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  • 30. Juni 2010, noch kein Kommentar

Nach dem Grammy-Segen im Jahre 2008 schlägt der Jazz-Altmeister erneut zu. "The Imagine Project" bietet viele illustre Stargäste.

"Die Globalisierung", sagt Herbie Hancock (70) und schlendert dabei durch die Straßen Mumbais, "ist längst Realität. Jetzt kommt es darauf an, dass wir Menschen sie in unserem Sinne nutzen, ihr Möglichkeiten abringen." Was sich für manchen fast naiv anhört, hat Hancock in seinem jüngsten Werk "The Imagine Project" bravourös in die Tat umgesetzt. Was kulturelle und besonders musikalische Offenheit und grenzenlose Neugier heißt, weiß der Amerikaner schon seit er in den 1960er Jahren der Band des unvergessenen Miles Davis angehörte. Der Jazz, das predigen zu Recht dessen jüngste Meilensteinmetze aus Skandinavien seit geraumer Zeit, muss sich als Kunstform der unbegrenzten Möglichkeiten verstehen, um nicht in Erinnerungen zu versinken.

Youtube | Special zum Album - Teil 1

Genau dies hat Hancock mit seinem "Imagine Project" nun getan: Er ging als Suchender auf Weltreise und kam mit einem Füllhorn höchst spannender Aufnahmen zurück. Und weil das Naheliegende einem wie ihm kaum genügen kann, nahm er nicht etwa in Indien nur mit ein paar indischen Kollegen auf, sondern stellte Anoushka Shankar Wayne Shorter und Chaka Khan zur Seite, ließ in Los Angeles und New York P!nk neben John Legend agieren, stellte eine Formation aus Seal, Konono No 1, Jeff Beck, Oumou Sangare, India.Arie, Lionel Loueke, Pink und Marcus Miller zusammen, besetzte die Tuaregband Tinariwen und Los Lobos in nur einem Song oder ließ in Irland die Chieftains, Toumani Diabate und Lisa Hannigan aufeinander treffen. Mit diesem ambitionierten Werk knüpft Hancock nahtlos an seinen Erfolg aus dem Jahre 2008 an. Da gewann er für das Album "River: The Joni Letters", einer Hommage an die jazzliebende Liedermacherin Joni Mitchell, zwei Grammys; neben der Kategorie Bestes Jazz-Album auch den Preis als Bestes Album des Jahres. (cw/pm)