Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12417

Viagra ist seit 1998 auf dem Markt - und macht viele Männer glücklich.

Laut einer US-Studie erkranken Männer über 40, die verschriebene Potenzmittel zu sich nehmen, mehr als doppelt so häufig an sexuell übertragbaren Krankheiten als eine gleichaltrige Vergleichsgruppe.

Grund dafür sei das erhöhte Risikoverhalten der Viagra-Konsumenten, erklärten die Studienleiter von Massachusetts General Hospital mit Unterstützung der Universität von Kalifornien. "Hausärzte reden normalerweise nicht mit älteren Männern über Safer Sex, weil die Infektionsraten in dieser Altersgruppe niedriger ist als bei jungen Männern", so Dr. Anupam Jena, ein Internist der Ostküstenklinik.

Jena und seine Kollegen haben insgesamt 1,4 Millionen Krankenversicherungsleistungen von 44 großen US-Arbeitgebern zwischen 1997 und 2006 untersucht. Alle Leistungen wurden von Männern über 40 beansprucht. Bei Männern, die Potenzmittel auf Rezept erhalten haben, lag die Rate der gemessenen Geschlechtskrankheiten bei 215 pro 100.000 Männern, bei der Vergleichsgruppe aber bei 106 pro 100.000. In diesen Zahlen sind allerdings keine Daten aus so genannten "freien Kliniken" enthalten, in denen sich die Bürger kostenlos und anonym testen oder behandeln lassen können.

Viagra-Konsumenten sind risikofreudiger

Die Daten zeigen aber auch, dass Männer bereits ein Jahr vor ihrem ersten Viagra-Rezept einem erhöhten Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen ausgesetzt sind, erklärte Jena. Das weise darauf hin, dass Männer, die beim Geschlechtsverkehr weniger auf Safer Sex achteten, eher auf Potenzmittel zurückgreifen würden.

Die Ergebnisse der Studie wurden im "Annals of Internal Medicine" veröffentlicht.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Weltgesundheitsorganisation davor gewarnt, dass HIV-Neudaignosen unter über 50-Jährigen extrem zunehmen würden (queer.de berichtete). In den USA stieg der Anteil der Neudiagnosen Älterer zwischen 2003 und 2006 von 20 auf 25 Prozent, in Brasilien verdoppelte er sich zwischen 1996 und 2006 auf rund 16 Prozent. In Europa liegt er bei acht Prozent. Als Grund vermutete die steigende Popularität von Viagra und Co., die den weniger auf Safer Sex bedachten Älteren ein Sexualleben erst ermöglichen würden. Darum seien Präventionskampagnen gerade für diese Altersgruppe wichtig. (dk)



Jake Gyllenhaal braucht kein Viagra

In der Komödie "Love and Other Drugs" spielt der sexy Star einen (leider heterosexuellen) Pharma-Vertreter, der mit den blauen Pillen reich wird.
Preissturz bei Potenzpillen

In der Schweiz wurden die Pharma-Platzhirsche wegen Preisabsprachen mit abtörnenden Geldstrafen belegt. Nachahmer und Generika sind derweil auf dem Vormarsch.
Ratten glücklich: Viagra-Creme wirkt

Amerikanische Wissenschaftler haben mit Nanopartikeln eine Creme entwickelt, die direkt auf den Penis aufgetragen werden kann und den gleichen Effekt wie Viagra haben soll – mit weniger Nebenwirkungen.

13 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
#2 vingtans
  • 06.07.2010, 18:00h
  • versteh ich...

    wenn alte männer plötzlich dank mittelchen können,wollen sie sich beweisen..

    ich werd auch ziemlich häufig von ü30 und ü40 jährigen angegraben,häufiger als von männern in meinem alter...aber diese männer haben bei mir sexuell keince chance,zumal wegen des altern und zweitens halte ich nichts von polygamie
  • Antworten » | Direktlink »
#3 bananasEhemaliges Profil
#4 MichaelAS
#5 AdonisAnonym
#6 FranziAnonym
#7 jojoAnonym
#8 alfAnonym
#9 MIZAnonym
  • 06.07.2010, 23:09h
  • Ich würde nicht unterstellen, dass diese Männer alle nur geil und leichtsinnig sind.
    Hat mal ein kluger Kopf daran gedacht, dass diese Mittel wegen Potenzproblemen genommen werden? Wer keinen mehr hoch kriegt oder um seine Erektion fürchten muss, der wird das Kondom meiden, wie der Teufel das Weihwasser.
    Befriedigung sexueller Bedürfnisse vs. Schutz vor HIV & Co.
    Insofern ist es vielleicht wirklich sinnvoll, wenn man sich in der Prävention auch um diese Männer kümmert und Möglichkeiten aufzeigt, wie man Sex und Schutz unter einen Hut bringt, wenn man mit der Erektionsfähigkeit Schwierigkeiten hat.
    Stattdessen werden sie einer doppelten Diskriminierung unterzogen: erst sind sie die Schlappschwänze, die keinen mehr hoch kriegen, dann sind sie die geilen alten Viagra-Böcke, die zu Gunsten von Sex ihre Gesundheit riskieren. Die Kommentare hier sprechen Bände....
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Liedel
  • 07.07.2010, 01:25h
  • Und wie immer @feles18: du lebst in der Provinz. Noch dazu im sterbenden (weil von drastischer Abwanderung betroffenen) tiefbraunen Ostharz, gelegen in einem vergreisenden Bundesland, das keine Zukunft hat. Da gibts nur Asexualität, Monogamie oder Parkplatzsex im Westen jenseits der ehemaligen Zonengrenze (weil sicherer). Insofern kann man als verständnisvoller Dreißiger deine Träume von der großen weiten Welt schon verstehen
  • Antworten » | Direktlink »