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In der Comedy-Serie "Little Britain" nimmt der Dorfpfarrer seine bessere Hälfte mit zum Shoppen.

Sollen homosexuelle Pfarrer künftig mit ihren Lebenspartnern in Pfarrhäusern wohnen dürfen? Darüber ist unter Bayerns Protestanten ein Streit entbrannt.

Wie die evangelische Nachrichtenagentur "Idea" berichtet, haben die Dekanatssynoden in München Nord und Mitte gefordert, dass Pfarrer in eingetragenen Partnerschaften künftig als Familie in Pfarrhäusern leben dürfen. Darüber soll die Landessynode beim Treffen im November entscheiden. Die Antragsteller wollen damit die Diskriminierung von schwul-lesbischen Geistlichen bekämpfen.

Unter den evangelischen Protestanten im Süden Deutschlands ist dieser pragmatische Umgang aber höchst umstritten: Der "Arbeitskreis Bekennende Christen in Bayern" (ABC) warnte sogleich davor, dass die Bibel Homosexualität als "widernatürlich" beschreibe. Schwule und Lesben müsste daher eher geholfen werden, ihre Empfindungen zu überwinden als sie zu akzeptieren. Dazu könne die Kirche mit "seelsorgerliche Arbeit" beitragen. Im ABC sind 20 eher an alten Werten orientierte christliche Gruppen organisiert.

Die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern gilt ohnehin als eher konservativ. Zwar wird Homosexuellen "seelsorgerliche Begleitung" zugesichert, allerdings lehnen die Süddeutschen Segnungen für Homo-Paare kategorisch ab. Immerhin hat die Landessynode in den 1990er Jahren beschlossen, dass Homosexuelle nicht von den Vorzügen der Heterosexualität überzeugt werden müssten, "wenn eine Veränderung dieser Prägung und Neigung unmöglich erscheint".

Innerhalb der evangelischen Kirche erlauben nur neun der 22 Gliedkirchen die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Besonders offen geben sich dabei die Protestanten im Westen und Norden des Landes. So hat zuletzt die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen die Verfolgung von Homosexuellen durch Christen scharf kritisiert: "Kein Mensch hat das Recht, andere klein und kaputt zu machen", erklärte die 65-Jährige bei einer Predigt im Mai diesen Jahres (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 bastapapsta
  • 01.07.2010, 16:52h
  • Genau an Fanatiker Vereinen wie ABC wird das scheitern und 9 vonn 22 ( wo hier die evangelische Kirche oft hochgejubelt wird ) ist nicht viel, das sollte man mal bedenken.

    "Schwule und Lesben müsste daher eher geholfen werden, ihre Empfindungen zu überwinden als sie zu akzeptieren"

    Religiösen Fundamentalisten müsste daher eher geholfen werden, ihre Psychose zu überwinden. Dabei würde ich im therapeutischen Ansatz besonderen Wert auf das Thema Ganzheitlichkeit legen, wozu auch sie Sexenergie gehört, die von diesen bedauernswerten Menschen unterdrückt wird, wodurch diese in Agressivität umgewandelt wird.

    In der katholischen Kirche wird dies ja nur geduldet, wenn nichts an die Öffentlichkeit gerät und scheinheilig nach daussen der Zölibat "betrieben" wird.

    Jetzt ist wieder dar Gay Romeo Profil eines Lübecker katholischen Pfarrers entdeckt und dessen Inhalte auf Kotz.net veröffentlicht worden. Im eigenen Verein gegen die Oberen das Maul nicht aufkriegen, die ständig gegen uns hetzen und dann selbst "heimlich" in der Szene unterwegs sein. Leute wie Overbeck schmeissen ständig mit Dreck und Herr T. kriegt sein Maul nicht auf :

    www.kreuz.net/article.11431.html

    Das dort vorgeführte Profil wurde inzwischen wohl gelöscht, da es nicht mehr zu finden ist.
    Ich bin vor 4 JAhren aus diesem SCHEINheiligen Verein ausgetreten!
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#2 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 01.07.2010, 17:07h
  • Austreten aus der Sekte und übertreten zu den besseren "Kirchen", den eigenen, wo es nicht solche lächerlichen Kaspereien gibt.
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#3 Katrin
  • 01.07.2010, 17:15h
  • Katholiken und Protestanten haben mit Schwulen und Lesben gemeinsam, dass man dieses bei der Geburt wird oder mitbekommt. Allerdings ist der christliche Block mit 50 Mio Mitgliedern deutlich grösser. Um so schöner zu sehen, dass die Protestanten jetzt nach viel Eigenwerbung endlich mal beginnen den Grad ihrer Toleranz umzusetzen. Die Kugel rollt!
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#4 Aramis
  • 01.07.2010, 18:15h
  • Warum glauben eigentlich so viele hier, das nur ein Austritt aus der Kirche etwas bringt?????

    Wenn alle Schwulen und Lesben mal mit dem Bekenntnis zu ihrer Orientierung in die beiden großen Kirchen eintreten würden und von innen heraus gegen diese Zustände rebellieren würden, wäre das ein wesentlich stärkeres Zeichen...
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#5 bastapapsta
  • 01.07.2010, 18:54h
  • Antwort auf #4 von Aramis
  • Der Fall des besagten Herrn T.... zeigt, dass seitens der Geistlichen kein aktiver Kritikbedarf am homophoben Verhalten der Kirche besteht, was auch für zahlreiche weitere schwule Priester.

    Als der Hassprediger Overbeck zum Kampf geblasen hat, wo waren da die Gegenstimmen der schwulen Priester ?
    Wie soll man in solch einem Verein, indem noch nicht mal die Priester das MAUL aufkriegen effektiv rebellieren ? Die zeichen verlaufen im Sande.

    Das einzige Zeichen, was die Kirche noch nicht einmal versteht ist austreten und Subventionen an die Kirche kürzen.
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#6 TimmometerProfil
  • 01.07.2010, 18:58hNordeifel
  • Habe heute morgen hier:

    www.kath.net/detail.php?id=27246

    einen Beitrag geschrieben. Ja mich sogar extra angemeldet.

    Er wurde nicht veröffentlicht. Obwohl andere Beiträge seit dem "online" sind.

    Soviel zum Thema: "von innen heraus"...
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#7 Timm JohannesAnonym
  • 01.07.2010, 19:20h
  • So ganz verstehe ich diesen Artikel nicht.

    Nach meiner Kenntnis dürfen doch schon längst rechtlich gesehen in allen (!) Landeskirchen der EKD homosexuelle PfarrerInnen mit ihrem Lebenspartner im Pfarrhaus leben, soweit sie ihr Privatleben nicht in den "Mittelpunkt der Verkündung und Predigt" stellen, d.h. also zurückhaltend mit ihrem Privatleben innerhalb der jeweiligen Kirchengemeinde auftreten.

    Dazu erging doch bereits vor Jahren auf EKD-Leitungsebene ein entsprechendes Dokument, wo dies erlaubt wurde:

    * Stellungnahme des Kirchenamtes zur Verbesserung des Rechtsschutzes für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften und zur besonderen Bedeutung und Stellung der Ehe „Verlässlichkeit und Verantwortung stärken“, hg. vom Kirchenamt der EKD, Februar 2000

    *
    www.ekd.de/EKD-Texte/empfehlungen_gleichgeschlechtliche_part
    nerschaften_2002.html


    Dort kann man nachlesen:

    ... Da die angeführten Bestimmungen nicht auf Regelung homosexueller Partnerschaften zielten, kann aus der in ihnen enthaltenen Verpflichtung auf das Leitbild Ehe und Familie kein allgemeiner Ausschluss homosexueller Partnerschaften heraus gelesen werden. Für diese Fragestellung ist vielmehr auf den dahinter liegenden allgemeinen Rechtsgedanken zurück zu greifen, dass partnerschaftliche Beziehungen des Pfarrers oder der Pfarrerin die glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums nicht beeinträchtigen dürfen. Insbesondere ist immer zu beachten, dass Person und Amt im Pfarrdienst untrennbar verbunden sind und dass Pfarrerinnen und Pfarrer durch ihren Auftrag an alle Gemeindeglieder gewiesen sind. Ziel der Regelungen ist es, das Risiko zu vermindern, dass (später) aufgrund einer partnerschaftlichen Beziehung ein gedeihliches Wirken in der Pfarrstelle nicht mehr gewährleistet erscheint....

    ---
    Daher generell ist bei entsprechender Zurückhaltung in allen Landeskirchen bereits die Lebenspartnerschaft von Pfarrern erlaubt; nur erfolgt halt nur in einigen die gleiche Besoldung und Versorgung (beispielsweise Bremen oder Nordelbien).

    So gesehen können auch bereits jetzt homosexuelle, lutherische Pfarrer mit ihrem Lebenspartner im Pfarrhaus in Bayern leben; nur sie erhalten nicht die gleiche Besoldung und Versorgung wie ein verheirateter PfarrerIn.

    Das Vorgehen in der bayrischen Landeskirche kann sogesehen nur bestätigenden Inhalt einer Regelung sein, die bereits auf EKD-Leitungsebene bereits verabschiedet wurde.

    ---
    Bei "idea" als Nachrichtenquelle rate ich generell zur Vorsicht, ob die Informationen und Tatsachen immer korrekt dort wiedergegeben sind, da es sich um eine evangelikale Nachrichtenquelle handelt, die nicht mit der EKD und den Landeskirchenleitungen gleichzusetzen ist. Da empfehle ich als Nachrichtenquelle zur evangelischen Kirche dann besser die Nachrichtenagentur epd oder halt das Webportal der EKD zu verwenden.

    * www.ekd.de
    * www.epd.de
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#8 jungwolfAnonym
  • 01.07.2010, 20:36h
  • Die EKD ist den Landeskirchen gegenüber nicht weisungsbefugt. Daher kann die EKD Empfehlungen aussprechen, die von den einzelnen autonomen Landeskirchen befolgt oder ignoriert werden können.

    Dass im Jahr 2010 solche Diskussionen überhaupt noch geführt werden, ist eine Schande. Ich kann hier auch nur dafür plädieren, dass Schwule und Lesben solche Kirchen nicht auch noch finanziell unterstützen und austreten.

    Wer ein gutes Werk tun will, sollte das Geld lieber an Organisationen wie das "Rubicon" in Köln spenden, die um jeden Cent kämpfen müssen.
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#9 Aramis
  • 01.07.2010, 23:15h
  • Antwort auf #6 von Timmometer
  • Das ist jetzt nicht Dein Ernst...

    Du meinst wirklich, das Du mit einem Kommentar auf einer Website, wo Erzkonservative alles zensieren dürfen, etwas verändern kannst????
    Da mußt Du schon mit den Leuten persönlich reden... immer und immer wieder... und das ist Arbeit...
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#10 bastapapsta
  • 01.07.2010, 23:52h
  • Diskriminierung am Arbeitsplatz erlaubt

    Heute hat das Deutsche "Arbeitsrecht" unter Richter Wulfhard Göttling wieder einmal bewiesen, dass es nicht viel gibt auf die Grundrechte des Individuum.
    ...
    ""Wenn diese Norm in allen Verträgen steht, muss ihre Verletzung auch gleich behandelt werden", entschied Richter Wulfhard Göttling."

    Mit anderen Worten in vom Staat bezahlten sogenannten "sozialen" kirchlichen Einrichtungen darf per Vertrag weiter diskriminiert zB. werden, wer in 2 oder geschiedener Ehe lebt, & wer eine homoseuelle Beziehung führt darf entsorgt werden.

    Das Erzbistum Köln hat das Urteil wegen des einen zitierte Satzes sofort bejubelt . Wieder ein Grund, warum insbesondere die katholische Kirche keine Gelder mehr vom Staat bekommen sollte ! Und wer vernünftig ist, aus diesem von Egoisten geführten Verein austritt!
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