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Tom Hardy gefährdet Patrick Stewarts Raumschiff Enterprise in "Star Trek: Nemesis".

Der britische Schauspieler Tom Hardy (Star Trek: Nemesis) sagte in einem Interview, dass er als junger Mann gleichgeschlechtliche Erfahrungen gesammelt hat.

"Natürlich war das so", erklärte der 32-Jährige nach Angaben der Boulevardzeitung "Daily Mail". "Ich bin ja schließlich verdammt nochmal ein Schauspieler, also haben ich mit jedem und allen gespielt. Ich liebe die Form und den Körperbau, aber jetzt bin ich über 30 und das interessiert mich nicht mehr so." Hardy erklärte, auch wenn die "Zeit des Experimentierens" vorbei sei, möchte er weiter mit schwulen Männern zusammen sein. "Viele Schwule können meinen Schuh-Tick nachvollziehen. Ich habe auf jeden Fall weibliche Qualitäten und viele Schwule sind extrem maskulin".

Youtube | TV-Interview mit Hardy (Mitte Juni 2010)

Hardy war nie einer der Jungs


Schade: Die "Zeit des Experimentierens" ist vorbei.

In einem anderen Interview erklärte der Sohn einer Feuerwehrmannes, dass er sich "wirklich weiblich" findet: "Ich wollte immer einer der Jungs sein, aber habe mich wie ein Außenseiter gefühlt. Vielleicht kommen meine maskulinen Qualitäten daher, dass ich überkompensiere, nie einer von den Jungs gewesen zu sein."

Hardy, der bereits von 1999 bis 2004 mit einer Frau verheiratet war, ist derzeit mit der 28-jährigen britischen Fernsehschauspielerin Charlotte Riley verlobt. Mit einer Ex-Freundin hat er zudem einen zweijährigen Sohn.

Die internationale Karriere des aus London stammenden Schauspielers begann 2001, als er in den Kriegsdramen "Band of Brothers - Wir waren Brüder" und "Black Hawk Down" vor der Kamera stand. Bekannt wurde er aber vor allem durch seine Darstellung des bösen Picard-Klons Shinzon in "Star Trek: Nemesis". Abschließend war er in Filmen wie "Marie Antoinette" oder "Layer Cake" sowie in BBC-Produktionen wie "Oliver Twist" oder "Elizabeth I - The Virgin Queen" zu sehen. Derzeit kann man ihn wieder im Kino bewundern: An der Seite von Leonardo DiCaprio und Joseph Gordon-Levitt spielt er im Science-Fiction-Film "Inception" mit. (dk)



#1 MarekAnonym
  • 29.07.2010, 16:57h
  • Toll, dass er so offen und unverkrampft damit umgeht!

    95% aller Heteros (!) haben in der Pubertät auch homosexuelle Erfahrungen gemacht. (Und mittlerweile weiß man auch, wie wichtig pubertäres Experimentieren für die Entwicklung ist.)

    Nur wollen die meisten das dann später nicht mehr wahrhaben oder verdrängen es komplett.
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#2 FloAnonym
  • 29.07.2010, 17:04h
  • Wie er schon sagt: in der Pubertät ist das völlig natürlich!

    Auch wenn das kaum jemand zugeben will.
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#3 goddamn. liberalAnonym
  • 29.07.2010, 17:06h
  • Das ist die 'natürliche' queere (Männer-)Freiheit, vor der uns seit über 1500 Jahren systematisch Angst eingeimpft wird...
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#4 LogikerAnonym
#5 hwAnonym
#6 eMANcipation*Anonym
  • 29.07.2010, 18:00h
  • Für jemanden, der sich so "offen" und "abgeklärt" gibt, sind das aber ziemlich viele, eben heteronormative Klischees und Stereotypen von "maskulin"/"männlich" - "weiblich" - "die Jungs", die der Gute da internalisiert zu haben scheint.

    Unabhängig vom einzelnen Fall wäre es schon interessant zu hinterfragen, weshalb junge Männer, die "ganz natürlich" homosexuelle Empfindungen haben, diese urplötzlich an der Pforte zum "Erwachsensein" ablegen oder in die Schublade "Phase" einordnen bzw. ablegen (müssen).

    Überwiegend dürfte das in der Klammer Stehende richtig sein. Soziale Kontrolle und Herrschaftsverhältnisse in dieser Gesellschaft sorgen dafür. Und durch die immer massivere, massenmedial beförderte Heterosexualisierung schon von Kindern, wird es gerade für junge Männer immer schwieriger bis unmöglich, auch nur eine "Phase des Experimentierens" einzulegen.

    Vergleichserhebungen, die den stetigen Rückgang homosexueller Erfahrungen bei männlichen Jugendlichen belegen (siehe BZgA), bestätigen das.
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#7 eMANcipation*Anonym
#8 FloAnonym
#9 chrisProfil
  • 29.07.2010, 19:05hDortmund
  • Antwort auf #6 von eMANcipation*
  • Also wirklich stereotype Aussagen finde ich da nicht. Wenn du oder ich dieses Interview gegeben hätten, wäre uns sicher auch wichtig gewesen, die ganzen Leute da draußen mal darüber zu informieren, dass ihr Bild von der affektieren Tunte einfach nicht stimmt.

    Ich persönlich gehe zumindest außerhalb der Arbeit mit meinem Schwulsein recht offen um. Auch in Situationen in denen viele sagen, "dass geht den doch nix an!". Mir ist es aber wichtig, dass die Leute ein echtes Bild von uns bekommen und das ist mir bisher immer gut gelungen. Ich treibe es auch manchmal gezielt auf die Spitze wenn mir ein Thema liegt und sage: "Nicht schlecht für ne Schwuchtel was?" Dann bekomme ich immer zu hören: "Erzähl nicht son Mist, du bist keine Schwuchtel". Und dann stört es die Leute auch plötzlich nicht wenn ich mich für geile Autos, Fußball oder Computer interessiere. Ich habe selbst von Schwulen schon öfter den Satz gehört: "Wie, du bist schwul und Informatiker? Das gibt's?". Jo, sieh einer an! Auch Schwule sind technisch begabt. Obwohl sie ja so viel mit Frauen gemein haben. Aja, nur weil ich Kerle f*cke und ne Stunde vorm Spiegel verbringe bin ich also fast ne Frau. Toll!

    Also fassen wir zusammen: Klischees anzusprechen oder sie gezielt zur Provokation zu nutzen heißt nicht, dass man stereotype Bilder von Personengruppen unterstützt. Es heißt lediglich, das man diese kennt und weiß, dass es Leute gibt, die tatsächlich daran glauben. Ergo, muss man diese auch direkt nutzen wenn man sie wiederlegen möchte.

    So, und ich werde mich jetzt mit ner Pulle Bier vor die Glotze setzen. Prost!
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