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In beiden Fällen tötete der unbekannte Täter seine Opfer durch Kopfschuss.

In Baden-Württemberg und Hessen sind zwei Männer an Cruising-Treffpunkten durch Kopfschuss getötet worden - die Polizei fürchtet, dass ein Homo-Hasser Jagd auf Schwule macht.

Bereits am 8. Mai wurde ein 30-jähriger Mann an einem Waldparkplatz bei Magstadt (Kreis Böblingen) umgebracht. Am 2. Juli ist ein 70-Jähriger auf dem Autobahnparkplatz der A5 bei Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) ebenfalls mit einer tödlichen Schussverletzung im Kopf aufgefunden worden. Ein Spaziergänger fand den Leichnam nackt im Wald. Die Polizei in Mörfelden-Walldorf hat nun nach ballistischen Untersuchungen herausgefunden, dass in beiden Fällen die selbe Waffe benutzt wurde.

Dabei schien der Fall in Magstadt schon fast geklärt: Die Polizei hatte dort bereits am 22. Mai einen 33-jährigen Tatverdächtigen aus Sindelfingen verhaftet. Für den zweiten Mord hatte dieser Mann allerdings ein Alibi: Er saß im Gefängnis. Er ist jetzt nicht mehr tatverdächtig und auf freiem Fuß.

Auch in Hessen hat die Kriminalpolizei Rüsselsheim zwischenzeitlich zwei Tatverdächtige für den Mord an dem 70-Jährigen festgenommen. Beide bestreiten die Tat. Auch die Tatwaffe konnte bislang nicht gefunden werden. Da es bislang keine Verbindung der Männer zum Raum Böblingen/Sindelfingen gibt, wurden auch sie wieder aus der Untersuchungshaft entlassen.

Die Sonderkommissionen in Rüsselsheim und Böblingen gehen davon aus, dass es sich bei dem Täter um eine Person handelt, die gezielt Orte aufsucht, die als Treffpunkte homosexueller Männer bekannt sind: "Es kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden, dass er eine weitere Tat begehen wird", warnt eine Sprecherin der Kriminalpolizei Böblingen.

Die Polizei bittet Cruiser um Hinweise, falls ihnen verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind. Die Sonderkommission "Hölzertal" in Böblingen ist unter (07031) 13-2222 zu erreichen. Die Soko "Steingrund" in Südhessen hat die Nummer (06142) 696-0. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.07.2010, 14:24h
  • Cruising ist immer mit einem Risiko verbunden. Es sind aber auch leider manche dabei, die sämtliche Warnungen in den Wind schlagen. Trotzdem haben die Straftaten einen homophoben Hintergrund. Es dürfte wohl den Mördern nicht gepaßt haben, daß bestimmte Gegenden durch Schwule "verseucht" werden und hat damit entschieden, daß dagegen etwas zu tun ist. Mögen die Opfer in Frieden ruhn!
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#2 vingtans
  • 16.07.2010, 14:42h
  • traurig,aber wer curisen geht sollte doch sowas einkalkulieren...ist ja bekannt das es gesellschaftlich eher nicht so akzeptiert ist...was ich verstehen kann...
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#3 SebAnonym
  • 16.07.2010, 14:46h
  • "Die Polizei hatte dort bereits am 22. Mai einen 33-jährigen Tatverdächtigen aus Sindelfingen verhaftet. Für den zweiten Mord hatte dieser Mann allerdings ein Alibi: Er saß im Gefängnis. Er ist jetzt nicht mehr tatverdächtig und auf freiem Fuß"

    Sowas finde ich immer so krass! Da sass ein Unschuldiger im Gefängnis!
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#4 chrisProfil
  • 16.07.2010, 15:01hDortmund
  • Antwort auf #2 von vingtans
  • Da hat aber jemand die Moral für sich gepachtet was? Du bist bestimmt auch der Meinung "Aids kriegt man nicht, dass holt man sich" oder?

    Wenn ich das schon lese. Da knallt jemand mir ner Knarre ein paar Gleichgesinnte aus der Welt und du sagst sie seien es selbst schuld.
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#5 basterlAnonym
  • 16.07.2010, 15:28h
  • Antwort auf #4 von chris
  • "Aids kriegt man nicht, das holt man sich" ?!?

    Was ist an dieser Aussage falsch. Es ist doch genauso! Der User in #2 schreibt es vielleicht ein bißchen direkt - aber eigentlich hat er Recht. Wer sich nachts auf dunkle Parkplätze begiebt, muss nun auch mit Gefahren rechnen. Es laufen halt nicht nur gleichgesinnte Schwule auf Sexsuche durch die Gegend. Einen Mord rechtfertigen kann und will hier mit Sicherheit niemand - das möchte ich ganz klar sagen. Aber es ist nun mal so - wir leben im Jahr 2010, da freut sich nicht jeder über Männer, die sich im Gebüsch vergnügen. Das sollte jedem klar sein. Was mich wundert, daß in beiden Fällen keiner etwas mitbekommen hat. Als wäre man im Cruisingbereich der A5 alleine unterwegs?!? Das kann ich nicht ganz verstehen. So nen Schuss hört man doch?! (Höchstens mit Schalldämpfer?!)

    Nochmal auf den ersten Satz zu kommen. Auch das Barege***** birgt doch eine Gefahr, die wohl jeder selber kalkulieren kann und soll. Kann solche "ich-rede-das-mal-schön"-Kommentare nicht nachvollziehen.

    PS: Auf alle Fälle schrecklich die beiden Fälle!!!
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#6 anonymusAnonym
  • 16.07.2010, 15:29h
  • Könnte auch sein daß es einer ist der sich mit HIV oder ´ner anderen Krankheit infiziert hat und sich so "rächen" will ...
    oder ein radikaler Gläubiger ...
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#7 TimmometerProfil
  • 16.07.2010, 15:53hNordeifel
  • > Was mich wundert, daß in beiden Fällen keiner etwas mitbekommen hat. Als wäre man im Cruisingbereich der A5 alleine unterwegs?!? Das kann ich nicht ganz verstehen. So nen Schuss hört man doch?! (Höchstens mit Schalldämpfer?!)

    1. Sind viele, die cruisen gar nicht geoutet und trauen sich alleine schon deshalb nicht, eine Aussage zu machen und

    2. laufen Menschen leider in Gefahrensituationen einfach nur weg und sind auch hinterher zu keinen Aussagen bereit.

    Leider ist das so.
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#8 daveAnonym
  • 16.07.2010, 16:15h
  • Antwort auf #4 von chris
  • Ungefährlich ist es nicht, deshalb habe ich auch absolutes Unverständnis für sowas. Es gibt genug Verrückte die eine Gelegenheit suchen jemandem etwas anzutun.
    Bei jungen Männern kommt dazu, das sie von älteren vergewaltigt werden können wenn sie alleine unterwegs sind!
    Man sollte nicht zu gutgläubig sein.
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#9 eMANcipation*Anonym
  • 16.07.2010, 16:15h
  • Antwort auf #2 von vingtans
  • Bist du eigentlich noch zu retten?

    Derselben perversen "Logik" folgt aber leider auch die deutsche Politik, die es weiterhin nicht für nötig hält, Hassverbrechen ALS SOLCHE zu erfassen und besonders drakonisch zu bestrafen.

    Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass selbst die rohe, körperliche Gewalt gegen Schwule und Lesben in der Kriminalstatistik gar nicht erst als solche erscheint und gezielt unsichtbar bleibt.

    Für die ganz alltägliche, verbale, psychische und strukturelle Gewalt, die der rohen körperlichen den Weg bereitet, gilt das sowieso.

    Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen, wenn man sieht, wie auch "homofreundliche" Politiker weiterhin NICHT dafür sorgen, dass homophobe Sprache, homophobes Mobbing gerade im Erziehungs- und Bildungswesen in jedem einzelnen Fall erfasst und über die aktive Bearbeitung Rechenschaft abgelegt werden muss!

    Wer solche Instrumente, wie sie in anderen Ländern bereits seit Jahren diskutiert und inzwischen auch implementiert werden, ganz gezielt NICHT einsetzt, ist wesentlich mitverantwortlich für Verbrechen wie das im obigen Artikel zitierte.

    Wie viele Schwule müssen noch krankgemacht, in Depressionen oder bis hin zum Selbstmord getrieben oder eben Opfer der zunehmenden rohen Gewalt werden, bis dem Kampf gegen rassistische, homophobe und allgemein xenophobe Gewalt im Alltag und insbesondere in den Kindergärten und Schulen endlich oberste Priorität eingeräumt wird?

    Und zwar mit einklagbaren, institutionalisierten Schutz- und Aufklärungsmechanismen, nicht mit den üblichen hohlen Phrasen! So sind zum Beispiel Handbücher zum "Umgang mit Vielfalt" gut, aber nur dann, wenn die Verantwortungsträger auch zu deren Anwendung verpflichtet und dafür die entsprechenden Strukturen geschaffen werden!
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#10 eMANcipation*Anonym
  • 16.07.2010, 16:27h
  • Antwort auf #4 von chris
  • Ich weiß auch nicht, wie unmenschlich und hasserfüllt jemand sein muss, der angesichts eines solch schrecklichen Verbrechens derartigen Müll ausstößt. Da fühlt man sich an die üblichen Moral- und Hassprediger erinnert, die bestimmt auch jedes Mal Beifall klatschen, wenn sich irgendein sündiger Mensch eine tödliche Krankheit "eingefangen" hat oder tödlich verunglückt oder einem Verbrechen zum Opfer fällt. Ich fühle mich zutiefst angewidert und hoffe sehr, dass wir solchen Menschen verachtenden Einstellungen in unserer Community keinen Millimeter^3 Raum gewähren!
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