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Rund 12.000 Medaillen wurden während der Spiele verteilt

Die internationale Spiele von Schwulen, Lesben und Freunden in Köln mit rund 10.000 TeilnehmerInnen aus 70 Nationen sind Geschichte. In rund 35 Disziplinen, darunter Fuß- und Volleyball, Eiskunstlaufen und Schwimmen sowie Golf und sogar Schach konnten Amateure wie Profisportler mitmachen und damit das Motto der Spiele, "Be Part of it", mit Leben erfüllen. Dazu gab es ein breites Kultur- und Partyprogramm.

Queer.de begleitete das Mega-Event mit einem Liveblog vom Anfang bis zum Ende der Gay Games. Aus Köln berichteten Norbert Blech, Dennis Klein und Christian Scheuß, zusätzliche Bilder stammen von Bernd Rosenbaum. Daneben bieten wir euch aktuelle Berichte, Galerien und Termine.


Live-Ticker (abgeschlossen, neue zuerst)

30.07., 17:14h

Willkommen beim Gay-Games-Liveblog von Queer.de. Wir werden Euch hier eine ganze Woche lang über das Wichtige und weniger Wichtige der Spiele in Köln informieren.

17:18h

Die Gay Games haben eine eigene Webseite, auf der man alle wichtigen Infos findet. Die Spiele sind übrigens auch bei Facebook vertreten, wo die Veranstalter aktuelle Infos, aber auch kleine Videos posten.


The Registration with Vuvuzela-Music from South Africa

17:27h

Es gibt Rabatt-Karten: Einen Tag vor der Eröffnungszeremonie im RheinEnergieStadion bieten die Veranstalter nun einige Tickets zum halben Preis an. Karten der Rubrik "Last Minute" gibt es online auf der Homepage der Gay Games oder im Laden der Spiele im Untergeschoß der Neumarkt-Galerie in Köln. Die Tickets in den Kategorien 1 bis 5 können auch via Hotline unter der Telefonnummer (01805/303435) bestellt werden (aus dem deutschen Festnetz 14 ct/min, mobil: max. 42ct/min).

17:32h

Westerwelle prangert Diskriminierung an: Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wird am Samstag die Besucher und Sportler aus aller Welt offiziell begrüßen. Im Rahmen der Radiosendung "Journal" (SWR 2) sprach er am Freitag über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland und weltweit (mp3).

Audio:

Guido Westerwelle im Gespräch mit dem SWR (MP3 direkt aus der SWR-Mediathek, 5:48 Minuten)

18:31h

Auf der ersten Pressekonferenz im Vorfeld der Gay Games sagte der australische Goldjunge Matthew Mitcham am Freitag Nachmittag, er freue sich besonders auf die Wettkämpfe im Tanzen und im Eiskunstlauf, denn hier gehe es ihm sonst zu heterosexuell zu: "Ich will zwei Tänzer sehen, die einen Penis haben", scherzte der offen schwule Profisportler. Mitcham hatte bei den Olympischen Spielen in Peking die Goldmedaille im 10m-Turmspringen geholt. Bei den Gay Games springt er außer Konkurrenz.


Matthew Mitcham bei der Pressekonferenz

Mehr von Matthew Mitcham und den zahlreichen anderen Sportlern und Sportlerinnen aus aller Welt folgt in den nächsten Tagen.

19:18h

In Deutschland wird der lokale TV-Sender center.tv die Spiele ausführlich begleiten und die Eröffnung live zeigen - auch als Livestream am Samstag ab 18.30 Uhr. Das regionale Homo-Magazin "rik" bietet sein 48-seitiges Extra-Heft zu den Gay Games kostenlos als PDF.

Auch international wird über die Gay Games berichtet. So gibt es ein englischsprachiges Blog der Federation of Gay Games, in dem es ein paar Bilder von Ankömmlingen an den Flughäfen der Region gibt, dazu ein paar lobende Worte zur Organisation der Registrierung in der Kölner Messe - und viele Absätze über Berlin. Oder einen Vorabbericht des Guardian mit einem Foto mit ganz schlimmen Socken.

Für iPhone-Nutzer gibt es übrigens auch ein kostenloses App, das allerdings nicht viel mehr als ein Menü für die Gay-Games-Webseite ist.

20:37h

Seit 17 Uhr sind auch die beiden "Villages" geöffnet: auf dem Rudolfplatz und Neumarkt gibt es, täglich von 11 bis 22 Uhr, bis zum Ende der Gay Games ein Bühnenprogramm, Bier- und Infostände. Gerade der Rudolfplatz soll als zentraler Meeting Point fungieren (Programmplan der Villages). Am Samstag und Sonntag ab jeweils 15 Uhr lädt auch das Bermudadreieck rund um die Schaafenstraße zu einem Straßenfest.

31.07., 09:17h

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, zahlreiche Geschäfte hätten angesichts der Gay Games ihr Sortiment erweitert. Douglas bietet das spezielle Parfum "Eau Mo pour gay", das wie "ein ungemachtes Bett" riechen soll, der Kaufhof extra Unterhosen und deutlich mehr Sekt als üblich. Was insgesamt für die Kommentare unten die Frage aufwerfen könnte, ob Marketing-Leute dumm sind oder einige Leute in der Szene.

In einem anderen Stück berichtet die Zeitung über Adolf Klöver, 85 und hetero, der beim Turmspringen auf eine Medaille hofft und dafür seit Wochen trainiert.

10:30h

Unser rasender Reporter Dennis Klein kam gestern, obwohl durchaus stämmig, in dem Gedränge der Pressekonferenz nicht allzu nah an Matthew Mitcham heran. Die Kollegen von der rik, über deren Körpereigenschaften wir hier nicht reden wollen, hatten da mehr Glück und konnten seinen Beitrag als Video bei Youtube festhalten.



Auch die Aussagen der Sängerinnen Taylor Dane und Agnes, die am Abend bei der Eröffnungszeremonie auftreten werden, hielten sie als Video fest.

11:26h

Um 12 Uhr startet im Rheinpark (bei der Messe) der "International Rainbow Memorial Run" mit Enfaltung des "Memorial Quilt". Zum Start werden Namen von Menschen verlesen, die an HIV/Aids verstorben sind und an die erinnert werden soll. Der Lauf führt dann auf die andere Rheinseite an die Ecke der Markmannsgasse, an der "Erinnerungssteine" ins Pflaster eingelassen sind.



#1 SimoneAnonym
  • 30.07.2010, 17:54h
  • Na toll, erst Antidiskriminierungsgesetze in Deutschland und international lautstark bekämpfen und nun einen auf Chef-Bekämpfer von Diskriminierung machen. War das nötig, Westerwelle einzuladen?
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#2 FloAnonym
  • 30.07.2010, 17:58h
  • "Westerwelle prangert Diskriminierung an: (...)
    sprach er am Freitag über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland und weltweit"

    Er soll lieber mal was weniger quatschen, sondern handeln...

    Aber wie immer bei der FDP:
    viel labern, aber getan wird nichts oder sogar das Gegenteil.
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#3 MarekAnonym
  • 30.07.2010, 18:34h
  • Und wieso sind Westerwelle und seine Parteikollegen dann immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht uns zu diskriminieren?

    Die FDP (und auch Westerwelle):

    - ist gegen die Eheöffnung

    - ist gegen eine Aufnahme in Art. 3 GG

    - ist gegen Antidiskriminierungsgesetze (kann die deutsche Wirtschaft eigentlich nur funktionieren, wenn sie diskriminieren darf?)

    - kürzt Mittel für AIDS-Hilfen

    - verhindert schwule Aufklärung an Schulen

    - hat damals gegen die eingetragene Partnerschaft gestimmt

    - hält noch nicht mal ihr Wahlversprechen, uns im Adoptionsrecht gleichzustellen (vor der Wahl hieß es, dass sie ohne diese Gleichstellung keinen Koalitionsvertrag unterschreiben werden, aber nach der Wahl war das das erste, was aufgegeben wurde)

    - etc. etc.

    Also ganz ehrlich:
    Sich da hinzustellen und den Kämpfer für Homorechte zu spielen ist nicht nur peinlich, sondern eine Frechheit. Der schadet uns massiv und grinst uns dabei noch ins Gesicht.

    Dass er überhaupt eingeladen wurde, zeigt, dass den Veranstaltern der hohe Posten wichtiger war als die Botschaft. Ginge es um die Botschaft, hätte Volker Beck (Grüne) an dieser Stelle stehen sollen. Der demonstriert sogar für unsere Rechte, wenn er dabei zusammengeschlagen und verhaftet wird (queer.de berichtete). Währenddessen sitzt Westerwelle mit seinem Freund zusammen, schlürft Champagner und lacht sich kaputt, wie wir immer wieder aufs Neue auf ihn reinfallen und seine Politik vergessen, sobal er wieder mal schön rumfaselt!
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#4 Klaus65
  • 30.07.2010, 19:39h
  • Antwort auf #3 von Marek
  • Hallo Marek,

    da kann ich Dir nur recht geben, von den ganzen Ankündigungen ist nicht viel übrig geblieben.
    Dem ganzen kann man nicht s mehr hinzu fügen.
    Ich bin auch drauf reingefallen, passiert mir nicht noch einmal.
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#5 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:03h
  • Westerwelle war Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung.

    Deren World Games:

    www.queer.de/detail.php?article_id=11679

    Die Stiftung ist benannt nach dem evangelischen Pastor Naumann. DieserPolit-Pastor und Propagandist (über 2100 Veröffentlichungen) begann seine politische Karriere ganz rechtsaußen, als Anhänger des reaktionären, antisemitischen Berliner Hofpredigers Adolf Stoecker.

    1896 gründete Naumann den "Nationalsozialen Verein", der einerseits für die Entmachtung der ostelbischen Junker und einen Ausgleich mit der Arbeiterschaft eintrat, andererseits aber auch für einen aggressiven deutschen Expansionismus einschließlich Flottenhochrüstung. Auf welche Weise in einer bereits weitgehend aufgeteilten Welt Kolonien zu erwerben seien, beantwortete Naumann ohne Umschweife:

    "Bei Friedensschlüssen nach glücklichen Seekriegen."

    Dem Sozialdarwinisten Naumann war der "Trieb des deutschen Volkes, seinen Einfluß auf die Erdkugel auszudehnen", ein "Auftrag der Geschichte", dessen Grundlage "nicht irgendein Recht, sondern die Macht" sei. Angesichts öffentlicher Kritik an der "Hunnenrede" Wilhelms II. bramarbasierte Naumann gegen "diese ganze Zimperlichkeit", was ihm den Beinamen "Hunnenpastor" eintrug.

    Für den "Liberalen" Naumann war es kein Widerspruch, aus den deutschen "Industrieuntertanen Industriebürger" machen zu wollen, aber die Unterdrückung anderer Völker gutzuheißen.

    Wie sein Zeitgenosse Max Weber sah er in der "Weltpolitik" eine Voraussetzung für die Finanzierung innenpolitischer Reformen.
    Im Expansionismus den Motor sozialen "Fortschritts".

    Naumanns Credo: "Was nützt uns die beste Sozialpolitik, wenn die Kosaken kommen?"
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#6 stromboliProfil
  • 30.07.2010, 20:34hberlin
  • Antwort auf #5 von Anna Logie
  • vorsicht .. dein beitrag könnte von einigen hier als auforderung der fdp beizutreten verstanden werden...
    da ist so viel nähe zur globalplayermystik unserer neoliberalen brunftmuschi schwesterwelle
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#7 RalfAnonym
  • 30.07.2010, 20:45h
  • Das Theaterstück, das da aufgeführt wurde, kann nur den Titel haben: "Der Bock als Gärtner".
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#8 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:49h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Ach, glaube ich nicht. Sind hier ja meist erwachsene und vernünftige Leute unterwegs.

    Sie erkennen WW unschwer als eine schwule Hämorrhoide am Arsch der Macht.

    Man muss mit ihr machen, was seine Wähler
    sind: veröden !
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#9 Julek89
  • 30.07.2010, 21:28h
  • Na toll, watt ne Flachbremse... ganz ehrlich. Gestern
    im Nachtjournal
    habe ich nochn Interview gesehen dazu, wo er die Anzahl der Länder nannte, wo die Todestrafe auf HS steht und, wie viele Staaten weltweit generell noch Homosexuelle verfolgen... Also super, das kann ich auch im Wikipedia oder so nachlesen, wenn ich die Zahlen nicht längst kennen würde.

    Hätte mir vom Moderator mal gewünscht, dass er nachfragt, wie ER als Außenminister zukünftig agieren will und das Problem
    angehen will...

    Oder eben, was er gedenkt zu tun...

    Nein, ein einziges Kopfnicken und zu ende wars...

    Naja, eine riesige Witzfigur, dieser Wellenheini...
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#10 MitchProfil
  • 30.07.2010, 22:34hBerlin
  • Na toll,

    GayGames in Köln und eine Gruppe von Organisator("innen" nehme ich mal an) kocht ihr Extra-Süppchen: "Das Eventzelt auf dem Neumarkt ist während der gesamten Spiele DER Veranstaltungsort für Frauen." Und natürlich gibt's bei den Games auch eine spezielle Party nebst Location nur für Frauen.

    Gibt es eigentlich auch einen Veranstaltungsort und eine Party bei den Games NUR für Männer?

    Ich dachte eigentlich die GayGames wären eine gemeinsame Veranstaltung für die gesamte quere Community. Was soll dann dieser überkommene Separatismus?

    Das ist mir schon beim Straßenfest in Berlin übel aufgestoßen... da gibt es doch tatsächlich einen speziellen Abschnitt nebst Bühne nur für Frauen.

    Schade, daß man im Zeitalter einer korrekten Genderpolitik ein derartig schwulenfeindliches Verhalten auch noch fördert :-(
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