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  • 28. Juni 2004, noch kein Kommentar

Johnstown Ein schwuler Häftling in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Pennsylvania hat seinen Kampf vorübergehend aufgegeben, das Kontaktverbot mit seinem Partner von 18 Jahren, der in der selben JVA einsitzt, gerichtlich aufheben zu lassen. Kerry Dean Shotsberger – wegen Betruges hinter Gittern – darf seinen Partner nicht sehen und ihm keine Briefe schreiben, weil die Beiden dem Bundesgesetz nach nicht verwandt seien. Häftlinge haben in US-Bundesgefängnissen kein Recht auf den Kontakt mit "fremden" Insassen. In zwei Anläufen hat ihm Amtsrichter Keith Pesto nun eine Absage erteilt. Pesto argumentierte, Shotsberger werde nicht diskriminiert, da eine "schwule Partnerschaft im Gesetz nicht vorgesehen ist". Dem Insassen stünde es aber offen, das US-Parlament davon zu überzeugen die Homo-Ehe einzuführen; genauso stünde es anderen Insassen offen, für die Änderung des Gesetzes gegen "Vielweiberei" einzutreten, wenn sie mehreren Freundinnen Briefe schreiben wollten. Da die Klage "unseriös" gewesen sei, hatte Richter Pesto dem Kläger ferner keinen vom Gericht berufenen Anwalt zur Seite gestellt, wie es sonst in derlei Verfahren üblich ist. (dk)