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Plakat des isländischen Films "Strákarnir okkar" ("Eleven Men Out")

In einer Umfrage gaben 93 Prozent der Fußballfans in Großbritannien an, dass Homophobie nichts im Sport zu suchen habe.

Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung der Universität der Grafschaft Staffordshire in Stoke-on-Trent. Sechs von zehn Befragten gaben zudem an, schwule Profispieler sollten ihre Homosexualität publik machen. "Die Fans sind der Meinung, dass sie bereits jetzt jede Woche schwule Spieler auf dem Spielfeld sehen, aber es macht ihnen nichts aus", erklärte Soziologieprofessor Ellis Cashmore die Ergebnisse. "Es gibt eine neue Generation von Fußballfans, Managern, Trainern und Spielern. Sie scheren sich nicht viel um die sexuelle Orientierung einer Person".

Dennoch hat sich in Großbritannien bislang erst ein Spieler während seiner Profilaufbahn geoutet - und das ist 20 Jahre her und kein ermutigendes Beispiel: Der Stürmer Justin Fashanu galt als einer der besten Spieler seiner Generation, wurde aber nach dem Coming-out gemobbt und beging schließlich 1998 Selbstmord. Danach offenbarte in ganz Europa kein einziger aktiver Spieler seine Homosexualität.

Fußball gilt weiterhin als homophob

Einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage der Homo-Gruppe Stonewall zufolge gilt Fußball trotz der Toleranzbekundungen weiterhin als homophobster Sport in Großbritannien, noch weit vor Rugby. Als homofreundlichster Sport bezeichnen die Briten dagegen Tennis.

Wie man mit Homosexualität in einem "männlichen" Profisport umgeht, hat zuletzt ein walisischer Rugby-Spieler gezeigt: Gareth Thomas wagte im Dezember 2009 im Alter von 35 Jahren sein Coming-out, das positiv von der Öffentlichkeit aufgenommen wurde (queer.de berichtete). Als ihn Fans bei einem Spiel im Nordengland homophob beleidigten, reagierte die English Rugby Football League mit einer empfindlichen Geldstrafe für den gegnerischen Verein (queer.de berichtete). (dk)



#1 FloAnonym
  • 28.07.2010, 14:36h
  • Es gibt also Fortschritte, sehr schön.

    Dennoch traue ich der Sache noch nicht ganz, denn zwischen Handeln und Sagen gibt es oft eine erhebliche Diskrepanz.
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#2 J.-J. RousseauAnonym
#3 Linu86Profil
#4 Linu86Profil
  • 28.07.2010, 21:55hAachen
  • @ J.-J. Rousseau

    Sorry, das sollte eigentlich keine Antwort auf dein Posting werden.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.07.2010, 22:41h
  • Es ist schon erstaunlich, daß gerade die Fans aus good old England so tolerant sind. In der Regel fällt meistens nur ein Wort: Hooligans. Deshalb ist es aber auch nicht verwunderlich, daß Fußball in Großbritannien immer noch als die homophobste Sportart angesehen wird.
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#6 saidAnonym
#7 Anti-VersteckerAnonym