Selbst eingefleischte Sportmuffel kommen bei den schwul-lesbischen Spielen auf ihre Kosten. Das Kulturprogramm ist vom Feinsten. Queer.de präsentiert die Ausstellungen.
Von Carsten Weidemann
Matthew Mitcham, der erste offenschwule Teilnehmer und australischer Goldmedaillengewinner bei der Olympiade in Peking 2009 ist inzwischen eine Ikone. Nicht nur für viele schwule Jungs im Coming out sondern auch für die Kunst. Er sowie Francois Sagat, Marco da Silva und Jake Shears haben kürzlich für den australischen Künstler Ross Watson Modell gestanden. Seine Kunst, die ironisch mit berühmten Motiven alter Maler spielt, wird in wichtigen Museen und auch von Sir Elton John gesammelt. Seine Ausstellungen in Berlin, Sydney, Melbourne, Los Angeles und London haben ihm ein internationales Publikum erschlossen. Die Ausstellung "Master Paintings of Matthew Mitcham" ist ein wesentliches kulturelles Ereignis - und nur während der Gay Games Woche in Köln zu sehen. Ross Watson - "Master Paintings of Matthew Mitcham" Vom 31. 07. bis 07. 08., täglich von 11-19h, Galerie Habsburg im Barcelo Hotel, 1. OG, Habsburger Ring 9-13.
Die Ausstellung "Move it!" präsentiert mehr als 50 jurierte künstlerische Positionen aus allen Sparten zum Thema Bewegung, auch jenseits des Sports. Es ist den Organisatoren Rendel Freude und Jürgen Bahr gelungen, das Wallraf-Richartz-Museum als Ausstellungs- und Veranstaltungsort zu gewinnen. Ebenfalls beteiligt ist das Alte Pfandhaus in der Kölner Südstadt, wo die Vernissage stattfindet. Kulturdezernent Professor Georg Quander wird dort die Besucher im Namen der Stadt begrüßen. Die gezeigten Werke ebenso wie die Beiträge zur Performance-Night machen transparent, wie "beweglich" die Künstler sind in ihren Haltungen, ihren Lebens- und Weltentwürfen. Move it! - Vernissage: 30.07., 20 Uhr, Altes Pfandhaus, Kartäuserwall 20. Ausstellung: Di-Fr: 10-18h | Do: 10-22h | Sa+So 11-18h, sowie Performance-Night, 5.8., 20 h, Wallraf-Richartz-Museum, Obermarspforten. Schwul-lesbische Führungen durch die Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums jeweils am 6. + 7.8. um 16.30h
Seit 2006 ist Thomas Bourry mit seiner Digitalkamera in Köln und Umgebung unterwegs, um neben Ansichten seiner Heimatstadt bis heute über 100 Männer zu fotografieren. Man fand sich über das Online-Forum Gayromeo, wo er unter dem Künstlernamen Sphinx seine Bildergeschichten vorstellt, die allesamt von schwuler Leidenschaft, Begierde und Lust erzählen. Keines seiner Modelle ist ein Profi, viele stehen zum ersten Mal für Aufnahmen vor einer Kamera: draußen im Wald, in einem stillen Garten, in einem Hotelzimmer, die meisten in der eigenen Wohnung. Thomas Bourry - Meeting Sphinx, Vernissage: Fr, 30. Juli, 20 Uhr. Geöffnet tgl. ab dem 31. Juli im neu eröffneten weißen Showroom des "Marsil", Marsilstein. Finissage mit Überraschungsprogramm am Freitag, 6. Aug. ab 21 Uhr.
Ganz konkret gesellschaftspolitisch wird es bei "Gegen die Regeln". Eine Wanderausstellung über Diskriminierung, Ängste und Chancen von Lesben und Schwulen im Sport. für Lesben und Schwule bietet Sport eine Chance, ihr Leben selbstbewusst zu gestalten. Spannende Geschichten über Outings, Doppelleben und tragische Schicksale von bekannten Athleten, die mit ihrer öffentlich gemachten Homosexualität zu kämpfen haben. Plakatwände in deutscher und englischer Sprache erzählen von ihren Schicksalen! Außerdem werden Geschichte und Entwicklung der Gay Games aufgezeigt. Gegen die Regeln Vernissage. 29. Juli, 19 Uhr, Di - Fr, 10 bis 18 Uhr, Sa/So, 11 bis 19 Uhr, bis 8. August, Deutsches Sport & Olympia Museum, Im Zollhafen 1.
Gerade nur 2 Minuten bei der Leichtathletik-EM reingeschaut und wieder mal den absurden Zwangsheterosexismus der Gesellschaft in Reinkultur erlebt.
Zuerst der 1500m-Lauf der Männer - alle in boxershortähnlichen kurzen Hosen, die bloooß keine Beule und vor allem keinen geilen Arsch erkennen lassen sollen, und der Oberkörper natürlich vollständig bedeckt - es darf ja nicht unzüchtig männlich-geil werden.
Kurz darauf dann das unwiderstehliche Geschlecht der Schöpfung in eng ansitzenden Bikini-Höschen und Oberteilen, die ebenfalls wenig mehr waren als Bikini-Oberteile.
Da frage ich mich: Fällt eigentlich irgend jemandem diese groteske Ungleichbehandlung von männlicher und weiblicher Körperlichkeit auf?
Und merkt noch irgend jemand, dass das alles integraler Bestandteil von Heterosexismus und vor allem der Unterdrückung männlicher Homosexualität ist?
Nicht umsonst finden es junge Leute auch gaaanz geil, wenn sich zwei Mädchen abknutschen und an ihre Fett-/Wasserkörper gehen, aber wehe zwei Jungs knutschen und greifen gegenseitig ihre Muskeln ab, dann werden sie behandelt wie Aussätzige.
Von alexander Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Muscle Hunk: dann schau dir blos die hosenröcke der boxer ect. an !
heute fällt man ja als mann schon in schwimmshorts auf, denn man trägt Bermuda xxxxl !
Von stromboli Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von alexander: aber geil, wenn die dann auf den steiß runterrutschen.. vorausgesetzt der zu verhüllende körperteil enthält, was die fallende hose verspricht...
Antwort zu Kommentar #5 von alexander: Also, ich trage weiterhin meine Speedos, und die Blicke der Junx sehen zumeist nicht entsetzt, sondern interessiert bis angeregt aus.
Von Kameliendame Aus Berlin Mitglied seit 01.04.2009
Antwort zu Kommentar #2 von Muscle Hunk: Guck halt Turmspingen du Pfeife, statt ständig sämtliche Artikel mit deinem Gejammer über die böse böse Welt vollzuspamen.