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Von Dennis Klein

In den letzten Monaten hat es immer neue Horrormeldungen von der Arbeitsagentur gegeben: 4,3 Millionen Menschen ohne Job, weniger Ausbildungsplätze, kaum neue Anstellungen. Die Kölner Pride GmbH will dem nun entgegensteuern: Über 200 neue Stellen will die Kommunikationsagentur besetzen – am liebsten mit "Gays, Lesbians and Friends", wie Gründer Michael Adamczak (Bild rechts) erzählt.

Die Pride GmbH ist keine unbekannte Größe: Schon 1996 startete das Unternehmen als "Pride Telecom" die erste schwul-lesbische Mobiltelefongesellschaft. Noch heute werden Handyverträge von T-Mobile, Vodafone und E-Plus vermittelt. Die Idee der großen Pride-Firmengruppe im Franchise-System scheiterte jedoch: Angebote wie "Pride Assekuranz", "Pride Finance" oder "Pride Online" gingen pleite oder wurden sang- und klanglos wieder eingestellt.

Das Hauptstandbein liegt nun im Callcenter-Bereich. Als ersten großen Kunden konnte die Pride GmbH die Deutsche Telekom an Land ziehen in ihrem Bemühen, mehr DSL-Anschlüsse zu verkaufen. "Wir haben der Telekom gesagt, man müsste die Sache größer aufziehen und vor allem im Bereich Small Businesses nach Kunden werben", so Adamczak. Inzwischen arbeitet Pride auch als Callcenter für American Express die Citibank und die British Telecom. Am 1. April ist die Firma vom Stadtrand umgezogen in ein 800 Quadratmeter großes Büro im prestigeträchtigen Mediapark.

"Die Auftragslage sieht sehr gut aus", sagt Michael Adamczak. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 230 Leute, "aber wir müssen auf 500 kommen, um unsere Aufträge erfüllen zu können." Er erklärt den Erfolg damit, dass sich Pride nicht als Callcenter für den Verkauf von Lottoscheinen oder Waschmittel zur Verfügung gestellt hat, sondern für seriösere Anbieter arbeite. "Da war eine echte Marktlücke, wir hatten sehr viel Glück."

Derzeit suchen Adamczak und sein Partner Tom Rosenbaum über 100 deutschsprachige Callcenter-Agenten. Dazu kommen noch 50 englische Muttersprachler für Aufträge aus Großbritannien. Darüber hinaus braucht die Firma Außendienstler und Systemadministratoren, sowie Promotoren in der ganzen Republik. Ob die Arbeit als Minijobs, selbständig oder auf Teil- oder Vollzeitbasis erfolgt, soll "individuell geregelt werden", sagt Adamczak. Wichtig für den Job seien Teamgeist, PC-Kenntnisse, insbesondere Word und Excel, sowie Spaß am Telefonieren.

Pride GmbH, Im Mediapark 4d, 50670 Köln

29. Juni 2004, 15:22 Uhr



#1 GeorgAnonym
#2 rico batailleAnonym
  • 30.06.2004, 12:52h
  • toll, toll, toll,

    finde ich wirklich super und wichtig das wir viele dinge selber in die hand nehmen und wenn es dann auch noch früchte trägt , dann muss es auch an die öffentlichkeit.

    respekt !
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#3 SchmidtAnonym
  • 04.07.2004, 00:49h
  • Nicht umsonst hat die Regierung ein (wenn auch utopisches) Gesetz gegen Telefon-Belästigung durch Marketing-Firmen verabschiedet. Ich möchte von solchen Firmen weder was aufgeschwätzt bekommen noch wissen, was die ihren Mitarbeitern fix bezahlen wenn überhaupt.
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