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Darf nicht mehr pfeifen: Referee Michael Kempter

In der Schiedsrichter-Affäre hat der 27-Jährige Michael Kempter erst seine internationale Zulassung verloren - nun vertraut der Deutsche Fußballbund (DFB) ihm nicht mal mehr die Spielleitung in der 3. Liga zu.

Der DFB will den Fall nun doch untersuchen und Kempter solange nicht mehr einsetzen. Damit vollzieht der Verband eine 180-Grand-Wendung: Im Februar hatte er sich noch ohne Vorbehalte hinter den Schiedsrichter gestellt, als dieser behauptete, der DFB-Funktionär Manfred Amerell habe den Referee sexuell genötigt (queer.de berichtete). Amerell erklärte dagegen, zwischen ihm und dem Schiedsrichter habe eine "intensive private Freundschaft" bestanden, bei der nichts gegen den Willen des anderen geschehen sei. Um dies zu beweisen, veröffentlichte Amerell private SMS-Nachrichten (queer.de berichtete).

Im Mai stellte die Staatsanwaltschaft Augsburg die Ermittlungen gegen Amerell ein. Der 63-Jährige, der wegen der Affäre seinen Job verlor, sieht sich unschuldig verfolgt und hat nun Kempter und den DFB auf Schadensersatz verklagt (queer.de berichtete). Der DFB erklärte am Freitag jedoch trotzig, er erkenne die Schadenersatzforderungen von Amerell nicht an.

Noch ist unklar, ob Kempter je wieder in der deutschen Profiliga pfeifen wird. Wie der DFB machte auch der junge Schiedsrichter eine ungute Figur in der Affäre: So trat er noch im Februar mit einem Interview für die "Bild"-Zeitung in Erscheinung, in dem er unter anderem beteuerte, heterosexuell zu sein (queer.de berichtete). Danach wurde er jedoch nach Angaben der "Frankfurter Rundschau" von einem anderen Schiedsrichter beim DFB geoutet - der anonyme Zeuge sagte, Kempter habe versucht, ihn in einem Hotelzimmer anzumachen (queer.de berichtete). Inzwischen ist Kempter untergetaucht und gibt keine Presseinterviews mehr. In Blogs wird jedoch seither vermehrt über seine Sexualität debattiert. (dk)



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38 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.08.2010, 08:45h
  • Man darf gespannt sein, wie es denn mit unserem Hascherl aus Südbaden weitergehen wird. Schade, daß das SO enden muß!
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#2 Benedictus
  • 02.08.2010, 09:25h

  • Da kann unser Hascherl noch so süß ausschaun, ich habe kein Mitleid mit Klemmschwestern. Geschieht ihr ganz recht.
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#3 LebensmenschAnonym
#4 damienAnonym
  • 02.08.2010, 12:28h
  • "Amarell ist freiwillig, wenn auch ziemlich wütend, zurückgetreten und hat damit seine Karriere beendet.
    Und es gibt nicht wenige in der DFB-Führungsetage, die über diesen Schritt sehr zufrieden sind. Denn A. war nicht nur wegen dieser Geschichte nicht sonderlich beliebt.
    Es wird ihm Strippenzieherei und Mauschelei im Hintergrund in der sogenannten Troika mit Roth und hört, hört, Striegel vorgeworfen. Besonders wenn es um Aufstieg von Nachwuchsleuten in die 1. u. 2. Liga ging, mußte wohl alles so laufen, wie er das wollte.
    Ich werde nicht sagen, von wem ich das habe, weiß aber, dass derjenige beste Kontakte in die DFB-Führungsetage hat. Weiter werde ich mich dazu nicht mehr äußern. Ist mir zu heikel."

    www.fussball-sr.de/showthread.php?9655-Leider-kein-Ende-der-
    DFB-Schiedsrichteraff%E4re-neue-Anschuldigung/page35


    Amerell ist kein Unschuldslamm, warum wird er gerade hier verteidigt?
    Schon alleine alles und jeden anzuzeigen und die Drohungen wahr zu machen jeden mit nach unten zu ziehen wenn er selbst fällt...Psycho.

    Es bleibt übrigens jedem selbst überlassen sich zu outen oder nicht, die Schadenfroheit einiger von euch ist ein ganz mieser Charakterzug!
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#5 *empterAnonym
#6 FloAnonym
  • 02.08.2010, 13:04h
  • Antwort auf #2 von Benedictus
  • "Da kann unser Hascherl noch so süß ausschaun, ich habe kein Mitleid mit Klemmschwestern. Geschieht ihr ganz recht."

    Wäre er offener gewesen, hätte er wahrscheinlich auch kein Spiel mehr gepfiffen. Denn bei jeder Entscheidung wäre er von den Fans einer der Mannschaften als Schwuchtel und sonstwas beschimpft worden.

    Ich bin auch sehr für Offenheit im Fußball, aber dann muss das auch eine gemeinsame Aktion vieler Spieler aller Ligen, Schiedsrichter, etc. sein. Einzeloutings bringen bei den verkrusteten Strukturen und Denkweisen der meisten Fans leider gar nichts.

    So ein abgestimmtes Massenouting würde ich mir allerdings sehr schnell wünschen - lieber heute als morgen... Das würde viel verändern und gerade auch den Betroffenen selbst nutzen.
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#7 eMANcipation*Anonym
  • 02.08.2010, 13:23h
  • Antwort auf #4 von damien
  • Was ändern deine Ausführungen an der Tatsache, dass Amerell vom DFB vorverurteilt und eine möglicherweise ganz normale homosexuelle Beziehung zwischen zwei Männern zur kriminellen Handlung bzw. zum Missbrauch erklärt und nur deshalb in eben dieser Weise in die Öffentlichkeit gezerrt wurde?

    Darum geht es hier! Und um die verheerenden Folgen für viele junge Männer, die dringend schwule Identifikationsfiguren jenseits der gesellschaftlich konstruierten Klischees brauchen!
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#8 König der HerzenAnonym
#9 eMANcipation*Anonym
  • 02.08.2010, 13:35h
  • Antwort auf #6 von Flo
  • Du merkst hoffentlich noch, dass du den Versteckschwullen, vor allem den Klemmschwester-Millionären, weiterhin eine wunderbare Rechtfertigung für ihr zutiefst a-soziales, verantwortungsloses und unsolidarisches Verhalten lieferst.

    Immer weiter nach der Logik: "Solange sich die anderen so verhalten, darf / muss / kann ich das auch."

    So funktioniert aber gesellschaftlicher Fortschritt nicht und mit dieser absurden Logik treten wir noch in zwanzig Jahren auf der Stelle.

    Es ist allerhöchste Zeit, dass endlich jemand den Anfang macht - und wir sollten mit ganzer Kraft darauf hinarbeiten, dass Luft und Eis für die schwulen Versteck-Weltmeister so dünn werden wie nur irgend möglich! Erst wenn die Mitwisser ihnen fühlbar im Nacken sitzen, wird ihre opportunistisch-egoistische Haltung ihnen sagen, dass es jetzt im eigenen Interesse besser ist, das Coming-out selbst in die Hand zu nehmen!

    Wenn sie es nicht selbst fertigbringen, müssen es die gut informierten Boulevard-Medien endlich ans Tageslicht bringen - und zwar in der Tat besser kollektiv als einzeln. So könnten die Betreffenden ihren Status ein einziges Mal für etwas Sinnvolles einsetzen - nämlich für ein Ende der Menschen verachtenden, entwürdigenden, krankmachenden sexuellen Apartheid im Profi-Fußball und überhaupt im Profi-Sport!
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#10 eMANcipation*Anonym