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Eva Jähningen (Grüne)

Nach den Drohungen des Chemnitzer CDU-Politikers Kai Hähner bekräftigen die sächsischen Grünen, dass gleichgeschlechtliche Lebensweisen bereits für Kinder im Vorschulalter ein Thema sein sollten - nur die NPD steht hinter Hähner.

Hähner hatte in einer E-Mail an die Leipziger CSD-Organisatoren Schwule und Lesben aufgefordert, ihre "Abnormalität" nicht öffentlich zu zeigen (queer.de berichtete). Er äußerte die Befürchtung, dass Schwule und Lesben Kinder zur Homosexualität bekehren könnten und drohte mit Strafanzeigen.

Eva Jähnigen, antidiskriminierungspolitische Sprecherin der sächsischen Grünen-Fraktion, erklärte am Sonntag in Dresden, die "Entgleisung" Hähners mache deutlich, dass auch bei der Erwachsenenbildung viel zu tun sei. Aber gerade Kinder müssten für das Thema sensibilisiert werden: "Selbstverständlich gehört Aufklärung über homosexuelles Leben in alle Kitas und Schulen. Das Engagement der Betroffenen dazu ist wichtig und muss staatlich gefördert werden", forderte Jähnigen. Sie wies dabei auf die steigende Anzahl von Kindern und Jugendlichen hin, die von schwulen oder lesbischen Elternpaaren erzogen werden.

NPD gegen "Verhätschelung von Randgruppen"


Kai Hähner (CDU)

Politiker aller großen demokratischen Parteien hatten Hähner für seine Aussagen kritisiert (queer.de berichtete). Zustimmung erhielt der Lokalpolitiker lediglich von der NPD, die im sächsischen Landesparlament vertreten ist. "Bravo, Herr Hähner: Schluss mit dem Schwulen- und Lesbenkult", forderte die Organisation auf ihrer Website. Die Chemnitzer NPD-Stadträtin Katrin Köhler kritisierte, dass die gesamte Union - mit Ausnahme von Hähner - inzwischen zu homofreundlich geworden sei: "Ich lehne die Verhätschelung von Randgruppen, wie sie in dem ganzen Homo-Hokuspokus zum Ausdruck kommt, entschieden ab", erklärte die 49-Jährige. "Deshalb ist es eine Schande, dass auch in Sachsen eine vorgeblich konservative CDU widerlichen Selbstinszenierungsveranstaltungen wie dem Christopher Street Day ihren Segen gibt". (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FloAnonym
  • 26.07.2010, 13:18h
  • Es ist sehr sinnvoll, wenn bereits Kinder Toleranz und Respekt vor allen Menschen (egal welche Hautfarbe, sexuelle Ausrichtung, etc.) beigebracht bekommen.

    Toleranz ist auch für den späteren Bildungserfolg immens wichtig! Und damit auch für die ganze Volkswirtschaft.

    Es gibt genug Beispiele, wie sinnvoll das ist und wie das den Kindern im ganzen Leben hilft und die Gesellschaft verbessert.

    Solche Leute wie Herr Hähner nehmen zwar gerne die Nachteile in Kauf, wenn sie dafür ihren Hass verbeiten können, aber das macht möglichst frühe tolerante offene Erziehung nur noch wichtiger.

    PS:
    Es sollte die CDU sehr skeptisch stimmen, dass sie Beifall von der NPD bekommt. Aber das ist ja nicht das erste mal und geändert hat es die Union leider nicht.
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#3 minkAnonym
  • 26.07.2010, 13:19h

  • Man kann ja Robbie, Tobbie und das Fliewatüt mal wieder zeigen. Für mich die erste Jungen/JungenFreundschaft, die über alle Schwierigkeiten hinweg hielt.
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#4 goddamn. liberalAnonym
#5 chrisProfil
  • 26.07.2010, 13:53hDortmund
  • Auja, ich möchte sehen, dass die Grünen das durchbekommen. Wir erinnern uns: Der Artikel der Welt-Online über die Erweiterung des Schulunterrichts um Informationen zum Thema Homosexualität wurde von den Usern dort ja auch so unglaublich toll aufgenommen. Ich freue mich schon auf die verbalen Schlägereien mit den Heten, sollten die Grünen das echt versuchen.
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 26.07.2010, 14:17h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • "Warum nicht?"

    ist hier eine völlig unpassende Fragestellung bzw. Reaktion!

    Wenn homosexuelle Jugendliche in Folge von verbaler, psychischer und teilweise roher körperlicher Gewalt, einer allgegenwärtigen und "ganz alltäglichen" homophoben Sprache, einem viermal höheren Selbstmordrisiko ausgesetzt sind - was zahlreiche empirische Studien ebenso erschreckend wie eindeutig belegen - dann lautet die richtige Frage:

    Wie verantwortungslos und fahrlässig gegenüber diesen jungen Menschen und überhaupt in Hinblick auf ein respektvolles, gewaltfreies Zusammenleben müssen Politik und Gesellschaft eigentlich sein, wenn sie nicht endlich aktiv werden?

    Wenn homophober Müll ebenso wie anderes rassistisches Gedankengut erst gar nicht in die Köpfe junger Menschen hineinkommt, dann ist das gut und dringend notwendig für sie selbst, für ihre (gewalt)freie und selbstbestimmte Entwicklung ebenso wie für die Gesellschaft insgesamt!

    Und es ist zugleich der beste Schutz vor allen Formen des Missbrauchs im Sexuellen: ein soziales Umfeld, in dem für alle von Anfang an deutlich und erfahrbar wird, dass jeder Mensch SEINE eigene Sexualität hat, die von allen anderen respektiert wird und in die niemand gewalttätig eingreifen darf!

    Damit die geforderte Aufklärung tatsächlich stattfinden kann, brauchen wir als SOFORTMASSNAHME neben einem Mainstreaming in den Lehrplänen unbedingt wie beispielsweise in Großbritannien explizite, rechtliche Vorgaben, die alle ErzieherInnen, LehrerInnen und SchulleiterInnen dazu verpflichtet, jeden einzelnen Fall der homophoben (ebenso wie allgemein rassistischen) Sprache / Diskriminierung zu registrieren - nur so ist eine wirkungsvolle Erfassung der Problematik und eine Analyse der Entwicklung möglich - UND über dessen aktive Bearbeitung Rechenschaft abzulegen.

    Hierzu bedarf es entsprechender Anleitungen und obligatorischer Fortbildungsmaßnahmen, für deren Umsetzung vor allem die Kita-LeiterInnen und SchulleiterInnen in ihren Einrichtungen bzw. Schulen in die Pflicht genommen werden müssen.

    Dass hierbei auch die generellen strukturellen Veränderungen im Erziehungs- und Bildungswesen von entscheidender Bedeutung sind - also kein deutscher Sonderweg der sozialen und abstammungsbedingten Aussortierung mehr, der gar nicht gewalttätiger gegenüber den betroffenen jungen Menschen sein könnte - liegt auf der Hand.

    Nur auf diese Weise kommen wir weg von weitgehend wirkungslosen Apellen und einer (Un-) Kultur des Wegsehens - hin zu einklagbarem Schutz vor Gewalt und Diskriminierung gerade im Erziehungs- und Bildungswesen und einem sozialen Miteinander, in dem krankmachende, menschenfeindliche Einstellungen sich erst gar nicht in den Köpfen junger Menschen festsetzen.

    Also, ihr erklärten oder weniger erklärten "gay-friendly" Politiker da draußen - lasst den Reden auch Taten folgen!

    www.guardian.co.uk/education/2010/jan/21/film-schools-homoph
    obic-bullying


    stupendousness.queersighted.com/2009/12/14/schools-must-reco
    rd-homophobic-bullying/
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#7 eMANcipation*Anonym
  • 26.07.2010, 14:28h
  • Antwort auf #5 von chris
  • Hier geht es nicht um "homo versus hetero".

    Nicht wenige heterosexuelle Kinder und Jugendliche sind ebenso Opfer von krankmachender, verbaler und psychischer Gewalt im Erziehungs- und Bildungswesen - sei es wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Abstammung, ihrer sozialen Herkunft oder wegen einer Behinderung.

    Es geht darum, alle Formen des Rassismus gemeinsam zu ächten, und zwar BEVOR sich entsprechende Einstellungen überhaupt in den Köpfen festsetzen können.

    Die Gesundheit und Freiheit aller jungen Menschen steht auf dem Spiel!
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#8 VORFELDAnonym
  • 26.07.2010, 14:40h
  • Zu geeigneten Anlässen gibt es von mir schon seit ca. zwei Jahrzehnten dieses Buch als Geschenk. Am liebsten dann, wenn ich das Gefühl habe, dass es eine 'milde' Zumutung darstellt.*

    "Das Buch macht aus dem sexuellen Leben kein Geheimnis und integriert es in den kindlichen Alltag. Anhand der Freundschaft von Lisa und Jan werden auch Geschlechtsrollenproblematik, die Lust am eigenen Körper, lästige und liebe Geschwister, Streit mit Eltern, Grenzen setzten, Ja und Nein sagen, thematisiert. Ein umfassendes Begleitheft - als Elterninformation dem Buch beigelegt - kommentiert einzelne Kapitel und Themen, versucht Ängste und Vorurteile in der Sexualerziehung abzubauen. Einzelne Abbildungen und Textstellen - in ihrer Deutlichkeit für Kinderbücher eher unüblich - werden vielleicht manche Eltern dem Buch mit Skepsis gegenübertreten lassen. Trotzdem bzw. deswegen ein sehr empfehlenswertes Aufklärungsbuch, auch wegen seiner Alltagsnähe und Lebendigkeit."

    www.uni-protokolle.de/buecher/isbn/3407831110/

    Im Bereich 'Das mag ich, das mag ich nicht' wird Zärtlichkeit im Umfeld bestärkt, aber auch die Abgrenzung von ungewollter Nähe, auch im familiären Bereich (Einstieg: Zwangsknutschen !).

    * schönesBeispiel dafür:

    www.ciao.de/Lisa_und_Jan_Ein_Aufklarungsbuch_fur_Kinder_und_
    ihre_Eltern_Herrath_Frank_Sielert_Uwe__Test_1811517
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#9 anonymusAnonym
  • 26.07.2010, 14:52h
  • Im Prinzip nicht schlecht, aber (prust, räusper ...)
    Setzt diesen Vorschlag mal bei Kreuz.net rein , ich glaub da kriegen ´n paar von den Postern dort Fingerrheuma ....
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#10 chrisProfil
  • 26.07.2010, 16:12hDortmund
  • Antwort auf #7 von eMANcipation*
  • Ich frage mich ernsthaft, wie du auf die Idee kommst, ich hätte den Artikel in seiner Ganzheit nicht verstanden. Eigentlich sollte dir nach all der Zeit aufgefallen sein, dass ich nicht einfach und immer grundlos nutzlosen Senf dazu gebe.

    Aber um auf deinen Kommentar einzugehen. Hier geht es tatsächlich nicht um "Homo vs. Hetero" sondern es wird wieder in "Hetero vs. Homo" enden. Weil immer noch ein großer Teil der Leute uns lieber totschweigt, als den eigenen Kindern Toleranz und Vielfalt zu lehren. Die haben doch alle Angst, dass aus ihren Kindern schnell Schwule und Lesben werden wenn es ihnen für "normal" verkauft wird.

    Da wir schon bei dem Artikel der Welt Online gesehen haben, wie grausam die deutsche Durchschnittshete auf einen einfachen und völlig schmerzlosen Änderungsvorschlag im Bildungswesen reagiert hat, kann man sich wohl ausmahlen, was die verbal mit uns anstellen, wenn wir nun versuchen, mit diesem Thema an unsere Jüngsten ranzutreten.

    Ich fände es gut wenn der Vorschlag der Grünen umgesetzt werden würde. Aber der Wiederstand dürfte enorm sein.
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