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Das Polizeifoto von Kevin G. (Bild: Waterbury Police Department)

Ein katholischer Priester aus Neuengland wird beschuldigt, umgerechnet mehr als eine Million Euro von seiner Gemeinde gestohlen und in Luxusgüter sowie Callboys investiert zu haben.

Der 64-jährige Kevin G. aus Waterbury im Westen Connecticuts soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft innerhalb von sieben Jahren 1,3 Millionen Dollar (1,05 Millionen Euro) an Kircheneinnahmen gestohlen haben. Mit dem Geld soll er ein Leben in Saus und Braus im nahe gelegenen Manhattan geführt haben. Den Gemeindemitgliedern erklärte er sein häufiges Fehlen mit einer Krebserkrankung. Das Doppelleben des beliebten Priesters fiel erst auf, als die Kirchengemeinde ihre Bücher überprüfte. Daraufhin stellte sich G. der Polizei.

Das Geld seiner Gemeinde hat G. dem Bericht zufolge für Ausflüge in die New Yorker High Society und sexuelle Abenteuer genutzt haben. So soll er allein in Luxusrestaurants für mehr als 200.000 Dollar gegessen haben. 130.000 Dollar habe er für Hotelübernachtungen aufgewendet, 80.000 Dollar für Kleidung. Zudem soll er einem männlichen Freund ein Studium in Harvard finanziert haben. Einen großer Teil des Geldes nutzte er für Callboys von "Campus Escorts". Die New Yorker Firma wirbt damit, "die besten Escorts im College-Alter" anzubieten.

G. war wütend auf seinen Arbeitgeber

Im Gespräch mit der Polizei erklärte G., die Kirche habe ihn schlecht behandelt und schulde ihm daher das Geld. So sei er 2001 zwangsversetzt worden, obwohl seine Mutter im Sterben lag und er sie gerne begleitet hätte. Zudem sei er mit einem der zentralen katholischen Glaubenspunkte nicht klargekommen: "Herr G. sagte, dass er schwul ist und ein Problem hat mit der Kirchenmeinung zu Homosexualität", heißt es in der Anklageschrift.

Seine Kaution ist vom Amtsgericht auf 750.000 Dollar festgesetzt worden. Wegen schweren Diebstahls drohen dem Geistlichen bis zu 20 Jahre Haft.

Vor wenigen Monaten sorgte bereits ein anderes Callboy-Abenteuer eines Pfarrers für Aufregung. George Rekers von den Südstaatenbaptisten genoss mit einem im Internet bestellten Escort seinen Urlaub in Europa (queer.de berichtete). Anders als G. war Rekers Mitglied in mehreren homophoben Vereinigungen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Schwule und Lesben von ihrer Homosexualität zu "heilen". (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 gatopardo
  • 07.07.2010, 13:35h
  • Wenn´s denn nachgewiesen werden kann, dass er ein sogenanntes "schwarzes Schaf" seiner Kirche war und mit deren Doppelmoral nicht klarkam, hat er zumindest in Saus und Braus seine Homosexualität ausgelebt. Natürlich ist es verwerflich, dafür das Geld aus der Gemeinde zu stehlen, aber immerhin hat er einem jungen Menschen dafür die Harvard-Universität ermöglicht, die sich nur Reiche leisten können. Und war er nicht auch beliebt bei seiner Gemeinde ? Wer unter uns ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein !
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#2 peter, the stoneAnonym
#3 iceman927Profil
  • 07.07.2010, 13:54hBerlin
  • Das ist halt mal die andere christliche Jugendförderung
    der Harvard-Junge und die Escorts

    Ja, die Gemeinde wird sich sicher empören, wofür das Geld floss.

    Immerhin bleiben keine traumatisierten Opfer zurück, die gegen ihren Willen angefasst wurden.

    Wenigstens wird kein Geld für teure Mäntelchen und Roben ausgegeben, in denen man gegen Homos hetzt und sie "bekehren" will

    Es zeigt mal wieder:
    auch der heilige Geist ist nicht stark genug, homosexuelle Handlungen zu verhindern.

    Ein Hoch auf die Gene!

    Wäre er ein Priester von Göttern aus der römischen, griechischen Antike...

    ...würde man ihn loben und beneiden
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#4 maaaaartinAnonym
  • 07.07.2010, 13:57h
  • Antwort auf #1 von gatopardo
  • :) schade, dass ich ausgetreten bin, sonst könnte ich so indirekt auch dem einen oder anderen stricher das studium finainzieren.. :)

    du hast schon recht, wenigstens ist er kein homohetzer gewesen. andere, weiter oben in der hierarchie ziehen mit knackigen skilehrern ausm schwarzwald in ne wg und machen hexenjagd auf andere schwule...
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#5 bastapapsta
  • 07.07.2010, 14:02h
  • ""Herr G. sagte, dass er schwul ist und ein Problem hat mit der Kirchenmeinung zu Homosexualität", heißt es in der Anklageschrift. "

    Trotzdem hat er lange Zeit die katholische Lehre gepredigt, ohne diese menschenverachtende Lehre je ( in seiner Amtszeit ) OFFEN zu kritisieren. Das ist mehr als SCHEINheilig.

    Und dann EGOistisch vom Geld anderer in Saus und Braus gelebt.

    Bischof Mixa soll Gelder veruntreut haben, geschlagen psyschisch gefolter und sich jungen Männern aufgedrängt haben . Er hat genauso und lebt heute noch in Saus und Braus gelebt.
    Und dieser Mann darf weiter als sogenannter "Seelsorger" arbeiten.

    Pfarrer T. unterstützt die katholische Kirche/Lehre OHNE diese OFFEN zu kritisieren.
    Jetzt wurden auf Kotz.net Bilder und GR Profil veröffentlicht auf dem T. zu sehen ist:

    www.kreuz.net/article.11431.html
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#6 BerlinerBoyAnonym
  • 07.07.2010, 15:02h
  • Ok ich frag mal nach, lesen hier ein paar katholische Priester mit?
    Hat einer Lust mein Studium zu finanzieren? Und auf das Abi ( nächstes Jahr) hab ich auch kein Bock, kann da auch nachgeholfen werden?
    Hab da auch noch bescheidene Vorstellungen an welcher Uni ich studieren will und wie meine Behausung auszusehen hat. Das Geld einer mittelgrossen Gemeinde dürfte dafür reichen, also alles ganz easy.
    Meld dich ;)
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#7 gatopardo
  • 07.07.2010, 15:58h
  • Antwort auf #2 von peter, the stone
  • Wie hart Du bist ! Wenn er einer dieser typischen katholischen homophoben Heuchler gewesen wäre, wäre auch mein Kommentar ganz anders ausgefallen. Ich sehe durch meine rosarote Brille nun gerne mal vorrangig den menschlichen Faktor.
    Dazu habe ich den weitaus skandalöseren Fall eines konservativen Abgeordneten namens Santos mit Frau und 5 Kindern auf Mallorca zur Hand, der sich zur "stillen Einkehr" zum Gebet regelmässig in seinem Büro einschloss, um dann in der Nacht seine jungen Burschen zwischen 13 und 18 mit amtseigener Kreditkarte zu bezahlen und sie mit Kokain zu versorgen. Er wurde soeben zu 5 Jahren Haft verurteilt !
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#8 MontefioreAnonym
#9 stromboliProfil
  • 07.07.2010, 16:05hberlin
  • Antwort auf #6 von BerlinerBoy
  • eine gute initiative!
    warum geld in dunkle kanäle fließen lassen, wenn gemeindeschäfchen so nah und bedürftig.
    Das harvard's studenten sich ein zubrot verdienen müssen , zeigt wie tief die krise auch in den amerikanischen mittel und oberschichten greift; da wird das arscherl zum goldesel...

    Aber sie sind pragmatisch die amis; wenns denn von nöten ist, steht die community für den einzeln ein. Charity - Benefiz und Spende für bedürftige gemeindemitglieder sind gelebtes bibliches wort! Und blieb ihm mutter kirche nicht einiges schuldig? Und wer besser als ein pfarrer könnte dies deuten ?!
    Gönnen wir ihm die erinnerung an die vielen genossenen stunden ohne neid und missgunst!
    Hier gilt : im zweifel für den angeklagten; FREISPRUCH!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TommAnonym