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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erhielt die Kompassnadel für ihr Engagement für Schwule und Lesben. Unter ihrer Federführung wurde der § 175 endgültig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Sie sorgte auch dafür, dass die Standesämter in Bayern geöffnet wurden.

Schwule und Lesben forderten beim Kölner CSD gleiche Rechte ein - und erhielten Schützenhilfe von der Bundesjustizministerin.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nahm beim CSD-Empfang am Samstag vor 900 Gästen persönlich die Kompassnadel entgegen. In ihrer Dankesrede forderte sie die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Adoptionsrecht: "Gleichgeschlechtliche Paare müssen bei der Adoption von Kindern die gleichen Rechte haben wie alle anderen Paare auch", erklärte die 58-Jährige bei der Preisübergabe. "Bei der Entscheidung, wer ein Kind adoptieren darf, geht es einzig und allein um das Kindeswohl. Und das ist geschlechterunspezifisch."

In Ländern wie den Niederlanden, Großbritannien oder Spanien sind gleichgeschlechtliche Paare schon jetzt beim Adoptionsrecht gleichberechtigt. In Deutschland gibt es aber nach wie vor ein Adoptionsverbot für eingetragene Lebenspartner. Schwule und Lesben dürfen lediglich das leibliche Kind ihres Partners adoptieren ("Stiefkindadoption").


Oberbürgermeister Jürgen Roters (Mitte) eröffnete den CSD in Köln. (Bild: Norbert Blech)

Zuletzt hat sich in einer Umfrage eine klare Mehrheit der Deutschen für die Gleichbehandlung von Homo-Paaren in dieser Frage ausgesprochen (queer.de berichtete). Neben der FDP unterstützen sämtliche Oppositionsparteien diese Position, lediglich die Union verhindert eine Gesetzesänderung. Familienministerin Kristina Schörder (CDU) erklärte zuletzt, dass es für Kinder generell einen Mangel darstelle, wenn sie nicht von einem heterosexuellen Elternpaar erzogen werden (queer.de berichtete).

Der Kölner CSD stand dieses Jahr unter dem Motto "Stolz bewegt" und warb insbesondere um Toleranz im Sport. Mit 150 Gruppen und 100 Wagen konnte der "Cologne Pride" eine Rekordbeteiligung melden - beim Berliner CSD haben sich zwei Wochen zuvor nur 50 Wagen beteiligt. Leutheusser-Schnarrenberger erklärte, für sie sei Köln der "größte und schönste CSD in Deutschland".

Selbst starke Regenfälle und Unwetter am Samstag konnten die Besucher nicht aufhalten. Zwar musste das Bühnenprogramm für zwei Stunden unterbrochen werden, die meisten Besucher strömten aber ohnehin in Kneipen, um das WM-Spiel Deutschland gegen Argentinien anzusehen. Am Sonntag beobachteten wie gewohnt hunderttausende am Straßenrand die Parade. (dk)

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    Ergebnis der Umfrage vom 05.7.2010 bis 12.07.2010


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33 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 05.07.2010, 12:05h
  • "Familienministerin Kristina Schörder (CDU) erklärte zuletzt, dass es für Kinder generell einen Mangel darstelle, wenn sie nicht von einem heterosexuellen Elternpaar erzogen werden (queer.de berichtete)."

    Diese , man verzeihe mir Bitte die Tonwahl, "grünschnabelige Junggöre" einer "Familienministerin". Da geht mir der Hut hoch.

    Unser Altbundespräsident, Köhler sagte einmal einn schönen Satz. "Familie ist dort, wo Kinder sind". Damit meinte er (queer berichtete damals), dass es völlig inankzeptabel sei, bewerte man den Stand eines familiären Zusammenlebens, nach Geschlecht.
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#2 eMANcipation*Anonym
  • 05.07.2010, 12:16h
  • Und wer fordert einen effektiven, einklagbaren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor heterosexistischer und homophober Gewalt in all ihren Erscheinungsformen, vor allem auch in der Sprache?

    Ganz konkret und ganz im Alltag?

    Weder die schwul-lesbische Community noch Frau Leutheusser scheinen auf der Höhe der Zeit zu sein und sehen lieber weiterhin tatenlos zu, wie sich das "Schwulen- und Lesbenproblem" schon in der Kindheit/Jugend von alleine löst (siehe viermal höheres Suizidrisiko!).

    Kinder- und Jugendschutz JETZT!!!

    stupendousness.queersighted.com/2009/12/14/schools-must-reco
    rd-homophobic-bullying/
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#3 TommAnonym
  • 05.07.2010, 12:53h
  • Im Artikel steht: "Leutheusser-Schnarrenberger erklärte, für sie sei Köln der "größte und schönste CSD in Deutschland".

    Da bin ich mal gespannt, wie sie das (Äusserung) den Stuttgartern erklärt, wo sie offizielle Schirmherrin des CSD Stuttgart 2010 ist :-)
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#4 anonymusAnonym
  • 05.07.2010, 12:54h
  • Ja und???
    Ihre Partei i s t doch in der Regierung. Dann soll sie nicht fordern sondern es m a c h e n!
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#5 maaaaartinAnonym
#6 FloAnonym
  • 05.07.2010, 13:03h
  • Bla bla bla!!

    Dasselbe hat die FDP auch schon vor der letzten Bundestagswahl gefordert und nach der Wahl war das das erste, was sie fallen gelassen haben.

    Immer wenn die Umfragewerte sinken oder Wahlen anstehen, erinnert man sich bei der FDP an Schwule und Lesben.

    Wie immer bei der FDP: nichts als heiße Luft und Gelaber, dem ja doch keine Taten folgen!

    Ich hoffe nur, dass nicht wieder manche von uns auf die ewig gleiche Masche reinfallen...
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#7 net-docAnonym
  • 05.07.2010, 13:30h
  • halt widdzische humorhoiden zum csd-empfang.
    normal.
    kriegen arsch nicht hoch.
    bewegungsmangel!
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#8 xdaAnonym
  • 05.07.2010, 14:09h

  • wieso bringt die opposition + fdp keine vorlage zur abstimmung in den B-Tag ein? Die mehrheit hätten sie dann ja auch ohne cdu/csu. aber da traut man sich nicht.
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#9 DominikAnonym
  • 05.07.2010, 14:55h
  • Die Grünen haben letzte Woche einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht. Die FDP wird dagegenstimmen, da „wechselndes Stimmverhalten einen Bruch des Koalitionsvertrages“ darstelle. Inhaltlich stimme man dem Entwurf aber weiterhin zu.

    Das schafft doch Vertrauen in das politische System, wenn ein Gesetz trotz großer Mehrheit im Bundestag abgelehnt wird.
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#10 beauty farmAnonym
  • 05.07.2010, 15:34h
  • Antwort auf #9 von Dominik
  • "..Das schafft doch Vertrauen in das politische System, wenn ein Gesetz trotz großer Mehrheit im Bundestag abgelehnt wird..."

    Aber die Schönheit ! Denk' an die Schönheit !

    "..Joachim Gauck hat es geschafft, die Erinnerung daran wachzurufen, dass die Demokratie eine eigene Schönheit hat", sagte der Parteivorsitzende [Gabriel]. "Es erinnert uns Politiker daran, dass wir die wachsende Kluft zwischen der Bevölkerung und dem Staat dringend schließen müssen." (letztens bei SPON, wo sonst)

    SPD-Chef Gabriel
    "Ich bin in keinem Schönheitswettbewerb mit Angela Merkel"
    (heute bei SPON, wo.....)

    Was nun ?

    Schmidt schuf DIE GRÜNEN (nachhaltig)
    Schröder erweckte DIE LINKE (nachhaltig)

    Ob die Putte noch zum Erzengel wird ?
    nomen est omen !

    Was wird sie/er uns bescheren ?
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