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Rund 12.000 Medaillen wurden während der Spiele verteilt

Die internationale Spiele von Schwulen, Lesben und Freunden in Köln mit rund 10.000 TeilnehmerInnen aus 70 Nationen sind Geschichte. In rund 35 Disziplinen, darunter Fuß- und Volleyball, Eiskunstlaufen und Schwimmen sowie Golf und sogar Schach konnten Amateure wie Profisportler mitmachen und damit das Motto der Spiele, "Be Part of it", mit Leben erfüllen. Dazu gab es ein breites Kultur- und Partyprogramm.

Queer.de begleitete das Mega-Event mit einem Liveblog vom Anfang bis zum Ende der Gay Games. Aus Köln berichteten Norbert Blech, Dennis Klein und Christian Scheuß, zusätzliche Bilder stammen von Bernd Rosenbaum. Daneben bieten wir euch aktuelle Berichte, Galerien und Termine.


Live-Ticker (abgeschlossen, chronologisch)

08.08., 20:47h

Abschied II: Wir haben für euch mehr als hundert Bilder vom letzten Tag der Gay Games zusammengetragen: Fußball, Volleyball, ein Empfang und ein Abschied.

19:45h

Abschied: Impressionen und Interviews von der Closing Ceremony am Kölner Tanzbrunnen. Wir erfahren, in welcher Disziplin Hella von Sinnen gewonnen hat, wundern uns, warum Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ausschließlich in deutsch zu den ausländischen TeilnehmerInnen spricht und staunen über sieben schwere Medaillen an einem zarten Hals. (Youtube-Direktlink)

16:38h

Nachgereicht: Das Interview mit den Tänzern von Agnes, die auch bei der US-Serie "Glee" mitmachen und mit Olivia Newton John tanzen durften. Wir trafen sie während der Games. (Youtube-Direktlink)

12:59h

Das wars. Zum passenden Klassiker "Time of my life" (aus "Dirty Dancing") wurden am Samstag um 22 Uhr die Teilnehmer aus aller Welt offiziell verabschiedet. Im Kölner Tanzbrunnen hatte zuvor Elfi Scho-Antwerpes eine lange Rede auf Deutsch gehalten, auch wurde die "olympische" Flamme gelöscht und die Flagge der Federation of Gay Games an Cleveland übergeben. Zu Beginn der Veranstaltung waren wie bei der Eröffnungszeremonie die Spieler einmarschiert, jedoch nicht mehr getrennt nach Nationen, sondern teilweise bunt gemischt - ein Bild für den Charakter der Spiele.



Es wäre eine Beleidung der Sportler, zu sagen, dass es nicht auf das Gewinnen ankommt (29 Weltrekorde sprechen für sich). Doch Teilnehmer der Gay Games kommen auch wegen dem Spaß, wegen dem Austausch, wegen der Freundschaft. Ein Beispiel von gestern: Gerade erst haben die Colonians im Volleyball das spannende und von Spielern und Fans hart umkämpfte Finalspiel gegen die Marsupiloupettes, eine Auswahl aus Frankreich, verloren - und dann schießt man dieses Bild von zwei Siegerteams (die Kölnerinnen tragen Grün):



Gefeiert wurde dann noch die ganze Nacht auf diversen Partys oder auf der Schaafenstraße, um es den Nachbarn (und den grummelnden Altstadtwirten) noch mal zu zeigen.

Eine Bildergalerie vom gestrigen Tag und weitere Video-Eindrücke folgen im Laufe des Sonntags.

07.08., 17:26h

Die letzten Wettkämpfe der Gay Games haben begonnen: Im Männer-Volleyball spielt jetzt London gegen Lima. Publikumsliebling ist ein süßer peruanischer Emo-Boy im Kleidchen. Leider haben wir von ihm (noch) kein Foto, dafür eines vom letzten Frauen-Volleyballspiel: In der überfüllten Halle haben die Colonians gegen ein französisches Team verloren.

Im Fußball hat übrigens Stonewall FC aus London den Meistertitel errungen. United FC wurde Zweiter, das Kölner Cream Team belegte am Freitag den dritten Platz.

14:21h

"Tschö, Schwulympia!", schreibt heute die Bild-Zeitung. Nette Überschrift, Kollegen!

Zum Abschluss der Gay Games gab es heute Mittag einen offiziellen Empfang der Stadt Köln im Hansasaal des Historischen Rathauses. Dort bekam Bürgermeisterin Angela Spizig - wie solllte es auch anders sein? - von der Gay-Games-Präsidentin eine selbst erkämpfte Medaille umgehängt (siehe Foto). Die Grünen-Politikerin freute sich über den Erfolg der Spiele und meinte, die Teilnehmer seien als Gäste gekommen und gingen nun als Freunde. Tatsächlich sind viele Sportler und Journalisten allerdings bereits am Donnerstag abgereist - zum nächsten Event: dem Canal Pride in Amsterdam.

09:06h

Bei Youtube gibt es eine Menge Videos zu den Gay Games - und wenn die Sportler aus aller Welt in den nächsten Tagen zu Hause ankommen und ihre Kameras auspacken, werden es sicher mehr werden. Wir werden dann eine Videogalerie mit den schönsten und spannendsten Videos erstellen.

Die Gay Games haben selbst einen Youtube-Kanal und in ihrem neuesten Video stellen sie Paul vor, den 93-jährigen Bodybuilder.

06.08., 19:35h

Während die Gay Games gerade ihre verrückteste Veranstaltung erleben - "Pink Flamingo", bei der Teilnehmer aus aller Welt am Pool eine musikalische Show darbieten sollen, die sich sowohl um das Thema Schwimmen als auch um das Thema "Kölner Karneval" dreht - neigen sich die Spiele dem Ende zu. Am Samstag folgen noch einige Finals (etwa im Fußball und, präsentiert von queer.de, Volleyball), dann beginnt bereits die Abschlussveranstaltung (im Tanzbrunnen im Deutzer Rheinpark, Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr).

Tickets für die Show und Party mit Feuerartisten, Cheerleadern und Chor und der Löschung des Gay-Games-Feuer sind noch über die Homepage der Spiele oder an der Abendkasse für 20 Euro erhältlich.

16:55h

Hektisches Treiben rund ums Müngersdorfer Stadion: Die Finals in vielen Disziplinen entscheiden am Freitag über Gold, Silber und Bronze. Aktuelle Bilder in unserer neuesten Galerie.

11:30h

Gay Games in 3D Um dem Motto der Spiele, "Be part of it", auch in unserer Berichterstattung möglichst nah zu kommen, bieten wir hier gegen Ende August, wenn einer Boulevardzeitung 3D-Brillen aus Papier beiliegen, viele Bilder der Gay Games (sowie von den CSDs in Düsseldorf und Köln) in 3D. Für die wenigen, glücklichen Menschen, die einen 3D-Monitor oder -Fernseher haben und MPO-Dateien abspielen können, bieten wir die Bilder sogar ohne Farb- und Doppelbilderprobleme.



#1 SimoneAnonym
  • 30.07.2010, 17:54h
  • Na toll, erst Antidiskriminierungsgesetze in Deutschland und international lautstark bekämpfen und nun einen auf Chef-Bekämpfer von Diskriminierung machen. War das nötig, Westerwelle einzuladen?
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#2 FloAnonym
  • 30.07.2010, 17:58h
  • "Westerwelle prangert Diskriminierung an: (...)
    sprach er am Freitag über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland und weltweit"

    Er soll lieber mal was weniger quatschen, sondern handeln...

    Aber wie immer bei der FDP:
    viel labern, aber getan wird nichts oder sogar das Gegenteil.
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#3 MarekAnonym
  • 30.07.2010, 18:34h
  • Und wieso sind Westerwelle und seine Parteikollegen dann immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht uns zu diskriminieren?

    Die FDP (und auch Westerwelle):

    - ist gegen die Eheöffnung

    - ist gegen eine Aufnahme in Art. 3 GG

    - ist gegen Antidiskriminierungsgesetze (kann die deutsche Wirtschaft eigentlich nur funktionieren, wenn sie diskriminieren darf?)

    - kürzt Mittel für AIDS-Hilfen

    - verhindert schwule Aufklärung an Schulen

    - hat damals gegen die eingetragene Partnerschaft gestimmt

    - hält noch nicht mal ihr Wahlversprechen, uns im Adoptionsrecht gleichzustellen (vor der Wahl hieß es, dass sie ohne diese Gleichstellung keinen Koalitionsvertrag unterschreiben werden, aber nach der Wahl war das das erste, was aufgegeben wurde)

    - etc. etc.

    Also ganz ehrlich:
    Sich da hinzustellen und den Kämpfer für Homorechte zu spielen ist nicht nur peinlich, sondern eine Frechheit. Der schadet uns massiv und grinst uns dabei noch ins Gesicht.

    Dass er überhaupt eingeladen wurde, zeigt, dass den Veranstaltern der hohe Posten wichtiger war als die Botschaft. Ginge es um die Botschaft, hätte Volker Beck (Grüne) an dieser Stelle stehen sollen. Der demonstriert sogar für unsere Rechte, wenn er dabei zusammengeschlagen und verhaftet wird (queer.de berichtete). Währenddessen sitzt Westerwelle mit seinem Freund zusammen, schlürft Champagner und lacht sich kaputt, wie wir immer wieder aufs Neue auf ihn reinfallen und seine Politik vergessen, sobal er wieder mal schön rumfaselt!
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#4 Klaus65
  • 30.07.2010, 19:39h
  • Antwort auf #3 von Marek
  • Hallo Marek,

    da kann ich Dir nur recht geben, von den ganzen Ankündigungen ist nicht viel übrig geblieben.
    Dem ganzen kann man nicht s mehr hinzu fügen.
    Ich bin auch drauf reingefallen, passiert mir nicht noch einmal.
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#5 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:03h
  • Westerwelle war Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung.

    Deren World Games:

    www.queer.de/detail.php?article_id=11679

    Die Stiftung ist benannt nach dem evangelischen Pastor Naumann. DieserPolit-Pastor und Propagandist (über 2100 Veröffentlichungen) begann seine politische Karriere ganz rechtsaußen, als Anhänger des reaktionären, antisemitischen Berliner Hofpredigers Adolf Stoecker.

    1896 gründete Naumann den "Nationalsozialen Verein", der einerseits für die Entmachtung der ostelbischen Junker und einen Ausgleich mit der Arbeiterschaft eintrat, andererseits aber auch für einen aggressiven deutschen Expansionismus einschließlich Flottenhochrüstung. Auf welche Weise in einer bereits weitgehend aufgeteilten Welt Kolonien zu erwerben seien, beantwortete Naumann ohne Umschweife:

    "Bei Friedensschlüssen nach glücklichen Seekriegen."

    Dem Sozialdarwinisten Naumann war der "Trieb des deutschen Volkes, seinen Einfluß auf die Erdkugel auszudehnen", ein "Auftrag der Geschichte", dessen Grundlage "nicht irgendein Recht, sondern die Macht" sei. Angesichts öffentlicher Kritik an der "Hunnenrede" Wilhelms II. bramarbasierte Naumann gegen "diese ganze Zimperlichkeit", was ihm den Beinamen "Hunnenpastor" eintrug.

    Für den "Liberalen" Naumann war es kein Widerspruch, aus den deutschen "Industrieuntertanen Industriebürger" machen zu wollen, aber die Unterdrückung anderer Völker gutzuheißen.

    Wie sein Zeitgenosse Max Weber sah er in der "Weltpolitik" eine Voraussetzung für die Finanzierung innenpolitischer Reformen.
    Im Expansionismus den Motor sozialen "Fortschritts".

    Naumanns Credo: "Was nützt uns die beste Sozialpolitik, wenn die Kosaken kommen?"
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#6 stromboliProfil
  • 30.07.2010, 20:34hberlin
  • Antwort auf #5 von Anna Logie
  • vorsicht .. dein beitrag könnte von einigen hier als auforderung der fdp beizutreten verstanden werden...
    da ist so viel nähe zur globalplayermystik unserer neoliberalen brunftmuschi schwesterwelle
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#7 RalfAnonym
  • 30.07.2010, 20:45h
  • Das Theaterstück, das da aufgeführt wurde, kann nur den Titel haben: "Der Bock als Gärtner".
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#8 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:49h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Ach, glaube ich nicht. Sind hier ja meist erwachsene und vernünftige Leute unterwegs.

    Sie erkennen WW unschwer als eine schwule Hämorrhoide am Arsch der Macht.

    Man muss mit ihr machen, was seine Wähler
    sind: veröden !
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#9 Julek89
  • 30.07.2010, 21:28h
  • Na toll, watt ne Flachbremse... ganz ehrlich. Gestern
    im Nachtjournal
    habe ich nochn Interview gesehen dazu, wo er die Anzahl der Länder nannte, wo die Todestrafe auf HS steht und, wie viele Staaten weltweit generell noch Homosexuelle verfolgen... Also super, das kann ich auch im Wikipedia oder so nachlesen, wenn ich die Zahlen nicht längst kennen würde.

    Hätte mir vom Moderator mal gewünscht, dass er nachfragt, wie ER als Außenminister zukünftig agieren will und das Problem
    angehen will...

    Oder eben, was er gedenkt zu tun...

    Nein, ein einziges Kopfnicken und zu ende wars...

    Naja, eine riesige Witzfigur, dieser Wellenheini...
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#10 MitchProfil
  • 30.07.2010, 22:34hBerlin
  • Na toll,

    GayGames in Köln und eine Gruppe von Organisator("innen" nehme ich mal an) kocht ihr Extra-Süppchen: "Das Eventzelt auf dem Neumarkt ist während der gesamten Spiele DER Veranstaltungsort für Frauen." Und natürlich gibt's bei den Games auch eine spezielle Party nebst Location nur für Frauen.

    Gibt es eigentlich auch einen Veranstaltungsort und eine Party bei den Games NUR für Männer?

    Ich dachte eigentlich die GayGames wären eine gemeinsame Veranstaltung für die gesamte quere Community. Was soll dann dieser überkommene Separatismus?

    Das ist mir schon beim Straßenfest in Berlin übel aufgestoßen... da gibt es doch tatsächlich einen speziellen Abschnitt nebst Bühne nur für Frauen.

    Schade, daß man im Zeitalter einer korrekten Genderpolitik ein derartig schwulenfeindliches Verhalten auch noch fördert :-(
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