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Gouverneurin Linda Lingle verteidigt auch nach zwei Ehen und zwei Scheidungen das Exklusivrecht von Heterosexuellen auf die Ehe.

Gouverneurin Linda Lingle hat mit ihrem Veto die vom Parlament beschlossene Einführung von Eingetragenen Partnerschaften mit gleichen Rechten und Pflichten verhindert.

Die Republikanerin erklärte, das Gesetz würde Schwulen und Lesben auf der US-Inselkette praktisch die selben Rechte wie Eheleuten geben. Die zwei Mal geschiedene 57-Jährige erklärte, eine Entscheidung wie die Ausweitung des Eherechts dürfe nicht von Parlamenten, sondern nur direkt vom Volk getroffen werden.

Homo-Aktivisten haben nach der Entscheidung angekündigt, Hawaii wegen Diskriminierung zu verklagen. Sie berufen sich dabei auf den Diskriminierungsschutz in der Regionalverfassung von Hawaii.

Das Veto könnte parlamentarisch mit einer Zweidrittelmehrheit in Repräsentantenhaus und Senat überstimmt werden. Im Senat steht diese Supermehrheit, im Haus kamen die Befürworter der "Civil Union" aber nur auf 31 von 51 Stimmen - um Lingles Veto außer Kraft zu setzen, wären drei Stimmen mehr notwendig. Lingles Amtszeit läuft allerdings Ende des Jahres aus - sie könnte von einem homofreundlichen Kandidaten abgelöst werden.

Hawaii hat hohen Symbolwert für Amerikas Schwule und Lesben, da hier der Kampf um die Öffnung der Ehe in Fahrt gekommen ist: 1993 hatte hier der oberste Gerichtshof des Bundesstaates entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen die Regionalverfassung verstößt. Es ordnete aber keine sofortige Ehe-Öffnung an.

Aufgeschreckt haben daraufhin Bundes- und Landespolitiker beider Parteien gegen die Gleichbehandlung im Eherecht mobil gemacht. 1996 beschloss der US-Kongress das "Gesetz zum Schutz der Ehe", das die Anerkennung von Homo-Ehen durch die Bundesregierung bis heute untersagt. 1998 votierten knapp 70 Prozent der Bevölkerung von Hawaii dafür, die Ehe in der Regionalverfassung als Verbindung zwischen Mann und Frau zu definieren. Inzwischen haben 30 der 50 US-Staaten ein solches Ehe-Verbot - immerhin fünf Staaten haben aber die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. (dk)



#1 FloAnonym
  • 07.07.2010, 16:30h
  • Ich frage mich immer, was das für Menschen sind, die sich über demokratisch gefällte Beschlüsse hinwegsetzen und ihre Privatmeinung allen anderen aufzwingen wollen.

    Das grenzt schon an faschistischer Gesinnung, sich so über Demokratie hinwegzusetzen!

    Und eine Person, die schon 2 mal verheiratet und 2 mal geschieden ist, sollte sich erst recht nicht als Moralhüterin aufspielen.
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#2 Timm JohannesAnonym
  • 07.07.2010, 16:32h
  • Sehr bedauerlich...denn es bestand Hofffnung, das Linda Lingle kein Veto erhebt. Nun hat sie es doch gemacht und hat damit dem Druck aus den Reihen der Republikanern nachgegeben.

    Damit ist Linda Lingle zugleich nicht länger tragbar in Hawaii und wird hoffentlich dort bei den nächsten Wahlen abgewählt.
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#3 carolo
#4 Liedel
  • 08.07.2010, 02:20h
  • ja @Flo

    Zwei Ehen, zwei Scheidungen, ein scheußliches Kassengestell auf der Nase, die unsichtbare Brille sowieso, noch dazu ne Federboa um den Hals (oder wie nennt man das auf Hawaii?) und ne entsetzliche Frise.
    Die soll sich mal nicht nur die Augen, sondern das Hirn lasern lassen
    Und by the way, wuchs Obama nicht auf Hawaii auf?
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#5 Martin FLLAnonym
  • 08.07.2010, 07:57h
  • Rechte werden nicht vom Parlament gewaehrt, sondern dem Volk zur Abstimmung gegeben???
    Waere dem so, dann wuerde es in den USA immer noch den Unterschied Schwarz - Weiss geben.
    Die Gouverneurin ist, wie man so schoen in den USA sagt: full of shit!

    Die Mehrheit der Bevoelkerung in den USA ist bigott, kleinkariert, pruede, dumm...
    Sie sind die westliche Version der Taliban.

    Die USA wollen "Leader of the free World" sein, der Menschenrechte in die Welt bringt... Die EU sollte sich nicht vor diesen Karren spannen lassen, sondern die USA an ihr eigenes Volk erinnern: Schwule und Lesben sind in den USA Buerger zweiter Klasse!
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#6 stromboliProfil
  • 08.07.2010, 09:38hberlin
  • Antwort auf #5 von Martin FLL
  • das eine bedingt das andere...
    ohne bible belt in usa, keine taliban in afganistan

    WAs mich aber irritiert: ihr anspruch das "ausweitung" eine sache der zivilgesellschaft sei sie auszuformulieren, halte ich für legitim!
    Was aber auch impliziert grundsätzlich die frage der ehe auf den prüfstand stelen zu müssen! Gerade einer person , die 2 x der korrektur bedurfte, müsste die frage nach der notwenigkeit des besonders hervorhebens der ehe nahegehen.

    Also ein "volksentscheid ein doppelseitige schneide hat:
    www.oeko-net.de/kommune/kommune03-02/dtiefenb.htm
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.07.2010, 19:08h
  • Und dabei sagt man immer, Hawaii ist das Paradies und es gilt auch für Schwule und Lesben. Da haben wir uns aber sehr getäuscht!
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#8 stromboliProfil