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Preisübergabe beim CSD in Frankfurt: Moderator Mathias Münch, Preisträger Michael Lohse und Jurymitglied Arnd Riekmann (v.l.) (Bild: Monika Müller/BLSJ)

Der bekannte Moderator Roger Willemsen ist zusammen mit Günter Frorath und Michael Lohse für die gemeinsame Radio-Collage "Er sucht ihn - Männerliebe literarisch" mit dem Felix-Rexhausen-Preis 2010 ausgezeichnet worden. Der mit 500 Euro dotierte Preis wurde am Sonntag auf dem Frankfurter CSD vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) übergeben.

Die Collage, im Februar auf WDR 5 gesendet, sei ebenso "unterhaltsam wie lehrreich", lobte Jurymitglied Arnd Riekmann. "Trotz ihrer klassischen Machart sind diese zwei Stunden Radio vor allem eines: originell." Willemsen baue "seine intelligent-witzige Moderation mit aktuellen und teils höchst politischen Bezügen zu einem eigenständigen journalistischen Beitrag aus", würdigte die Jury. Das Fundament dafür liefere der weite Bogen literarischer Stücke ebenso wie die "kongenial eingepassten Musikstücke", von Tschaikowsky über Hildegard Knef bis hin zu Rufus Wainwright.

Audio / MP3 | Ausschnitt der Sendung "Er sucht ihn - Männerliebe literarisch"

Mit einem undotierten Sonderpreis wurde Sarah Stricker für ihren Artikel "Die wollen mich fertigmachen" ausgezeichnet, in dem es um Transsexuelle in Männergefängnissen geht (FAS, 30.8.2009). Der Journalist Stefan Niggemeier (u.a. Bildblog, FAS) wurde für einen privaten Blogeintrag gelobt, in dem er einen von der "Welt" republizierten Meinungsbeitrag von Philipp Gut über den "Kult der Schwulen" auseinanderiss. Die Jury lobte erneut die beiden anderen Nominierungen: Cornelia Laufer für die Print-Reportage "Zufrieden im Frauenverein" (Neue Osnabrücker Zeitung) sowie Dorothee Hackenberg, Boris Kullick, Frauke Oppenberg, Steffen Seibel und Holger Wicht für die rbb-Radiosendung zum CSD Berlin 2009 (Ausschnitt als mp3).

Felix Rexhausen (1932-1992), der Namenspatron des Preises, war gemeinsam mit Gerd Ruge und Carola Stern Mitbegründer der deutschen Sektion von Amnesty International und arbeitete für den Rundfunk sowie für Zeitungen und Zeitschriften. Rexhausen war noch zu Zeiten des alten Paragrafen 175 ein engagierter Journalist, der die Lebensumstände schwuler Männer eindringlich, aber auch ironisch und selbstkritisch thematisierte. Der nach ihm benannte Preis wird seit 1998 jährlich vergeben, schwul-lesbische Redaktionen selbst wurden bisher nur einmal berücksichtigt: 2001 wurde die inzwischen eingestellte "Gigi" mit einem Sonderpreis gewürdigt. (pm/nb)



12 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.07.2010, 19:47h
  • Herr Willemsen, die Lichtgestalt der deutschen Intellektuellenszene, hat sich den Preis verdient! Herzlichen Glückwunsch!
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#2 gatopardo
  • 19.07.2010, 19:49h
  • In der Diaspora lebend, war mir Willemsen bereits als besonders originell aufgefallen, als wir hier die ersten Parabolantennen auf die Dächer setzten.
    Er kommt ohne pseudo-intellektuellen Sprachgebrauch aus und ist vielleicht gerade deshalb ein Genie unter vielen anderen. Mangels Zugriff auf einschlägige Programmzeitschriften hier in der touristenarmen iberischen Zentralwüste hab´ich nun seine WDR-Moderation verpasst.Das ist umso bedauernswerter, als ich mit Carola Sterns Biografien über Massary , Hoppe und Gründgens wahre Liebschaften geschlossen hatte.
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#3 LukasAnonym
  • 19.07.2010, 21:05h
  • du meine güte, die sendung verdient wirklich nicht mehr als 500 Euro, gähn.

    von wegen nicht pseudointellektuell....
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#5 gatopardo
  • 20.07.2010, 11:59h
  • Antwort auf #4 von Opferin
  • Nun ja, natürlich hat Willemsen mit der Einschätzung einer Nichtigkeit wie der Klum recht, aber es würde mir persönlich widerstreben, Kollegen ähnlicher "Branchen" anzugreifen, denn für alles muss es doch ein Publikum geben ?
    Kann mir aber die Anmerkung nicht verkneifen, dass diese Frau schon in ihrer beleidigten Reaktion nicht sehr anspruchsvoll oder gar witzig-intelligent kontert, wie sie es ja auch bei Lagerfeld nicht in der Lage war. Das ist es, was Moderatoren wie Willemsen
    auszeichnet, dass sie z.B. schon ohne die überflüssigen, aber heute leider gängigen Füllwörter wie "halt-echt-super-okay-" auskommen.
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#6 dantonAnonym
  • 20.07.2010, 13:18h
  • Ich bin entschieden der Ansicht, dass schwule oder lesbische Journalist(innen) keinen Menschen auszeichnen sollte, der sich einer derart menschenverachtenden Sprache bedient, egal gegen wen. Abgesehen davon ist dieser Text geprägt von einer intellektuellen Dünkelhaftigkeit, die den Autor als überaus eitlen Menschen entlarvt. Aber das ist ja bei Willemsen nichts neues.
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#7 MarkAnonym
  • 20.07.2010, 13:30h
  • ich finde auch, dass Willemsen eine eitle TV-Nu*** ist, und er seine infantile wut auf andere als intellektualität hochstilisiert.
    bäh spätestens als er sagt, wenn es nur nich so frauenfeindlich wär, muss ich brechen, denn es ist halt einfach nur menschenfeindlich..
    wake up
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#8 gatopardo
  • 20.07.2010, 14:56h
  • Die vielen negtiven Urteile über Willemsen sollten mich veranlassen, bei einer seiner nächsten Moderationen gut aufzupassen, ob er eitler ist als wir selber. Denn Eitelkeit ist nun mal sehr menschlich und auf die eine oder andere Weise sehen und hören wir uns selber doch gern in übertriebenem positivem Licht, wenn wir damit glänzen können, was wir einwandfrei beherrschen.
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#9 konnässörAnonym
#10 gatopardo
  • 20.07.2010, 16:11h
  • Antwort auf #9 von konnässör
  • Natürlich sind Wir auch in Geschichte bewandert:
    Hat Er mit Katte dem Flötenspiel jedient, oder hat Er nich aufjepasst, als Robespierre Ihm als @danton die Rübe guillotinierte ?
    Schreib´mir mal privat, damit ick det vasteh...!
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