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Gareth Thomas wird von Mitspielern und Fans gerne "Alfie" genannt - weil er Ähnlichkeit mit der Figur ALF aus der gleichnamigen US-Serie haben soll.

Der Rugby-Club Castleford Tigers ist zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Pfund (50.000 Euro) verurteilt worden, weil das Publikum einen schwulen Spieler mit homophoben Sprechgesängen beleidigt hat.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 26. März, als das Team aus Yorkshire die Crusaders aus Wales empfangen hat. Deren Star, der walisische Rekordnationalspieler Gareth Thomas, hatte sich erst wenige Wochen zuvor geoutet (queer.de berichtete).

Die English Rugby Football League will nun an den Castleford Tigers ein Exempel statuieren und droht damit, dass andere Teams bei ähnlichen Zwischenfällen ebenfalls empfindliche Strafen erwarten. Die Hälfte der Strafe für Castleford ist bis Ende 2011 auf Bewährung ausgesetzt. Der Rest muss sofort überwiesen werden.

Der bestrafte Club hat bereits angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Man sei "enttäuscht und geschockt", erklärte Vereinssprecher Richard Wright. Die Castleford Tigers hätten alles unternommen, um diskriminierende Fan-Gesänge zu verhindern. Es sei unfair, nun wegen eines Einzelfalls in dieser Weise bestraft zu werden.

Thomas hat den Vorfall in einem Interview mit dem "Sunday Express" kommentiert: "Ich war ziemlich verletzt von dem, was ich hören konnte. Ich bin doch auch nur ein Mensch", erklärte der 35-Jährige. Er unterstützte das Verfahren gegen die Tigers. "Nur so können wir diesen wenigen Leuten klarmachen, dass es so nicht geht. Vielleicht wird so etwas dem nächsten Spieler, der sich outet, erspart bleiben".

Gareth Thomas ist derzeit der einzige aktive Profi-Rugbyspieler, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt. Wie im Fußball gilt auch in diesem Mannschaftssport ein Coming-out als potenzieller Karriere-Killer. In Deutschland haben daher mehrere aktive Fußballer wie der Bremer Torwart Tim Wiese Schwulen geraten, ihre Homosexualität zu verstecken, da sie sonst von Fans niedergemacht werden würden. Dortmunds Coach (Jürgen Klopp empfahl schwulen Profis, ein Netzwerk zu bilden und sich mit einem Massen-Coming-out den Fußballanhängern und der Boulevardpresse entgegen zu stellen. (dk)



17 Kommentare

#1 herve64Profil
  • 29.06.2010, 22:41hMünchen
  • Recht so! Wenn diese Typen es mangels guter Kinderstube nicht begreifen, dass das Dissen eines Menschen auf Grund seiner sexuellen Orientierung nicht nur beleidigend, sondern auch noch unanständig ist, dann muss man ihnen halt etwas nachhelfen.

    DFB, nehmt Euch mal ein Beispiel daran.
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#2 Change!!!Anonym
  • 29.06.2010, 23:25h
  • Ich werde immer wieder positiv überrascht von den vorbildlichen und handfesten Ansätzen, die in Großbritannien in jüngster Zeit im Kampf gegen Homophobie verfolgt werden. So auch im Profi-Sport. Wo andere nur hier und da ein paar Alibi-Aktiönchen veranstalten und über Selbstverständlichkeiten diskutieren, werden in Großbritannien einklagbare Schutzmaßnahmen gegen Rassismus in all seinen Erscheinungsformen geschaffen und institutionalisiert.

    Die von der Labour-Regierung noch im Frühjahr gesetzlich vorgeschriebene Einführung von Hassregistern in den Schulen, wo jeder einzelne Fall verbaler und sonstiger Gewalt gegen Schwule und Lesben (ebenso wie schon seit einigen Jahren zum Schutz vor rassistischer und behindertenfeindlicher Gewalt) dokumentiert und über dessen Bearbeitung Rechenschaft abgelegt werden muss, sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man die Lebenssituation der Betroffenen effektiv verbessert und ihre Würde und Gesundheit schützt!

    Politiker, die solche Maßnahmen hierzulande noch nicht einmal erwähnen, ja gezielt totschweigen wollen, sind diejenigen, die in erster Linie an den Pranger gestellt gehören!
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 30.06.2010, 00:18h
  • Antwort auf #1 von herve64
  • Dagegen ist das, was der DFB produziert, nichts anderes als heiße Luft.

    Wir erleben in diesen Tagen ja, was für eine zutiefst sexuell rassistische Veranstaltung der gesamte Fußball-Zirkus ist.

    Sobald beispielsweise irgendwo der Name Cristiano Ronaldo auftaucht - einer, der gern mal Gefühle zeigt und bei dem viele verunsicherte Zwangsheten wohl auch "stylemäßig" Komplexe bekommen - liest man sofort Kommentare wie "gaylord", "Schwuchtel", "Drecksschwuchtel." und vieles mehr.

    Sogar im Facebook-Thread von Spiegel-Online!

    Insgesamt scheinen die Kommentatoren gerade gegen jemanden wie Cristiano Ronaldo, der sich dann auch noch positiv über die Homo-Ehe geäußert hat, gezielt Spitzen austeilen zu wollen, weil er eben anders, sensibler und in den Augen mancher Leute offensichtlich "gay" herüberkommt.

    Da fühlen sich die kranken Zwangsheteros neben Neidkomplexen auch massiv in ihrer vermeintlichen Männlichkeit angegriffen.

    Das macht deutlich, wie viel Arbeit noch vor uns liegt und dass wir endlich wegkommen müssen von den netten Apellen und hin zu unmissverständlichen gesetzlichen Vorgaben gegen jede Form der Hassrede im Alltag -

    beginnend natürlich dort, wo Kinder und Jugendliche sind und endlich wirkungsvoll vor gewalttätigen Eingriffen in ihre Persönlichkeitsrechte geschützt werden müssen!
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#4 jochenProfil
  • 30.06.2010, 11:01hmünchen
  • Ist mir das jetzt entgangen? ..., oder welches waren die konkreten Beleidigungen gegen Thomas?

    (etwa,dass man ihn "Alfie" nennt?)
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#5 seb1983
  • 30.06.2010, 11:38h
  • Antwort auf #3 von eMANcipation*
  • Der englische Fußballverband und jetzt auch Rugby Verband haben da tatsächlich Vorbildcharakter.

    Nicht zustimmen kann ich bei unserem kleinen Sebstdarsteller Ronaldo. Mag er auch der teuerste Spieler der Welt sein, diese WM hat er nur Müll produziert und ehrlich gesagt bekomme ich bei dieser Arroganz dabei einfach nur das würgen, da kann er sensibel sein wie er will.
    Soll er mit Teamkollegen weiter Prostituierte durchnehmen (da waren deine Kommentare über ihn ja nicht so nett...) und Werbung für Duschgel machen, die bringt er glaubhafter rüber.
    Wer sein unglaubliches Talent, das er wohl hat, nur alle paar Jahre mal zeigt und sonst nur seine Egotour bringt hat auf dem Platz nichts zu suchen.
    Wenn das der neue Fußballer bzw. neue Mann sein soll, bewehrt mit Glätteisen ud 10 Liter Tube Haargel, dann gute Nacht. Für mich ist er ein Kunstprodukt wie bei DSDS, und ebenso künstliche emotionale Aufbauschung.
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#6 RonaldAnonym
  • 30.06.2010, 12:06h
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Naja wer weiss ob Gerüchte immer so stimmen. Jemand wie er hat es wohl kaum nötig Prostituierte für Sex zu nehmen. Ausserdem soll er es Gerüchten nach auch mit transsexuellen Prostituierten und sogar einem männlichen Stricher getrieben haben. Na toll und das glaubst du gleich alles nur weil es in der Klatschpresse stand?
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#7 seb1983
  • 30.06.2010, 14:17h
  • Antwort auf #6 von Ronald
  • Ich hab nicht gesagt dass ich es glaube
    Nur waren die Kommentare hier dazu von Saschi leicht anders vom Grundton her sodass es mich wundert wie Ronaldo jetzt tapfer verteidigt wird (was mich vermuten lässt er hat ihn nicht spielen sehen)
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#8 Soccer GayAnonym
  • 30.06.2010, 14:22h
  • Antwort auf #7 von seb1983
  • Und du siehst Cristiano Ronaldo wohl immer nur bei der WM oder EM spielen?!

    Eine schlechte (rein defensive) Aufstellung und Taktik von einem schlechten Trainer kann von keinem noch so guten Spieler alleine wettgemacht werden.

    Und mehr als ein Abseits-Tor haben die Spanier gegen Portugal ja auch nicht zustandegebracht!
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#9 seb1983
  • 30.06.2010, 14:43h
  • Antwort auf #8 von Soccer Gay
  • Nein ich habe ihn auch sonst spielen sehen, EM Champions League etc...
    Kein schlechter Fußballer, das habe ich nicht gesagt, aber wenns drauf ankommt eben oft nur eine egoistische Diva auf dem Platz die sich im modernen Fußball in den Medien oft besser verkauft als auf dem Platz. Da wurd Fußball irgendwie zur Nebensache.
    Ein Messi etwa macht zwar optisch nicht so viel her wie Ronaldo, wobei ich den natürlich finde und Ronaldo einfach künstlich, aber auf dem Platz eine, für meinen Geschmack, deutlich bessere Figur.
    Letzendlich kommt hinzu ich mag ihn einfach nicht, einfach ein Gefühl
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#10 FANAnonym