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Rund 12.000 Medaillen wurden während der Spiele verteilt

Die internationale Spiele von Schwulen, Lesben und Freunden in Köln mit rund 10.000 TeilnehmerInnen aus 70 Nationen sind Geschichte. In rund 35 Disziplinen, darunter Fuß- und Volleyball, Eiskunstlaufen und Schwimmen sowie Golf und sogar Schach konnten Amateure wie Profisportler mitmachen und damit das Motto der Spiele, "Be Part of it", mit Leben erfüllen. Dazu gab es ein breites Kultur- und Partyprogramm.

Queer.de begleitete das Mega-Event mit einem Liveblog vom Anfang bis zum Ende der Gay Games. Aus Köln berichteten Norbert Blech, Dennis Klein und Christian Scheuß, zusätzliche Bilder stammen von Bernd Rosenbaum. Daneben bieten wir euch aktuelle Berichte, Galerien und Termine.


Live-Ticker (abgeschlossen, Start)

31.07., 21:11h

Schweigeminute für die an Aids und Brustkrebs Verstorbenen, und besonders für die Opfer der Massenpanik der Loveparade...

21:09h

Die Regenbogenflagge wird ins Stadion getragen und gehisst. Großer Jubel...

21:06h

Die Reden der offiziellen Vertreter der „Federation of Gay Games“ dauern an: „Die Gay Games werden Euer Leben verändern“. Stimmt: Zuschauer schicken erste Papierschwalben durch das Stadion, das eine erstaunliche gute Aerodynamik für die Fluggeräte besitzt. Abschlußworte: „Isch bin ein Kölner“.

20:43h

„Wir fragen nicht nach Privilegien, wir fragen nach Respekt.“ Mit deutlichen Worten gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen weltweit hat Westerwelle die Stimmung für sich aufbessern können. Es gibt Standing Ovations vom Publikum am Ende.

20:37h

Außenminister Guido Westerwelle als Schirmherr der Gay Games eröffnet den Redenreigen. Er wird mit zahlreichen Pfiffen begrüßt. Er hält seine Rede in Englisch: „Ob schwul, lesbisch, bi, transgender oder hetero, ich hoffe, sie genießen die Gay Games.“

20:23h

Da simmer dabei, dat is prima…! Die Kölner Delegation zieht mit rund 900 Männern und Frauen ins Stadion ein. Riesenjubel, die Zuschauer hebt es bei kölschem Liedgut von den Sitzen…

19:51h


Einmarsch der Gladiatoren! Mit einem Countdown starteten um Punkt 19:30 Uhr die VIII. Gay Games im Kölner RheinEnergie-Stadion. Leider sind nur ein gutes Drittel der Zuschauerplätze besetzt, doch die Stimmung ist prima. Die größten Gruppen: rund 3.000 aus Deutschland (davon 874 aus Köln), 1943 aus den USA, 788 aus England und 628 aus den Niederlanden. Die kleinsten Einmann(frau)-Delegationen unter anderem aus Zypern, Indien, Kenia, Pakistan…

13:06h

50 Prozent Rabatt auf alles, außer Tiernahrung: Es gibt für die Eröffnung nach wie vor Tickets zum halben Preis. Karten der Rubrik "Last Minute" sind online auf der Homepage der Gay Games oder im Laden der Spiele im Untergeschoß der Neumarkt-Galerie in Köln erhältlich. Die Tickets in den Kategorien 1 bis 5 können auch via Hotline unter der Telefonnummer (01805/303435) bestellt werden (aus dem deutschen Festnetz 14 ct/min, mobil: max. 42ct/min).

12:55h

Ist die Eröffnung der Gay Games eigentlich eine sichere Veranstaltung? Diese Frage stellen sich viele, eine Woche nach der Tragödie bei der Loveparade in Duisburg. „Ich weiß, dass wir sehr gut aufgestellt sind“, beruhigt GG-Co-Präsident Michael Lohaus. „Die Sicherheit solcher Großveranstaltungen ist immer eine gemeinsame Kraftanstrengung der Organisatoren mit den Behörden“, betont er, und mit denen sei man bereits seit langem in engem Kontakt. In einem Arbeitskreis im Sportamt der Stadt Köln wurden zusammen mit den verschiedensten Experten Gefahren durchgespielt und Reaktionsszenarien entwickelt. Auch der prominente Besucher – Außenminister Guido Westerwelle – sorgt für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, bei dem unter anderem das Bundeskriminalamt beteiligt sei.

11:26h

Um 12 Uhr startet im Rheinpark (bei der Messe) der "International Rainbow Memorial Run" mit Enfaltung des "Memorial Quilt". Zum Start werden Namen von Menschen verlesen, die an HIV/Aids verstorben sind und an die erinnert werden soll. Der Lauf führt dann auf die andere Rheinseite an die Ecke der Markmannsgasse, an der "Erinnerungssteine" ins Pflaster eingelassen sind.



#1 SimoneAnonym
  • 30.07.2010, 17:54h
  • Na toll, erst Antidiskriminierungsgesetze in Deutschland und international lautstark bekämpfen und nun einen auf Chef-Bekämpfer von Diskriminierung machen. War das nötig, Westerwelle einzuladen?
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#2 FloAnonym
  • 30.07.2010, 17:58h
  • "Westerwelle prangert Diskriminierung an: (...)
    sprach er am Freitag über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Deutschland und weltweit"

    Er soll lieber mal was weniger quatschen, sondern handeln...

    Aber wie immer bei der FDP:
    viel labern, aber getan wird nichts oder sogar das Gegenteil.
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#3 MarekAnonym
  • 30.07.2010, 18:34h
  • Und wieso sind Westerwelle und seine Parteikollegen dann immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht uns zu diskriminieren?

    Die FDP (und auch Westerwelle):

    - ist gegen die Eheöffnung

    - ist gegen eine Aufnahme in Art. 3 GG

    - ist gegen Antidiskriminierungsgesetze (kann die deutsche Wirtschaft eigentlich nur funktionieren, wenn sie diskriminieren darf?)

    - kürzt Mittel für AIDS-Hilfen

    - verhindert schwule Aufklärung an Schulen

    - hat damals gegen die eingetragene Partnerschaft gestimmt

    - hält noch nicht mal ihr Wahlversprechen, uns im Adoptionsrecht gleichzustellen (vor der Wahl hieß es, dass sie ohne diese Gleichstellung keinen Koalitionsvertrag unterschreiben werden, aber nach der Wahl war das das erste, was aufgegeben wurde)

    - etc. etc.

    Also ganz ehrlich:
    Sich da hinzustellen und den Kämpfer für Homorechte zu spielen ist nicht nur peinlich, sondern eine Frechheit. Der schadet uns massiv und grinst uns dabei noch ins Gesicht.

    Dass er überhaupt eingeladen wurde, zeigt, dass den Veranstaltern der hohe Posten wichtiger war als die Botschaft. Ginge es um die Botschaft, hätte Volker Beck (Grüne) an dieser Stelle stehen sollen. Der demonstriert sogar für unsere Rechte, wenn er dabei zusammengeschlagen und verhaftet wird (queer.de berichtete). Währenddessen sitzt Westerwelle mit seinem Freund zusammen, schlürft Champagner und lacht sich kaputt, wie wir immer wieder aufs Neue auf ihn reinfallen und seine Politik vergessen, sobal er wieder mal schön rumfaselt!
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#4 Klaus65
  • 30.07.2010, 19:39h
  • Antwort auf #3 von Marek
  • Hallo Marek,

    da kann ich Dir nur recht geben, von den ganzen Ankündigungen ist nicht viel übrig geblieben.
    Dem ganzen kann man nicht s mehr hinzu fügen.
    Ich bin auch drauf reingefallen, passiert mir nicht noch einmal.
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#5 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:03h
  • Westerwelle war Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung.

    Deren World Games:

    www.queer.de/detail.php?article_id=11679

    Die Stiftung ist benannt nach dem evangelischen Pastor Naumann. DieserPolit-Pastor und Propagandist (über 2100 Veröffentlichungen) begann seine politische Karriere ganz rechtsaußen, als Anhänger des reaktionären, antisemitischen Berliner Hofpredigers Adolf Stoecker.

    1896 gründete Naumann den "Nationalsozialen Verein", der einerseits für die Entmachtung der ostelbischen Junker und einen Ausgleich mit der Arbeiterschaft eintrat, andererseits aber auch für einen aggressiven deutschen Expansionismus einschließlich Flottenhochrüstung. Auf welche Weise in einer bereits weitgehend aufgeteilten Welt Kolonien zu erwerben seien, beantwortete Naumann ohne Umschweife:

    "Bei Friedensschlüssen nach glücklichen Seekriegen."

    Dem Sozialdarwinisten Naumann war der "Trieb des deutschen Volkes, seinen Einfluß auf die Erdkugel auszudehnen", ein "Auftrag der Geschichte", dessen Grundlage "nicht irgendein Recht, sondern die Macht" sei. Angesichts öffentlicher Kritik an der "Hunnenrede" Wilhelms II. bramarbasierte Naumann gegen "diese ganze Zimperlichkeit", was ihm den Beinamen "Hunnenpastor" eintrug.

    Für den "Liberalen" Naumann war es kein Widerspruch, aus den deutschen "Industrieuntertanen Industriebürger" machen zu wollen, aber die Unterdrückung anderer Völker gutzuheißen.

    Wie sein Zeitgenosse Max Weber sah er in der "Weltpolitik" eine Voraussetzung für die Finanzierung innenpolitischer Reformen.
    Im Expansionismus den Motor sozialen "Fortschritts".

    Naumanns Credo: "Was nützt uns die beste Sozialpolitik, wenn die Kosaken kommen?"
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#6 stromboliProfil
  • 30.07.2010, 20:34hberlin
  • Antwort auf #5 von Anna Logie
  • vorsicht .. dein beitrag könnte von einigen hier als auforderung der fdp beizutreten verstanden werden...
    da ist so viel nähe zur globalplayermystik unserer neoliberalen brunftmuschi schwesterwelle
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#7 RalfAnonym
  • 30.07.2010, 20:45h
  • Das Theaterstück, das da aufgeführt wurde, kann nur den Titel haben: "Der Bock als Gärtner".
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#8 Anna LogieAnonym
  • 30.07.2010, 20:49h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Ach, glaube ich nicht. Sind hier ja meist erwachsene und vernünftige Leute unterwegs.

    Sie erkennen WW unschwer als eine schwule Hämorrhoide am Arsch der Macht.

    Man muss mit ihr machen, was seine Wähler
    sind: veröden !
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#9 Julek89
  • 30.07.2010, 21:28h
  • Na toll, watt ne Flachbremse... ganz ehrlich. Gestern
    im Nachtjournal
    habe ich nochn Interview gesehen dazu, wo er die Anzahl der Länder nannte, wo die Todestrafe auf HS steht und, wie viele Staaten weltweit generell noch Homosexuelle verfolgen... Also super, das kann ich auch im Wikipedia oder so nachlesen, wenn ich die Zahlen nicht längst kennen würde.

    Hätte mir vom Moderator mal gewünscht, dass er nachfragt, wie ER als Außenminister zukünftig agieren will und das Problem
    angehen will...

    Oder eben, was er gedenkt zu tun...

    Nein, ein einziges Kopfnicken und zu ende wars...

    Naja, eine riesige Witzfigur, dieser Wellenheini...
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#10 MitchProfil
  • 30.07.2010, 22:34hBerlin
  • Na toll,

    GayGames in Köln und eine Gruppe von Organisator("innen" nehme ich mal an) kocht ihr Extra-Süppchen: "Das Eventzelt auf dem Neumarkt ist während der gesamten Spiele DER Veranstaltungsort für Frauen." Und natürlich gibt's bei den Games auch eine spezielle Party nebst Location nur für Frauen.

    Gibt es eigentlich auch einen Veranstaltungsort und eine Party bei den Games NUR für Männer?

    Ich dachte eigentlich die GayGames wären eine gemeinsame Veranstaltung für die gesamte quere Community. Was soll dann dieser überkommene Separatismus?

    Das ist mir schon beim Straßenfest in Berlin übel aufgestoßen... da gibt es doch tatsächlich einen speziellen Abschnitt nebst Bühne nur für Frauen.

    Schade, daß man im Zeitalter einer korrekten Genderpolitik ein derartig schwulenfeindliches Verhalten auch noch fördert :-(
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