Eine neue Studie des Kinsey-Institutes besagt, dass Schwule in Großbritannien etwas anderes unter Sex verstehen als ihre Kollegen in den USA.
Die amerikanischen Schwulen haben demnach ein engere Definition von Sex: Von ihnen glauben nur 72 Prozent, das Oral-Verkehr Sex ist - bei den Briten sind es 85 Prozent. Oral-anale Stimulation ("Rimming") betrachten 61 Prozent der schwulen Amerikaner, aber 78 Prozent der schwulen Briten als Sex. Und anale Stimulation mit der Hand sehen bei den US-Bürgern 54 Prozent als sexuelle Tätigkeit an, bei den Briten jedoch 71 Prozent.
Den größten Unterschied gibt es bei der Anwendung von Sex-Toys: Mehr als drei Viertel der Briten (77 Prozent) halten anale Penetration mit Spielzeugen für Sex, aber nur knapp mehr als die Hälfte der schwulen Amerikaner (55 Prozent). Nur beim traditionsreichen Analverkehr sind sich die Schwulen beider Kontinente einig: Praktisch alle halten das für richtigen, echten Sex.
"Es ist wichtig für Forscher und Ärzte, dass ihre Definition von ´Sex´ möglicherweise nicht von einem Studienteilnehmer oder Patienten geteilt wird", sagte Studienleiter Brandon Hill vom Kinsey-Institut in Bloomington (US-Bundesstaat Indiana). Speziell wenn die Risiken von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten abgeschätzt werden, sei eine genaue Definition des Wortes "Sex" wichtig. Vergleichende Studien über die Zahl der Sexpartner in mehreren Ländern oder die Häufigkeit der sexuellen Betätigung seien zudem wenig aussagekräftig, wenn die Ergebnisse dieser Studie nicht in Betracht gezogen werden, so Hill.
Die Studie wird im Fachjournal "AIDS Care" veröffentlicht. Insgesamt haben Hill und seine Kollegen 370 schwule Männer zwischen 18 und 74 Jahren in den USA und in Großbritannien nach ihrer Definition des Dreibuchstabenwortes befragt. (dk)
Von CarstenFfm Profil nur für angemeldete User sichtbar
Irgendwie muss ich jetzt an Bill Clinton denken, der damals meinte, Oral-Sex sei kein Sex, d.h. seine Behauptung, er hätte keinen Sex mit Moni L. gehabt, war nicht gelogen.
Letztlich sind mir solche definitionen auch egeal.... aber für mich gehört ein ordentlicher F*** zu eine Sexdate dazu.
Von X_Moon Profil nur für angemeldete User sichtbar
Nee also Oralverkehr ist für mich schon ne Art Sex. Weil ich lange nicht mit jedem mit dem ich ein Sexdate habe auch zwangsläufig Analverkehr habe...es ist sogar eher die Ausnahme, da ich nicht gern sofort mit Typen ficke, die ich nicht kenne. Demnach hab ich sogar eher selten "echten" Sex nach Definition der amerikanischen Schwulen. Die häufigste sexuelle Spielart ist bei mir Oralverkehr und versaute Spielchen drumrum... z.B. dreckiges Zeug labern, sich anspucken, geil und tief küssen....alles viel wichtiger als die anale Penetration....meiner Ansicht nach! :-)
Antwort zu Kommentar #6 von Pelayo: Ja und. So gesehen ist Hetero "Sex" auch nicht mehr als Selbstbefriedigung zu zweit.
Durch den anderen Körper wird man befriedigt.
Unterscheidet sich nicht zwischen Hetero und Schwul
Antwort zu Kommentar #2 von X_Moon: Man sollte sich schon mal ernsthaft überlegen, was dahintersteckt, wenn Männer einen sexuellen Akt nur dann für einen solchen bzw. für "richtigen Sex" halten, wenn ein Schwanz in ein Loch unterhalb der Gürtellinie eindringen muss.
Ich tippe auch hier mal wieder auf He-ter-ror-nor-ma-ti-vi-tät!