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Rund 12.000 Medaillen wurden während der Spiele verteilt

Die internationale Spiele von Schwulen, Lesben und Freunden in Köln mit rund 10.000 TeilnehmerInnen aus 70 Nationen sind Geschichte. In rund 35 Disziplinen, darunter Fuß- und Volleyball, Eiskunstlaufen und Schwimmen sowie Golf und sogar Schach konnten Amateure wie Profisportler mitmachen und damit das Motto der Spiele, "Be Part of it", mit Leben erfüllen. Dazu gab es ein breites Kultur- und Partyprogramm.

Queer.de begleitete das Mega-Event mit einem Liveblog vom Anfang bis zum Ende der Gay Games. Aus Köln berichteten Norbert Blech, Dennis Klein und Christian Scheuß, zusätzliche Bilder stammen von Bernd Rosenbaum. Daneben bieten wir euch aktuelle Berichte, Galerien und Termine.


Live-Ticker (abgeschlossen, Start)

04.08., 11:17h

Ein Bericht aus der realen Welt: in Simbabwe sind 20 Schülerinnen, die an einem Fußballturnier teilnehmen wollten, verhaftet worden, weil sie lesbisch seien. Eine Teamkollegin hatte sich mit entsprechenden "Anschuldigungen" an die Behörden gewandt. Mehr hier.

10:40h

Krach um Cleveland Eines ist klar: bei der Abschlussveranstaltung am Samstag wird es eine Flaggenweitergabe an Cleveland geben. Die Stadt im US-Bundesstaat Ohio soll die nächsten Gay Games 2014 austragen. Doch am Dienstag kündigte die Federation of Gay Games an, der Cleveland Synergy Foundation, die die Bewerbung der Stadt aufgestellt hatte, die Lizenz für die Durchführung entzogen zu haben:

Die Federation of Gay Games (FGG) hat ihre Beziehung zur Cleveland Synergy Foundation aufgelöst, mit Effekt zum 6. Juli 2010. Die FGG sieht sich weiter der Stadt Cleveland und dem Staat Ohio als Austrager der Gay Games IX verpflichtet. Vertreter der Stadt und eine Delegation von regionalen Organisatoren und Unterstützern wird die Flagge der Federation of Gay Games in Köln am 7. August 2010 bei der Abschlusskundgebung von den Vertretern der Stadt Köln in Empfang nehmen.

Damit sind die Gay Games in Cleveland weiterhin möglich, wenn sich ein neues und überzeugendes Organisationskomitee findet; ein Austausch der Personen nach vielen Konflikten und Geldproblemen hatte sich in den letzten Wochen abgezeichnet, so hatte etwa die Stadt den handelnden Personen jegliche Geldzuschüsse abgesprochen. Die 2,3-Millionen-Stadt Cleveland, die zusammen mit der sie umgebenen Region Akron (700.000 Einwohner) die Spiele ausführen will, hatte sich gegen Boston im US-Bundesstaat Massachusetts und die Hauptstadt Washington D.C. durchgesetzt.

00:01h

Drei neue Videos von uns bei Youtube:


Wasserpolo mit Tor, Toronto Triggerfish v Sydney Stingers (Link)



Impressionen vom Beach Volleyball (Link)



Synchronschwimmen (Training, Link)

03.08., 22:52h

Wir haben eine neue Galerie mit Fotos u.a vom Fußball, Wasserpolo, Synchronschwimmen, Beach-Volleyball und 100-Meter-Lauf.

20:18h

Auch darum geht es: um die Medaillen.



Insgesamt 4,3 Tonnen werden verteilt. Und jeder Teilnehmer bekam bereits bei der Ankunft eine ausgehändigt, fürs Mitmachen und völlig zurecht. (Galerien und Videos von Wettkämpfen & Co folgen)

19:57h

WM-Fieber bei den Gay Games: auch zahlreiche Fußballteams spielen in Köln, derzeit noch in der Gruppenphase (wo die Spiele zwei mal 30 Minuten dauern). Heute kam es quasi zum Klassiker Deutschland gegen England, als das Cream Team Cologne auf den Village FC Manchester traf. Wie unser Reporter - Düsseldorfer und häufiger Manchester-Besucher - mitteilt, gewannen die Jungs aus dem Nordwesten Englands 3:1.



Weitere Ergebnisse des Tages teilte er nicht mit.

17:04h

Neue Galerie. Bilder von der Cheerleading-Präsentation auf dem Neumarkt am 2. August.

Und ein Video der hüpfenden und puschelnden TeilnehmerInnen von Dienstag und Mittwoch (Youtube-Direktlink).


16:59h

„Ich bin in den vergangenen Tagen immer wieder gefragt worden, ob es denn überhaupt Gay Games braucht. In Köln mag es kein großes Problem mehr geben, aber der Einmarsch der Nationen bei der Eröffnungszeremonie hat es gezeigt: Hinter einigen Länderschildern fehlten die Teilnehmer dahinter, weil sie sich aus Angst vor Repressalien nicht öffentlich zeigen wollten. Und das ist meine Antwort: Solange es noch Verfolgung und Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung gibt, solange braucht es weiterhin die Gay Games.“
Michael Lohaus, Co-Präsident der VIII. Gay Games Cologne 2010

16:23h

Villages jetzt bis Mitternacht geöffnet Der Zulauf ist gigantisch. Die Villages sind beliebter Treffpunkt für die BesucherInnen und TeilnehmerInnen der Games. Cheerleading und Woman Place mit Lesungen, Biergarten und DJ's bringen eine super Stimmung. Daher sind die Villages auf Rudolfplatz und Neumarkt seit Dienstag täglich bis Mitternacht geöffnet.

Tagesplan Sport täglich aktuell Die Wettkämpfe des Tages und die Highlights der Sportevents werden jetzt täglich aktualisiert auf der Webseite der Gay Games erscheinen. Den gesamten Plan gibt es dort zum Download.

Keiner ist zu spät! Die Hahnentorburg ist Akkreditierungsstelle für Sportlerinnen und Sportler, die später anreisen. Die Öffnungszeiten wurden bis 18:00 Uhr verlängert.

15:36h

Das Chor- und Musikfestival „The Sound of Gay Games“ hat am vergangenen Sonntag mit dem ersten von drei Chorkonzerten begonnen. Im ausverkauften COMEDIA Theater erlebten die ZuhörerInnen einen fulminanten Abend mit schwul-lesbischen Chören aus Deutschland, Kroatien und Neuseeland.



Weitere Konzerte:
03. August (Dienstag)

Straßensingen II - 16-18 Uhr in der Kölner Innenstadt / 18.30 Uhr Gay Games Village, Rudolfplatz
05. August (Donnerstag)
Gala Konzert: Die Stimmen der „Stimmfusion“ und der Festival Chor der Kölner Gay Games zusammen mit dem Kammerorchester des Rainbow Symphony Cologne und dem „Team Band“. Ab 20 Uhr, Hochschule für Musik und Tanz Köln (Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln)
06. August (Freitag)
Chorkonzert III, 20 Uhr, COMEDIA Theater (Vondelstr. 4-8, 50677 Köln)



#1 SimoneAnonym
  • 30.07.2010, 17:54h
  • Na toll, erst Antidiskriminierungsgesetze in Deutschland und international lautstark bekämpfen und nun einen auf Chef-Bekämpfer von Diskriminierung machen. War das nötig, Westerwelle einzuladen?
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#2 FloAnonym
  • 30.07.2010, 17:58h
  • "Westerwelle prangert Diskriminierung an: (...)
    sprach er am Freitag über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland und weltweit"

    Er soll lieber mal was weniger quatschen, sondern handeln...

    Aber wie immer bei der FDP:
    viel labern, aber getan wird nichts oder sogar das Gegenteil.
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#3 MarekAnonym
  • 30.07.2010, 18:34h
  • Und wieso sind Westerwelle und seine Parteikollegen dann immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht uns zu diskriminieren?

    Die FDP (und auch Westerwelle):

    - ist gegen die Eheöffnung

    - ist gegen eine Aufnahme in Art. 3 GG

    - ist gegen Antidiskriminierungsgesetze (kann die deutsche Wirtschaft eigentlich nur funktionieren, wenn sie diskriminieren darf?)

    - kürzt Mittel für AIDS-Hilfen

    - verhindert schwule Aufklärung an Schulen

    - hat damals gegen die eingetragene Partnerschaft gestimmt

    - hält noch nicht mal ihr Wahlversprechen, uns im Adoptionsrecht gleichzustellen (vor der Wahl hieß es, dass sie ohne diese Gleichstellung keinen Koalitionsvertrag unterschreiben werden, aber nach der Wahl war das das erste, was aufgegeben wurde)

    - etc. etc.

    Also ganz ehrlich:
    Sich da hinzustellen und den Kämpfer für Homorechte zu spielen ist nicht nur peinlich, sondern eine Frechheit. Der schadet uns massiv und grinst uns dabei noch ins Gesicht.

    Dass er überhaupt eingeladen wurde, zeigt, dass den Veranstaltern der hohe Posten wichtiger war als die Botschaft. Ginge es um die Botschaft, hätte Volker Beck (Grüne) an dieser Stelle stehen sollen. Der demonstriert sogar für unsere Rechte, wenn er dabei zusammengeschlagen und verhaftet wird (queer.de berichtete). Währenddessen sitzt Westerwelle mit seinem Freund zusammen, schlürft Champagner und lacht sich kaputt, wie wir immer wieder aufs Neue auf ihn reinfallen und seine Politik vergessen, sobal er wieder mal schön rumfaselt!
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#4 Klaus65
  • 30.07.2010, 19:39h
  • Antwort auf #3 von Marek
  • Hallo Marek,

    da kann ich Dir nur recht geben, von den ganzen Ankündigungen ist nicht viel übrig geblieben.
    Dem ganzen kann man nicht s mehr hinzu fügen.
    Ich bin auch drauf reingefallen, passiert mir nicht noch einmal.
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#5 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:03h
  • Westerwelle war Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung.

    Deren World Games:

    www.queer.de/detail.php?article_id=11679

    Die Stiftung ist benannt nach dem evangelischen Pastor Naumann. DieserPolit-Pastor und Propagandist (über 2100 Veröffentlichungen) begann seine politische Karriere ganz rechtsaußen, als Anhänger des reaktionären, antisemitischen Berliner Hofpredigers Adolf Stoecker.

    1896 gründete Naumann den "Nationalsozialen Verein", der einerseits für die Entmachtung der ostelbischen Junker und einen Ausgleich mit der Arbeiterschaft eintrat, andererseits aber auch für einen aggressiven deutschen Expansionismus einschließlich Flottenhochrüstung. Auf welche Weise in einer bereits weitgehend aufgeteilten Welt Kolonien zu erwerben seien, beantwortete Naumann ohne Umschweife:

    "Bei Friedensschlüssen nach glücklichen Seekriegen."

    Dem Sozialdarwinisten Naumann war der "Trieb des deutschen Volkes, seinen Einfluß auf die Erdkugel auszudehnen", ein "Auftrag der Geschichte", dessen Grundlage "nicht irgendein Recht, sondern die Macht" sei. Angesichts öffentlicher Kritik an der "Hunnenrede" Wilhelms II. bramarbasierte Naumann gegen "diese ganze Zimperlichkeit", was ihm den Beinamen "Hunnenpastor" eintrug.

    Für den "Liberalen" Naumann war es kein Widerspruch, aus den deutschen "Industrieuntertanen Industriebürger" machen zu wollen, aber die Unterdrückung anderer Völker gutzuheißen.

    Wie sein Zeitgenosse Max Weber sah er in der "Weltpolitik" eine Voraussetzung für die Finanzierung innenpolitischer Reformen.
    Im Expansionismus den Motor sozialen "Fortschritts".

    Naumanns Credo: "Was nützt uns die beste Sozialpolitik, wenn die Kosaken kommen?"
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#6 stromboliProfil
  • 30.07.2010, 20:34hberlin
  • Antwort auf #5 von Anna Logie
  • vorsicht .. dein beitrag könnte von einigen hier als auforderung der fdp beizutreten verstanden werden...
    da ist so viel nähe zur globalplayermystik unserer neoliberalen brunftmuschi schwesterwelle
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#7 RalfAnonym
  • 30.07.2010, 20:45h
  • Das Theaterstück, das da aufgeführt wurde, kann nur den Titel haben: "Der Bock als Gärtner".
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#8 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:49h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Ach, glaube ich nicht. Sind hier ja meist erwachsene und vernünftige Leute unterwegs.

    Sie erkennen WW unschwer als eine schwule Hämorrhoide am Arsch der Macht.

    Man muss mit ihr machen, was seine Wähler
    sind: veröden !
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#9 Julek89
  • 30.07.2010, 21:28h
  • Na toll, watt ne Flachbremse... ganz ehrlich. Gestern
    im Nachtjournal
    habe ich nochn Interview gesehen dazu, wo er die Anzahl der Länder nannte, wo die Todestrafe auf HS steht und, wie viele Staaten weltweit generell noch Homosexuelle verfolgen... Also super, das kann ich auch im Wikipedia oder so nachlesen, wenn ich die Zahlen nicht längst kennen würde.

    Hätte mir vom Moderator mal gewünscht, dass er nachfragt, wie ER als Außenminister zukünftig agieren will und das Problem
    angehen will...

    Oder eben, was er gedenkt zu tun...

    Nein, ein einziges Kopfnicken und zu ende wars...

    Naja, eine riesige Witzfigur, dieser Wellenheini...
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#10 MitchProfil
  • 30.07.2010, 22:34hBerlin
  • Na toll,

    GayGames in Köln und eine Gruppe von Organisator("innen" nehme ich mal an) kocht ihr Extra-Süppchen: "Das Eventzelt auf dem Neumarkt ist während der gesamten Spiele DER Veranstaltungsort für Frauen." Und natürlich gibt's bei den Games auch eine spezielle Party nebst Location nur für Frauen.

    Gibt es eigentlich auch einen Veranstaltungsort und eine Party bei den Games NUR für Männer?

    Ich dachte eigentlich die GayGames wären eine gemeinsame Veranstaltung für die gesamte quere Community. Was soll dann dieser überkommene Separatismus?

    Das ist mir schon beim Straßenfest in Berlin übel aufgestoßen... da gibt es doch tatsächlich einen speziellen Abschnitt nebst Bühne nur für Frauen.

    Schade, daß man im Zeitalter einer korrekten Genderpolitik ein derartig schwulenfeindliches Verhalten auch noch fördert :-(
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