Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12508

Demo der Pius-Brüder beim CSD Stuttgart (2008)

Die katholische Pius-Bruderschaft ruft für Samstag "Katholiken, und überhaupt alle Christen" auf, anlässlich des CSDs in Stuttgart gegen Schwule und Lesben auf die Straße zu gehen.

Seit 2007 protestierten die Traditionalisten in einer "Mahnkundgebung für Gottes Gebote" gegen die CSD-"Kernaussage", die nach Ansicht der Pius-Brüder lautet: "Es gibt weder Gott noch Gebote, alles ist erlaubt!". Der Protest sei nach Angaben der Eiferer nach wie vor nötig, da Homosexuelle nicht weniger als die "die Zerstörung der Sitten und Werte in unserer Heimat" betrieben, schreiben die Pius-Brüder in ihrer Demo-Einladung.

Den CSD-Besuchern wollen die Eiferer so die Augen öffnen: "Es soll den Menschen klar werden: Handlungen und Taten können lebenszerstörend sein - auch wenn sie vordergründige Befriedigung zu geben scheinen - , namentlich jene, die Gottes Gebote missachten".

Im vergangenen Jahr haben die rund 100 demonstrierenden Christen ein Verbot von Homosexualität gefordert (queer.de berichtete). Nach Ansicht der Hardliner soll der Paragraf 175 in der Nazi-Fassung von 1935 wieder eingeführt werden.

Schön wär´s


CSD-Plakat 2010

Die Politparade des CSDs in Stuttgart startet dieses Jahr am Samstag um 16 Uhr in der Böblinger Straße (U-Bahn-Station Schreiberstraße). Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Schön wär's". Damit soll darauf hingewiesen werden, dass Schwulen und Lesben nach wie vor Rechte vorenthalten werden. Diese Diskriminierung sei in der Öffentlichkeit kaum bekannt. So können sich gleichgeschlechtliche Paare in Baden-Württemberg nicht generell im Standesamt verpartnern - in den 15 anderen Ländern ist das möglich. Schirmherrin ist Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).

Die Pius-Bruderschaft wurde 1970 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet. Sie ist aber 1988 wegen illegalen Bischofsweihen aus der Mutterkirche ausgeschlossen worden. Erst im vergangenen Jahr nahm der deutsche Papst die Exkommunikation zurück, obwohl radikale Ansichten der Organisation bekannt waren. So leugnet ein Teil der Pius-Brüder den Holocaust. (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Die Piusbrüder und kreuz.net sind
    Ergebnis der Umfrage vom 02.8.2010 bis 09.08.2010


Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Rio kämpft um seinen schwulen Ruf

Homophobe Gewalt am Rande des Gay Pride in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro bereitet der Community Sorgen.
Rekord-Pride in Taiwan: 30.000 kamen

Die schwule-lesbische Parade in Taiwan hat sich mit ihrer achten Ausgabe zum größten CSD Asiens entwickelt.
Der 10. Oktober 2010 - ein guter Tag für Serbien

Die erste öffentliche Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgendern in Belgrad war trotz der rechtsextremen Krawalle ein großer Erfolg. Ein Gastkommentar von Volker Beck.
#1 HandoAnonym
  • 28.07.2010, 13:31h
  • In gewisser Weise haben diese Leute sogar recht! Wir sollten uns daran erinnern, dass die ersten CSDs für die Freiheit der sexuellen ORIENTIERUNG eintraten. Im Laufe der Jahre wurden auf den CDSs aber immer mehr sexuelle PRAKTIKEN dargestellt. Wer mit nacktem Hintern, auf Stöckelschuhen oder mit Hundemaske durch die Stadt läuft, muss sich nicht wundern, wenn er solche Gegenreaktionen hervor ruft. Also nochmnals: Für die Gleichberechtigung der sexuellen ORIENTIERUNG müssen wir uns immer und überall einsetzen. Die sexuellen PRAKTIKEN jedoch gehören nicht auf die Straßen unserer Großstädte, weder bei Homo- noch bei Heterosexuellen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 eMANcipation*Anonym
  • 28.07.2010, 13:42h
  • Es ist unfassbar, dass diese Hassverbreiter, die Gewalt und Diskriminierung befördern, weiterhin unbehelligt ihr menschenfeindliches Gedankengut verbreiten dürfen.

    Genau hier zeigt sich, was wir von der immergleichen Rhetorik so genannter "homofreundlicher" Politiker in Deutschland mit ihren üblichen Worthülsen zu halten haben.

    In anderen Ländern der EU, wo Politiker es ernstmeinen mit dem Schutz vor Diskriminierung und Gewalt, vor einem Klima des Hasses und der Verletzungen, die vor allem junge Menschen krankmachen, geht man mit solchen Fällen folgendermaßen um:

    www.queer.de/detail.php?article_id=5537

    Wie lange machen sich die verantwortlichen Politiker in Deutschland noch an den Opfern der allgegenwärtigen verbalen, psychischen und in letzter Konsequenz rohen körperlichen Gewalt schuldig?

    Es sei daran erinnert: Nur in Deutschland...!

    www.queer.de/detail.php?article_id=11898
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Timm JohannesAnonym
  • 28.07.2010, 13:42h
  • Wie kommt es eigentlich, das die ausgerechnet in Stuttgart auftreten. Ich habe die noch nie im vergangenen Jahrzehnt in Köln, in Düsseldorf, in Berlin oder in Hamburg auf einem CSD gesehen.

    Haben die Piusbrüder in Stuttgart ihren Hauptsitz in Deutschland oder woran liegt deren Erscheinen in Stuttgart ?

    ----

    Übrigens eine gute Meldung für Stuttgart gibt es aktuell. Laut aktuellen Umfragen hat die Regierung dort keine Mehrheit in Stuttgart und in neun Monaten sind Wahlen in Baden-Württemberg.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FloAnonym
  • 28.07.2010, 13:45h
  • Die Ewiggestrigen hatten immer schon ein Problem mit demokratischen Grundrechten wie Redefreiheit.

    ---

    "Nach Ansicht der Hardliner soll der Paragraf 175 in der Nazi-Fassung von 1935 wieder eingeführt werden. (...) So leugnet ein Teil der Pius-Brüder den Holocaust."

    Das zeigt, welch Geistes Kind die sind!

    ---

    "Erst im vergangenen Jahr nahm der deutsche Papst die Exkommunikation zurück, obwohl radikale Ansichten der Organisation bekannt waren."

    Auch das sagt sehr viel aus.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 CarstenFfm
#6 bastapapsta
  • 28.07.2010, 13:55h
  • Die braune Eva schrieb:

    "Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg"

    Link: info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-
    herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-t
    ote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html

    In abartiger, menschenverachtender Weise parodiert sie den tragischen Tot von 21 Menschen als Strafe Gottes, dass macht sie im Kopp Verlag, der unter anderm ein Buch unter dem Titel:

    "Haben Freimaurer Jörg Haiders Tod veranlasst? Wurde er Opfer eines »politischen Ritualmordes«? "

    Alles christliche, überwiegend katholische Fanatiker / Verschwörungstheoretiker.

    Das sind kleine Gruppen psyschisch kranker Menschen, die einfach nur zu bemitleiden sind.
    Eva könnte sich genauso dazustellen.

    Interessant ist, dass selbige Leute die Berichterstattung über zB. Heiders Betrunkenheits Fahrt mit über höhter Geschwindigkeit ( wobei er auch noch andere Verkehrsteilnehmer gefährdete ) als Pietätslos bezeichnen und dann den Tot anderer als "Strafe Gottes" indirekt bejubeln.
    Wir trauern über den tragischen Tot der Raver, die aufgrund kapitalistisch in Kauf genommener Sicherheitsmängel starben, als sie fröhlich und friedlich feiern wollten. Dieser indirekte Jubel von schadenfrohen Konservativen kam jetzt auch zusätzlich aus der Schweiz :

    www.kreuz.net/article.11607.html

    Das Makabere ist, dass es sich um die Äusserung eines Kapitalisten handelt.

    Die sogenannte Moral wird von ihren Predigern gerne mal vergessen, wenn den "Unmoralischen" etwas zustösst.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 eMANcipation*Anonym
  • 28.07.2010, 13:56h
  • Antwort auf #4 von Flo
  • "Die Ewiggestrigen hatten immer schon ein Problem mit demokratischen Grundrechten wie Redefreiheit. "

    Vor allem missverstehen sie diese grundlegend, sind damit hierzulande - man will seiner Geschichte ja treu bleiben - aber leider nicht allein. Siehe #2.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SideFX23
  • 28.07.2010, 14:03h
  • Antwort auf #1 von Hando
  • Natürlich haben diese Leute überhaupt nicht recht mit ihren Äusserungen. Normalerweise werden Gruppierungen, die Nazi-Gedankengut verbreiten vom Verfassungsschutz beobachtet. Hier trifft das leider nicht zu, da sich diese Nazis unter dem Deckmantel der Kirche verstecken dürfen (und der Papst unterstützt das auch noch). Das ist unglaublich! Da sind ein paar nackte Hintern auf ´ner CSD-Parade echt harmlos gegen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 carloAnonym
#10 Hurra!Anonym
  • 28.07.2010, 14:27h
  • Oh, super! Die Piss-Brüder gehören zur stuttgarter CSD-Folklore unbedingt dazu. Ich hatte schon Angst, sie würden nicht mehr kommen.

    Niemand illustriert die Abgründe von Religion besser als diese trüben Tassen, die da mit den spaßfreiesten Gesichtern der Welt "Sünde macht nicht glücklich"-Schilder hochhalten. Keine Satire könnte es besser auf den Punkt bringen.

    Ich bin schon ganz aufgeregt. Ich will ein Foto mit denen!!! :-))
  • Antworten » | Direktlink »