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Auch Zombies sind modebewusst...

Die australische Zensurbehörde hat die Aufführung des Bruce-LaBruce-Films "L.A. Zombie" bei einem internationalen Filmfestival in Melbourne verboten.

Nach Angaben des Film Classification Board würde der schwule Zombiefilm keine Freigabe im Kino erhalten und dürfe demnach auch bei Filmfestivals nicht gezeigt werden. Die Zensoren störten sich offenbar an schwulen Sexszenen in der für weniger als 100.000 Euro gedrehten deutsch-amerikanisch-französichen Koproduktion. Wer sich über dieses Verbot hinwegsetzt, riskiert eine Geldstrafe in Höhe von 275.000 Dollar (190.000 Euro) sowie bis zu zehn Jahre Gefängnis.

L.A. Zombie ist die Fortsetzung des in Berlin angesiedelten Films "Otto; Or, Up With Dead People" aus dem Jahr 2008. Der erste Teil erhielt in Australien (wie auch in Deutschland) eine Altersfreigabe ab 18 Jahren.

Youtube | Trailer

Nur schlaffe Schwänze und eine Gummi-Gurke

Regisseur Bruce LaBruce ist über das jetzt ausgesprochene Verbot verwundert, da er extra eine Softcore-Version angefertigt hat: "Der Film enthält einige Einstellungen mit schlaffen Penisen", erklärte der 46-Jährige. "Der einzige erigierte Schwanz gehört dem französichen Pornostar François Sagat, dabei handelt es sich aber offensichtlich um eine Prothese, die wie eine große Gummi-Gurke aussieht. Es gibt also keine pornografischen Inhalte, wenn man bedenkt, dass der Penis 'gefälscht' ist". Der erste Teil der Filmreihe sei weit gewagter gewesen: "Da gibt es eine Szene, in der ein Zombie die Wunde eines anderen mit seinem Penis penetriert", erklärte LaBruce. Außerdem ist bei "Otto" Sex mit Toten angedeutet worden. "Es ist daher komisch, dass der neue Film eine solche Kontroverse entfacht".

LaBruce erklärte, er werde gegen das Verbot Einspruch erheben. Selbst wenn es aufrecht erhalten werden sollte, könnte der Film noch auf DVD erscheinen. Er müsste dann aber die Altersfreigabe "X" beantragen, die für pornografische Werke reserviert ist und nur eingeschränkt verkauft werden darf.

Probleme mit den australischen Zensoren hatte LaBruce schon in der Vergangenheit: So musste er Szenen aus seinen Film "Hustler White" herausschneiden, um eine Altersfreigabe zu erhalten. Das Melbourne International Film Festival hatte zuletzt vor sieben Jahren ein staatliches Aufführungsverbot erhalten, damals für das Coming-of-Age-Drama "Ken Park".

Die internationale Premiere von "L.A. Zombie" wird jetzt am 5. August beim Filmfestival im schweizerischen Locarno stattfinden. (dk)



#1 vingtans
  • 22.07.2010, 14:24h
  • naja das ist ja eher schlecht von queer recherchiert..ich hab den ersten teil damls mit nem freund gesehen und war doch leicht geschockt und angeeklt..

    der film stellt tote menschnen,blutüberströmt als kunst hin und es geht die ganze zeit über das attraktivste morden...

    achja und sexszenen..ich glaube nicht das australien den film deswegen zensiert hat,sondern ganz einfach weil dieser herr zombie auch mal sex mit toten männlichen leichen hat...

    und ob man nekrophilen sex zeigen sollte,möge er nun zwischen zwei männern sein,sei echtmal zu diskutieren oder..?Antworten » | Direktlink »
#2 ToleranterAnonym
  • 22.07.2010, 14:37h
  • Antwort auf #1 von vingtans
  • Das finde ich jetzt echt nicht in Ordnung das du nekrophil veranlagte Menschen diskriminierst!

    Die haben doch sonst nur ihre Wixfantasien, da lass ihnen doch mal das kleine bischen visuellen Spass!
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#3 dummfugAnonym
  • 22.07.2010, 15:15h
  • Eigentlich bin ich ja keine Mimose, aber ich finde den Trailer schon ekelerregend, wie mag da der Film sein?

    Man muss nicht alles zeigen, aber die Grenzen sind fließend, und jeder empfindet sie anders. Eine dauernde Berieselung, ganz gleich ob mit politischen oder aber mit homophoben Parolen zeigt Wirkung – das wissen wir! Angst vor Spinnen begegnet man ja auch mit einer Desensibilisierung, bei Allergien macht man das ganz bewusst auch so.

    Darum sind Songtexte von Sizzla auch keine Kunst und auch keine Unterhaltung; und dem muss man begegnen. Extreme Brutalität und (angedeuteter) Sex mit Toten überschreitet meine Hemmschwelle auch. Und das ein Film nicht zensiert, der Nachfolgefilm aber dann reglementiert wird, nun, wie soll ich es ausdrücken: Das Argument zog auch schon damals zu meiner Jugend nicht: Wenn der Nachbarjunge mit 12 kiffen und saufen durfte, fand ich im Nachhinein die Entscheidung meiner Eltern trotzdem richtig. Daran ändert auch nichts, das die Eltern im Nachbarhaus doch viel "intelligenter" und reicher waren.
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#4 maaaartinAnonym
#5 XDAAnonym
#6 kokAnonym
  • 22.07.2010, 23:46h
  • Warum muss so ein Film verboten werden? Gibt es Lebende, die sowas sehen wollen? Ich kann nur hoffen, dass da ausnahmsweise mal keine deutschen Fördergelder für verballert wurden ...
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#7 MichaelAS
  • 22.07.2010, 23:50h
  • ach herje, wenn das eklig sein soll dann hat hier noch keiner die unzensierte version von james ryxan gesehen.

    oder um noch ein paar zu nennen:

    28days later
    28weeks later
    american gangster
    crank
    shindlers list
    u.a.

    ansonsten sollte man schon etwas abkönnen, wenn man egoshooter spielt (kauf ich mir nur noch in NL, da gibts die US-Versionen..)
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 twylyteAnonym
  • 23.07.2010, 10:23h
  • Der Trailer ist echt ekelhaft. Da reißt das Schwule an dem Film aber auch nichts raus. So manchen Trash-Film kann man ja noch als Persiflage betrachten, aber dieses Machwerk ist bei mir durchgefallen.
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#10 stromboliProfil
  • 23.07.2010, 12:09hberlin
  • also wenn er so banal ist wie otto... , dann lohnt sich das hinschauen nicht.
    seit "the raspberry reich" schlafen einem die füsse ein beim anschauen von LaBruce seinen filmen...
    weniger nach der reputation der filmfestivals schielend wäre mehr !
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