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"Panorama"-Titelseite

Das Nachrichtenmagazin "Panorama" hat über das schwule Doppelleben von katholischen Priestern berichtet - und dabei pikante Fotos veröffentlicht. Unter anderem zeigten sie einen französischen Priester zwischen 30 und 40, der auf einer Party in Rom mit zwei Callboys feierte, am nächsten Morgen einen Gottesdienst für sie abhielt und anschließend zum Flughafen brachte.

Ein anderer Priester soll sein Pfarrersgewand getragen haben, während er Sex mit einem Schwulen hatte, der für "Panorama" arbeitete und den Vorgang mit einer versteckten Kamera aufzeichnete. Einer der gefilmten Priester erklärte, dass in Rom "98 Prozent" aller katholischen Geistlichen schwul seien.

Die Diözese in Rom verurteilte die Berichterstattung des Nachrichtenmagazins, das zum Medien-Imperium von Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehört. "Mit dieser Skandalberichterstattung sollen alle Priester verhöhnt werden", erklärte die Kirchenleitung. Homosexualität sei aber kein Kavaliersdelikt unter Pfarrern: Man werde "mit Nachdruck jedes Verhalten ahnden, das eines Priesters unwürdig ist". Die Diözese forderte alle schwulen Priester auf, sich zu bekennen - und damit ihren Job zu verlieren: "Wir wünschen ihnen nichts Böses, aber wir können nicht akzeptieren, dass die Ehre aller Priester wegen des Verhaltens einiger in den Schmutz gezogen wird."

Youtube | Von "Panorama" veröffentlichtes Video, das Priester beim Feiern zeigt.

Der frühere Abgeordnete und Homo-Aktivist Franco Grillini glaubt jedoch nicht, dass es die Kirche mit dieser Aufforderung ernst meint: "Wenn alle Schwulen die katholische Kirche auf einmal verlassen würden - was ich sehr begrüßen würde - könnten sie ihren Laden nicht mehr am Laufen halten."

Im vergangenen Jahr hatte eine von Berlusconi dominierte Zeitung bereits einen hochrangigen Katholiken beschuldigt, homosexuell zu sein (queer.de berichtete). Damals interpretierten Beobachter die Berichterstattung als Racheakt gegen den Vatikan, der die Flüchtlingspolitik und das ausschweifende Privatleben Berlusconis kritisiert hatte. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

33 Kommentare

#1 LalunaAnonym
  • 26.07.2010, 15:15h
  • Ich finde es ist doch egal ob man Homosexuell ist oder nicht .. und man sollte auch nicht auf was verzichten weil es der Glaube verbietet ..

    Man sollte so leben wie man es für richtig hält ..

    und selbst wenn sich die ganzen schwulen Priester outen .. was ist so schlimm dran ..
    wenn ich noch zur Kirche gehen würde , wäre es mir egal ob der Prister schwul oder Hetero wäre .. oder ob er verheiratet ist ... oder ob der Prister eine Frau ist ..

    Ich glaub die Kirche sollte sich endlich mal etwas lockern
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#2 dummfugAnonym
  • 26.07.2010, 15:24h
  • Und was ist daran nun neu? Ach stimmt! Die Katholen wussten es ja noch nicht! Aber für den Rest der Welt dürfte das doch nichts Neues sein, oder? Und genau genommen für 95 Prozent der Katholiken auch. Lediglich Papa Ratzi wusste das noch nicht... sagt er. War er jetzt auch auf dem Video?

    Und eine Messe für schwule Katholiken zu zelebrieren geht eben in Italien anscheinend nur in aller Heimlichkeit.
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#4 maxAnonym
  • 26.07.2010, 15:34h
  • Antwort auf #1 von Laluna
  • Du scheinst nicht zu kapieren worum es geht.
    Es ist eine heuchlerische Doppelmoral heimlich schwul zu leben und gleichzeitig dieser verlogenen Kirche anzugehören und mit dem Priesteramt noch Werbung für diesen Verein zu betreiben
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#5 CarstenFfm
  • 26.07.2010, 15:36h
  • Tja, ich überleg auch was ich davon halten soll.
    Journalisten schnüffeln im Privatleben von Priestern und stellen sie öffentlich bloß.

    Der Kirche mit Ihrer verlognenen Einstellung zur Homosexualität gönnt man den Skandal und hofft das er Veränderungen bewirkt, oder zumindest eine weitere Abkehr von der Kirche.
    Wenn Italien doch mal die Homo-Ehe einführt, dürfte das zu erwartende Gegeifer der Kirche dann nur lächerlich wirken.
    Aber Berlusconi wird das wohl nicht wollen.... obwohl, wer weiß, es war ja eine seiner Zeitungen war, die den Skandal angezettelt hat.

    Aber den betroffenen Priestern gönnt man es nicht. Für sie ist es persönlich bitter, sie verlieren wahrscheinlich ihren Job, obwohl sie im scheinheiligen System Kirche ehr unbedeutende Randfiguren sind. Wahrscheinlich sind die nicht mal, wie ihre Oberhirten, öffetlich homophob aufgetreten, sondern haben versucht, sich als Schrankschwestern irgendwie zu arranagieren und werden nun Opfer so einer Schmuddelkampagne.
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#6 HarryAnonym
  • 26.07.2010, 15:42h
  • *lach* ...und das soll neu sein? Das kann nur für für die Kirche neu sein das ihre Priester jetzt entlarvt wurden und sie nix mehr zum hetzen haben, aber ansonsten ist dies keine Neuigkeit mehr. Das auch Priester sexuelle Bedürnisse haben wie jeder andere Bürger auch ist ja hinlänglich bekannt von daher ist das nicht einmal einen Artikel wert außer man will ein Sommerloch füllen.
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#7 CarstenFfm
  • 26.07.2010, 15:44h
  • Der größte und älteste Schwulenverein der Welt kriegt jedenfalls Probleme.

    Da gabs doch gerde in Frühjahr den Skandal mit dem Vatikanischen Chorsänger der Escorts, teilweise Priesterseminaristen, vermittelte und dem "Edelmann sener Heiligkeit", der es sich von einen "komplett aktiven 2-Meter Mann" besorgen ließ.


    Queer.de berichtete:

    www.queer.de/detail.php?article_id=11852
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#8 ChekkerAnonym
  • 26.07.2010, 15:57h
  • 98 % Prozent der katholischen Priester sollen schwul sein?
    Also nur 2% Pädophile? Glaub ich nicht
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#9 Inse GuimentoAnonym
  • 26.07.2010, 16:28h
  • Mit kaltem Abstand gehört zur Erzählung aber auch, dass der katholische Glauben für Rechtspopulisten durchaus auch Hemmnisse auf dem Weg zu nationalen, rassischen oder ökonomischen Rausch- und Raubzuständen in sich bergen kann.

    Bei der Jagd von Ohmächtigen ist es für Menschenfresser schon hilfreich, wenn die Kirche weiß was kommt, wenn sie zum Schinden Stellung beziehen will.
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#10 Timm JohannesAnonym
  • 26.07.2010, 16:59h
  • Die Mehrheit ("nicht alle !") der katholischen Priester der Vergangenheit und Gegenwart waren/sind homosexuell veranlagt. Ursache hierfür ist das Pflichtzölibat, die hohe Attraktivität des Amtes in vergangenen Jahrhunderten und der gesellschaftliche Schutz, das Nachbarn/Eltern nicht mehr "nachfragten", warum denn keine Frau geehelicht und Kinder gezeugt wurden.

    Mit der sexuellen Revolution und der Abschaffung der Strafbarkeit von Homosexualität ab der zweiten Hälfte des 20. Jhd. hat sich das Leben homosexueller Menschen grundlegend in Europa/Amerika/Australien verändert ("nicht in Drittweltstaaten in Afrika und Asien, wo die Strafbarkeit immer noch besteht").

    Homosexuelle Studenten ("nicht alle") erkennen und begreifen eher/einfacher ihe sexuelle Orientierung und schaffen ihr eigenes Coming Out. Sie wollen lieber eine Partnerschaft, als versteckt durch das Leben allein zu ziehen. Dies führt als wesentlicher Mitgrund zu einer Abnahme der katholischen Priesteranwärter seit Ende des 20. Jhd. und zu einem Priestermangel und die Entstehung von Seelsorgeeinheiten. Die Vatikanleitung weiß darum und verschärft seit Jahrzehnten die Rhetorik beim Thema Homosexualität, um diesen Prozess in der Gesellschaft aufzuhalten.

    Gleichwohl finden sich gerade in Drittweltstaaten immer noch genügend schwule Studenten, die die finanzielle Versorgung, Absicherung und Bezahlung als katholischer Priester lockt.

    Dieses System in der katholischen Kirche kann nur sich ändern, wenn das Pflichtzölibat im katholischen Klerus aufgehoben wird und es den Priestern freigestellt ist, ob sie verheiratet, in einer Partnerschaft leben oder Single sind.

    Solange das Zölibat im Klerus aber im 21. Jhd als Pflichtvoraussetzung erhalten bleibt, wird der Priestermangel sich in Europa/Australien/Nordamerika ("nicht in Drittweltstaaten") sich bei den Katholiken fortsetzen.

    Und immer wieder dürften einige katholische, schwule Priester mit ihrem Doppellleben "auffliegen", da sie in Journalisten"fallen" laufen oder eventuell sogar erpresst werden .
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