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Werbung für Homo-Heiler (in den USA)

Die katalanischen Behörden ermitteln gegen einen Psychiater in Barcelona, der die "Heilung" von Homosexualität angeboten hat.

Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass der Psychiater Joaquin Muñoz in der Klinik dafür wirbt, Schwule und Lesben zu Heterosexuellen umzupolen. Der Zeitung "El Periódico de Catalunya" sagte der Mediziner bereits Mitte Juni: "Niemand will homosexuell sein, es stößt einem nur zu. Wenn Schwule ihre Sexualität mit einer Pille ändern könnten, würden 99 Prozent das tun".

Die katalanische Gesundheitsministerin Marina Geli - von Beruf selbst Ärztin - hat nun bestätigt, dass die Behörden gegen den Psychiater und die Klinik ermitteln: "Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Homosexualität als Krankheit behandelt werden sollte - unabhängig von der persönlichen Ideologie", erklärte sie gegenüber der Tageszeitung "El País". Der Klinik drohen nun empfindliche Geldstrafen. Bereits zuvor hatten Homo-Gruppen dagegen protestiert, Homosexualität als Störung anzusehen.

Muñoz und seine Weggefährten sind Anhänger der so genannten "Ex-Gay-Bewegung", die Schwule und Lesben vom "ungesunden homosexuellen Lebensstil" heilen wollen. Am stärksten ist die Bewegung in den Vereinigten Staaten. Allerdings wird sie auch dort seit Jahrzehnten nicht mehr von psychologischen Fachverbänden anerkannt. Homo-Heiler sorgten zudem mit persönlichen "Ausrutschern" für eine Schwächung ihrer Organisationen. So trat etwa der "Ex-Gay"-Aktivist George Rekers von allen seinen Posten zurück, weil eine Lokalzeitung aus Florida aufgedeckt hatte, dass sich der 61-Jährige im Urlaub von einem Callboy verwöhnen ließ (queer.de berichtete).

In Deutschland hat die Ex-Gay-Bewegung ihre meisten Anhänger unter den evangelikalen Eiferern innerhalb der evangelischen Kirche. Zuletzt forderten etwa 30 evangelische Pfarrer im Rheinland, dass ihre Kirche "gelebte Homosexualität" wieder verdammen soll (queer.de berichtete). (dk)



#1 vingtans
  • 29.06.2010, 17:11h
  • ich glaub hier wird die evangelische kirche mit der evangelikalen kirche verwechselt..das ist ein himmelweiter unterschied

    wüstenstrom,christival,kongress in marburg..das ist auf evangelikalen ,nicht auf evangelischen boden gewachsen.

    die evangelische kirche ist,denke ich,die toleranteste kirche in deutschland überhaupt..
    würde ich der naive vorstellung, an einen personifizierten gott zu glauben,unterliegen würd eich mich dort melden!
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#2 kein GaucklerAnonym
  • 29.06.2010, 17:15h
  • Weiß man das was ?

    Für den Sektenbeauftragten der evangelisch-württembergischen Landeskirche Hansjörg Hemminger ist die Zeitschrift des ACP "ein Vermittlungsorgan für Extremismus und Fanatismus aus der rechten Ecke, aber auch aus dem Kreis der Sektierer". Der ACP stelle die Verfassung praktisch ständig in Frage. War Wulffs Abstecher zum ACP ein Fehltritt? Wohl kaum, wie Recherchen von Telepolis zeigen. Doch mit seiner Nähe zu christlichen Fundamentalisten ist Wulff nicht allein.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32871/1.html
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#3 FloAnonym
  • 29.06.2010, 20:49h
  • Es ist längst wissenschaftlich belegt, dass solche Versuche keinen Erfolg haben können und sogar schlimme psychische Folgen bis hin zum Selbstmord haben können.

    Das ist eine Art Gehirnwäsche, die extrem gefährlich ist und die dringend verboten werden sollte.
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 29.06.2010, 21:22h
  • Artikel ist wiedereinmal in bestimmten Punkten nicht ganz korrekt.

    Es handelt sich um evangelikale, freikirchliche Gruppen/Einzelpersonen und in keinster Weise um die evangelische Kirche im Sinne der EKD. Schade das der Autor dies nicht entsprechend trennen kann und wiedermal vermischt.

    Es handelt sich hier um eine Einzelperson in SPANIEN !!! Was soll da der letzte Teil des "aufgebauschten" Artikels zu Deutschland.

    Das erwarte ich aber auch als homosexueller, lutherischer Christ nicht anders von der Queer, deren Autoren dafür bekannt sind, hier unscharf zu schreiben und gern die evangelische Kirche in Deutschland mit "reinziehen".
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#5 Liedel
  • 30.06.2010, 01:33h
  • ähm @ feles18

    Evangelikale Christen sind und verstehen sich übrigens auch selbst als protestantische Christen, sie gibt es in Freikirchen wie auch in den Gliedkirchen der EKD (wobei man natürlich, Gruß @ Timm Johannes, keinesfalls behaupten sollte, die EKD sei evangelikal geprägt.
    Aber auch Bischöfin Jepsen hat nicht verneint, dass es auch in ihrer Landeskirche Evangelikale gibt, die mal mehr, mal weniger offen agieren).

    Auf katholische Seite gibt es als Pendant die "papsttreuen" Katholiken (organisiert z.B. im Forum deutscher Katholiken).
    Ich nenn die immer "Fundi- Katholiken". Die proben zwar öfter mal gemeinsam "Fundi-Ökumene", siehe Marburger Kongress oder die geplanten Pro-Papa-Demos (was eigentlich bei Protestanten nicht ganz nachvollziehbar ist, aber es kommt denen halt auf die Betonung der fundamentalistischen Inhalte an, für die auch Päpstin Benedikta steht.)
    Eine begriffliche Trennung scheint mir aber trotzdem geboten. Selbst wenn man Personen wie Gabriele Kuby oder Christa Meves ohne Weiteres auch den Evangelikalen zurechnen könnte.
    Es entspricht sicher dem Wunsch nicht weniger evangelikaler Christen, eine "evangelikale Kirche" als Gegenstück zur aus ihrer Sicht "zu laschen" EKD zu haben. Hoffen wir, dass das ein Hirngespinst bleibt und die EKD dem wachsenden Druck der Fundamentalisten in den eigenen Reihen widerstehen kann!
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
  • 30.06.2010, 06:33h
  • Mal wieder Hut ab und Knicks vor (dem achso katholischen) Spanien!
    Von solcher Konsequenz in Sachen Homo-Rechte kann man in Deutschland nur träumen.
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#7 HandoAnonym
  • 30.06.2010, 12:29h
  • Zu den Evangelikalen:

    In Deutschland rechnet man ca 2-3 Millionen Menschen zu den Evangelikalen. Sie sind einerseits in den großen evangelischen Landeskirchen organisiert, wo sie sich oft zu sogenannten "Landeskirchlichen Gemeinschaften" zusammen schließen, andererseits sind sie oft Mitglied von sogenannten Freikirchen, also unabhängigen kleineren Kirchen außerhalb der Landeskirchen (Baptisten, Freie Evangelische Gemeinden, Adventisten usw).

    Allerdings sollte man berücksichtigen, dass sie in den großen evangelischen Landeskirchen mehr Einfluß haben, als man aufgrund ihrer geringen Zahl vermuten würde. So geht man davon aus, dass sonntags fast jeder zweite Kirchenbesucher in den Landeskirchen eine gewisse Nähe zu den Evangelikalen hat.

    Die Situation ist also anders als in der römisch-katholischen Kirche: Während in der katholischen Kirche von der Kirchenleitung in den meisten Fällen nur erzkonservatives Zeug kommt, ist die katholische Basis, zumindest in MItteleuropa, zu schätzungsweise 80 % liberal.
    In den evangelischen Landeskirchen ist dagegen die Kirchenleitung fast überall liberal und sehr schwulenfreundlich, während an der evangelischen Basis oft Einzelpersonen aggressiv und intolerant gegenüber Schwulen sind.

    Schwule Katholiken leben daher oft unbekümmerter und lockerer, etwa nach dem Motto "der Papst ist weit weg.,..", während
    es in evangelischen Gemeinden oft Hardliner gibt ("kleine Päpste"), die auf Bibelstellen zeigen und ganz genau wissen, was richtig und was falsch ist.

    Bei Gabriele Kuby und Christa Meves handelt es sich übrigens um zwei Konvertitinnen, die ihre evangelikale Sozialisation in die katholische Kirche mit hinein gebracht haben und jetzt dort die Leute nerven.
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#8 Kein KirchgängerAnonym
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.07.2010, 19:28h
  • Es gibt Leute, die es immer wieder versuchen! Ich hoffe, die Strafe fällt drakonisch aus!
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