Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12522

Rund 12.000 Medaillen wurden während der Spiele verteilt

Die internationale Spiele von Schwulen, Lesben und Freunden in Köln mit rund 10.000 TeilnehmerInnen aus 70 Nationen sind Geschichte. In rund 35 Disziplinen, darunter Fuß- und Volleyball, Eiskunstlaufen und Schwimmen sowie Golf und sogar Schach konnten Amateure wie Profisportler mitmachen und damit das Motto der Spiele, "Be Part of it", mit Leben erfüllen. Dazu gab es ein breites Kultur- und Partyprogramm.

Queer.de begleitete das Mega-Event mit einem Liveblog vom Anfang bis zum Ende der Gay Games. Aus Köln berichteten Norbert Blech, Dennis Klein und Christian Scheuß, zusätzliche Bilder stammen von Bernd Rosenbaum. Daneben bieten wir euch aktuelle Berichte, Galerien und Termine.


Live-Ticker (abgeschlossen, Start)

01.08., 16:26h

Wir haben die ersten rund 100 Fotos der gestrigen Eröffnung online gestellt. Zur Galerie.

14:22h

Die Eröffnungszeremonie bot einige Kontroversen und Kritikpunkte.

1) Es war schade und vielleicht auch unnötig, dass die teilnehmenden Teams auf zwei Seiten gleichzeitig und getrennt ins Stadion einliefen und nicht eine Runde gingen - viele Besucher aus dem Ausland saßen folglich auf der falschen Tribüne für ihr nationales Team, die Fotografen haben sich hauptsächlich auf eine Seite konzentriert, die Videoblogger der Gay Games saßen beim umjubelten Einmarsch der Kölner Heimteams auf der falschen Seite (Direktlink zum Video bei Youtube).



2) Fotografen und Journalisten hatten nach dem Einzug der Teilnehmer den Spielfeldrand zu verlassen, so dass nur Center TV brauchbare Bilder der Show machen konnte. Weitaus problematischer: wie folgt sah etwa das nächste Foto aus, das man als Agentur, Fotograf oder Journalist von einem deutschen Außenminister während einer vielleicht historischen Ansprache machen konnte - man beachte den leeren Raum vor ihm.



3) Guido Westerwelle hielt eine Rede, stand aber nicht einer Pressekonferenz zur Verfügung. Zum Vergleich: Joschka Fischer stellte sich selbstverständlich den Fragen von Journalisten, im gleichen Amt beim Europride 2002 in Köln. Seinem Nachfolger hätte man gerne ein paar Fragen zu seinen Äußerungen der letzten Tage gestellt.

4) Als der Außenminister die Bühne betrat gab es Pfiffe, danach überwiegend Zustimmung, etwa als er sagte, dass keine Religion Mord rechtfertige. Im Block der Kölner Sportler saßen ein paar junge Frauen, die sich auf Transparenten gegen seine Teilnahme aussprachen. Während der Außenminister für seine Worte tobenden Beifall aus allen Stadienecken bekam, wurden die Mädchen von links, von rechts, von vorne und von hinten lautstark und unter anderem als "respektlos" beschimpft, aus dem eigenen Team wohlgemerkt.



Wenig später saßen sie fast alleine da, weil sich Mitsportler wegsetzten.

5) Über eine völlig andere Frage des Abends legte sich zunächst Stille, nämlich zur Schweigeminute. Die galt bei diesen Gay Games nicht nur HIV-Positiven, sondern auch den Opfern der Loveparade (der Einleitung der Moderatoren nach, weil Guido Westerwelle sie erwähnte). Und den Opfern von Brustkrebs. Am Nachmittag hatte es bereits einen Gedenkmarsch gegeben, der an den Stolpersteinen für an Aids Verstorbene am Rheinufer endete. Als Teil des Kulturprogramms der Gay Games war der "Memorial Run" Opfern von HIV/Aids und den Opfern von Brustkrebs gewidmet.

Spricht man mit Szene-Menschen in Köln, auch lesbischen, herrscht darüber hauptsächlich Überraschung und durchaus eine Menge Verärgerung. Ein Aktivist, der sonst auf Ausgleich bedacht ist: "Wer den Unterschied nicht erkennt, ist blind und ignorant." Kurz zuvor erst war ein Video über den Gay-Games-Gründer Tom Waddell gelaufen, der an Aids verstorben ist. Nun werde diese Krankheit, die die homosexuelle Szene ins Mark getroffen hat und immer noch trifft, der Beliebigkeit ausgesetzt, kritisierten viele. (nb)

14:17h

Auch das englischsprachige Portal Outsports berichtet ausführlich über die Gay Games - mit einer gehörigen Prise Humor. Dass das Programmheft auf Englisch wie Deutsch den Satz enthält, dass es in Deutschland ausreichend Strom gibt ("24 Stunden lang"), war uns noch nicht aufgefallen. Auch der Hinweis, dass man sich um "Trinkwasser eigentlich keine Sorgen machen muss", was dann doch beunruhigend klingt.

13:19h

Es gibt erste Videos der gestrigen Zeremonie bei Youtube, im Blog der Federation of Gay Games.





Während einige Sportler bereits die ersten Wettkämpfe bestreiten, sind die Mitarbeiter von Queer.de noch von einer langen, schönen Nacht geschafft und werden im Laufe des Tages zahlreiche Bilder der Eröffnungszeremonie hochladen.



31.07., 22:10h

Hat geklappt. Mit dem alten Discokracher „Tell it to my Heart“ war der Regen vorbei…

22:08h

Blöd irgendwie: Die Sängerin Agnes („Release Me“) hat versehentlich eine Regentanzperformance gewählt. Ein Schauer geht über dem RheinEnergie-Stadion nieder. Taylor Dayne hat jetzt die Chance, mit ihren aufgespritzten Lippen die Regenwolken wegzupusten... äh, zu singen…

21:39h

Noch mehr Gänsehaut. Die große Show in der Arena hat begonnen. Luftballontrauben, bunte Tänzer, Ferartisten. Dazu der Song des Eurovision Flashmobs: „Glow“

21:33h

Das Feuer der Gay Games ist entzündet worden!

21:28h

Matthew Mitcham ist gerührt vom großen Applaus, den er bekommt. Er spricht den Eid für die teilnehmenden Sportler der Gay Games.

21:16h

"Somewhere over the Rainbow" Das Rainbow Symphony Cologne-Orchester samt Chor macht Gänsehaut. We are not in Kansas anymore, wir sind in Köln bei den Gay Games...



#1 SimoneAnonym
  • 30.07.2010, 17:54h
  • Na toll, erst Antidiskriminierungsgesetze in Deutschland und international lautstark bekämpfen und nun einen auf Chef-Bekämpfer von Diskriminierung machen. War das nötig, Westerwelle einzuladen?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FloAnonym
  • 30.07.2010, 17:58h
  • "Westerwelle prangert Diskriminierung an: (...)
    sprach er am Freitag über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland und weltweit"

    Er soll lieber mal was weniger quatschen, sondern handeln...

    Aber wie immer bei der FDP:
    viel labern, aber getan wird nichts oder sogar das Gegenteil.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MarekAnonym
  • 30.07.2010, 18:34h
  • Und wieso sind Westerwelle und seine Parteikollegen dann immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht uns zu diskriminieren?

    Die FDP (und auch Westerwelle):

    - ist gegen die Eheöffnung

    - ist gegen eine Aufnahme in Art. 3 GG

    - ist gegen Antidiskriminierungsgesetze (kann die deutsche Wirtschaft eigentlich nur funktionieren, wenn sie diskriminieren darf?)

    - kürzt Mittel für AIDS-Hilfen

    - verhindert schwule Aufklärung an Schulen

    - hat damals gegen die eingetragene Partnerschaft gestimmt

    - hält noch nicht mal ihr Wahlversprechen, uns im Adoptionsrecht gleichzustellen (vor der Wahl hieß es, dass sie ohne diese Gleichstellung keinen Koalitionsvertrag unterschreiben werden, aber nach der Wahl war das das erste, was aufgegeben wurde)

    - etc. etc.

    Also ganz ehrlich:
    Sich da hinzustellen und den Kämpfer für Homorechte zu spielen ist nicht nur peinlich, sondern eine Frechheit. Der schadet uns massiv und grinst uns dabei noch ins Gesicht.

    Dass er überhaupt eingeladen wurde, zeigt, dass den Veranstaltern der hohe Posten wichtiger war als die Botschaft. Ginge es um die Botschaft, hätte Volker Beck (Grüne) an dieser Stelle stehen sollen. Der demonstriert sogar für unsere Rechte, wenn er dabei zusammengeschlagen und verhaftet wird (queer.de berichtete). Währenddessen sitzt Westerwelle mit seinem Freund zusammen, schlürft Champagner und lacht sich kaputt, wie wir immer wieder aufs Neue auf ihn reinfallen und seine Politik vergessen, sobal er wieder mal schön rumfaselt!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Klaus65
  • 30.07.2010, 19:39h
  • Antwort auf #3 von Marek
  • Hallo Marek,

    da kann ich Dir nur recht geben, von den ganzen Ankündigungen ist nicht viel übrig geblieben.
    Dem ganzen kann man nicht s mehr hinzu fügen.
    Ich bin auch drauf reingefallen, passiert mir nicht noch einmal.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:03h
  • Westerwelle war Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung.

    Deren World Games:

    www.queer.de/detail.php?article_id=11679

    Die Stiftung ist benannt nach dem evangelischen Pastor Naumann. DieserPolit-Pastor und Propagandist (über 2100 Veröffentlichungen) begann seine politische Karriere ganz rechtsaußen, als Anhänger des reaktionären, antisemitischen Berliner Hofpredigers Adolf Stoecker.

    1896 gründete Naumann den "Nationalsozialen Verein", der einerseits für die Entmachtung der ostelbischen Junker und einen Ausgleich mit der Arbeiterschaft eintrat, andererseits aber auch für einen aggressiven deutschen Expansionismus einschließlich Flottenhochrüstung. Auf welche Weise in einer bereits weitgehend aufgeteilten Welt Kolonien zu erwerben seien, beantwortete Naumann ohne Umschweife:

    "Bei Friedensschlüssen nach glücklichen Seekriegen."

    Dem Sozialdarwinisten Naumann war der "Trieb des deutschen Volkes, seinen Einfluß auf die Erdkugel auszudehnen", ein "Auftrag der Geschichte", dessen Grundlage "nicht irgendein Recht, sondern die Macht" sei. Angesichts öffentlicher Kritik an der "Hunnenrede" Wilhelms II. bramarbasierte Naumann gegen "diese ganze Zimperlichkeit", was ihm den Beinamen "Hunnenpastor" eintrug.

    Für den "Liberalen" Naumann war es kein Widerspruch, aus den deutschen "Industrieuntertanen Industriebürger" machen zu wollen, aber die Unterdrückung anderer Völker gutzuheißen.

    Wie sein Zeitgenosse Max Weber sah er in der "Weltpolitik" eine Voraussetzung für die Finanzierung innenpolitischer Reformen.
    Im Expansionismus den Motor sozialen "Fortschritts".

    Naumanns Credo: "Was nützt uns die beste Sozialpolitik, wenn die Kosaken kommen?"
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stromboliProfil
  • 30.07.2010, 20:34hberlin
  • Antwort auf #5 von Anna Logie
  • vorsicht .. dein beitrag könnte von einigen hier als auforderung der fdp beizutreten verstanden werden...
    da ist so viel nähe zur globalplayermystik unserer neoliberalen brunftmuschi schwesterwelle
  • Antworten » | Direktlink »
#7 RalfAnonym
  • 30.07.2010, 20:45h
  • Das Theaterstück, das da aufgeführt wurde, kann nur den Titel haben: "Der Bock als Gärtner".
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:49h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Ach, glaube ich nicht. Sind hier ja meist erwachsene und vernünftige Leute unterwegs.

    Sie erkennen WW unschwer als eine schwule Hämorrhoide am Arsch der Macht.

    Man muss mit ihr machen, was seine Wähler
    sind: veröden !
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Julek89
  • 30.07.2010, 21:28h
  • Na toll, watt ne Flachbremse... ganz ehrlich. Gestern
    im Nachtjournal
    habe ich nochn Interview gesehen dazu, wo er die Anzahl der Länder nannte, wo die Todestrafe auf HS steht und, wie viele Staaten weltweit generell noch Homosexuelle verfolgen... Also super, das kann ich auch im Wikipedia oder so nachlesen, wenn ich die Zahlen nicht längst kennen würde.

    Hätte mir vom Moderator mal gewünscht, dass er nachfragt, wie ER als Außenminister zukünftig agieren will und das Problem
    angehen will...

    Oder eben, was er gedenkt zu tun...

    Nein, ein einziges Kopfnicken und zu ende wars...

    Naja, eine riesige Witzfigur, dieser Wellenheini...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 MitchProfil
  • 30.07.2010, 22:34hBerlin
  • Na toll,

    GayGames in Köln und eine Gruppe von Organisator("innen" nehme ich mal an) kocht ihr Extra-Süppchen: "Das Eventzelt auf dem Neumarkt ist während der gesamten Spiele DER Veranstaltungsort für Frauen." Und natürlich gibt's bei den Games auch eine spezielle Party nebst Location nur für Frauen.

    Gibt es eigentlich auch einen Veranstaltungsort und eine Party bei den Games NUR für Männer?

    Ich dachte eigentlich die GayGames wären eine gemeinsame Veranstaltung für die gesamte quere Community. Was soll dann dieser überkommene Separatismus?

    Das ist mir schon beim Straßenfest in Berlin übel aufgestoßen... da gibt es doch tatsächlich einen speziellen Abschnitt nebst Bühne nur für Frauen.

    Schade, daß man im Zeitalter einer korrekten Genderpolitik ein derartig schwulenfeindliches Verhalten auch noch fördert :-(
  • Antworten » | Direktlink »