuerdings Vorreiter der Schwulenbewegung...
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