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  • 29. Juni 2004, noch kein Kommentar

Ottawa Die homo-freundliche Liberale Partei unter Premierminister Paul Martin hat wider Erwarten die Wahlen in Kanada gewonnen und regiert mit 135 von 301 Abgeordneten als Minderheitsregierung weiter. Die oppositionellen Konservativen, die demgegenüber nur 99 Sitze erreichten, wollten die von den Gerichten Mitte letzten Jahres beschlossene Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben wieder rückgängig machen. Meinungsforscher hatten bis vor einer Woche wegen einer Reihe von Skandalen der Regierungspartei einen erdrutschartigen Sieg der Konservativen vorhergesagt. Jedoch machten einige extreme Positionen der Konservativen, wie ein gefordertes Abtreibungsverbot oder die Unterstützung der US-Invasion im Irak, die Wähler nervös und sorgten für einen Stimmungsumbruch in letzter Minute. Zur Homo-Ehe sagte Oppositionsführer Stephen Harper: "Zum Teufel mit den Gerichten. Wissen Sie, einmal werden wir uns erheben und sagen, die Politiker machen die Gesetze in diesem Land und nicht die Gerichte." Die Liberalen sind nun auf die linksgerichtete Partei der Neuen Demokraten als Mehrheitsbeschaffer angewiesen, die schon seit Jahren die Homo-Ehe gefordert haben. (dk)