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Polizeifoto von Pedro J.

Ein 20-jähriger Mann aus Long Island (US-Bundesstaat New York) hat einen 17 Monate alten Jungen getötet, weil dieser sich zu sehr wie ein Mädchen verhalten habe.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Pedro J. wegen Totschlags. Er soll "mehrmals mit Fäusten auf sein Opfer eingeschlagen haben", erklärte die Polizei. Anschließend habe er das Kind am Hals gepackt. In seiner ersten Vernehmung sagte J.: "Ich wollte erreichen, dass er sich wie ein Junge benimmt und nicht wie ein kleines Mädchen". Offenbar hatte er Angst, dass das Baby schwul sein könnte.

J. beharrt darauf, "nicht schuldig" zu sein - in den Vernehmungen stellt er sich als das wahre Opfer dar: "Ich habe noch nie ein Kind zuvor so hart geschlagen. Man macht mal einen Fehler, und deshalb soll ich für 20 Jahre in Haft?", fragte er nach Angaben des Lokalsenders WPIX. Er bezeichnete sich als Opfer der Kultur, in der er aufgewachsen ist - demnach müsse man sich in seiner sozial schwachen Gegend als Mann durchsetzen, und daher seien männliche Qualitäten wichtig. Diese habe er dem Baby beibringen wollen, so J. In Wirklichkeit habe er seinen Sohn aber geliebt: "Es tut mir ja wirklich Leid. Es war mein Baby und es war mir sehr, sehr wichtig." J. lebte im Indianerreservat Shinnecock, ist aber selbst kein Nachfahre der amerikanischen Ureinwohner.

Das Kind war der Sohn von J.s Freundin, die gerade außer Haus war. Donna Collins Smith, die Großmutter des getöteten Kindes, äußerte sich in den Medien als einzige zu der Tat. Sie beschrieb J. als "harten Kerl", der ihre Familie "infiltriert" habe. "Er hat das Herz meiner Tochter genommen und das Leben ihres Kindes gestohlen. Ich hoffe, dass das Rechtssystem jetzt sein Leben stiehlt". Bei einer Verurteilung wegen Totschlags drohen J. zwar "nur" 15 Jahre Haft, allerdings können während des Prozesses noch weitere Anklagepunkte hinzukommen. (dk)



11 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.08.2010, 15:35h
  • Das ist doch nicht zu fassen! Bei einem Baby von erst 17 Monaten kann man doch noch nicht genau feststellen, welche sexuelle Orientierung es hat! Das, was der Typ gemacht hat, ist doch einfach nur krank!
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#2 JensAnonym
#3 FloAnonym
  • 04.08.2010, 17:58h
  • Da sieht man wieder mal, wozu dieser Homophobie-Wahn führt und wohin Gesellschaften treiben, die Homosexualität als minderwertig ansehen.

    Aber nicht nur der Ausführer der Tat ist schuldig, sondern auch all jene Politiker, Promis, Popen und sonstige einflussreiche Leute, die mit ihrem Handeln und ihren Aussagen zu dem homophoben Klima in der Gesellschaft beitragen. Dieses homophobe Klima macht solche Taten erst möglich, selbst wenn der Ausführer der Tat selbst keine Ahnung von den Aussagen der Politiker & Co hat.

    All diese homophoben Ewiggestrigen haben ebenso Blut an ihren Händen!

    Wann sehen die endlich ihren Wahnsinn ein und ändern sich?
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#4 gavros
#5 Roman BolligerAnonym
  • 04.08.2010, 22:16h
  • Dieser bösartig handelnde Mann hat ein noch weit verbreitetes und von den Herrschenden propagiertes patriarchales Wertesystem in offenbar derart starrer und fundamentalistischer Art verinnerlicht, dass er sich im Recht sah, die wahrgenommene Gefährdung des Wertesystems durch ein 17-monatiges Kleinkind mit körperlicher Gewalt zu verteidigen und dabei das Kleinkind zu töten.
    Für mich nicht nur ein Ausdruck der mit dem Wertesystem eng verbundenen Homophobie, sondern wohl auch ein Zeichen für eine sehr mangelhafte Bildung und Erziehung, wohl tiefe Intelligenz, wahrscheinlich auch pervertierte Religiosität. Mit Sicherheit kam der Mann in seinem bisherigen und aktuellen Leben nur mit sozialen Systemen in Kommunikation, in denen er sowohl als Opfer wie als Täter in der patriarchalen Überzeugung immer wieder selbstbestärkt wurde und andere bestärkte.

    Das patriarchale Weltbild dieses unreifen Individuums beurteilt die Welt hierarchisch nach dem Kriterium der Stärke und Überlegenheit, nach dem Motto:
    Stärke ist gut, Überlegenheit ist gut, Oben ist gut.
    Schwäche ist schlecht, Unterlegenheit ist schlecht, Unten ist schlecht.

    Mannsein wird gemäss einem solchen primitiven Wertesystem dadurch realisiert, dass "weibliche" Schwäche und Unterlegenheit unbedingt vermieden und Überlegenheit unbedingt erhalten und angestrebt werden muss. Das Mittel ist das Zeigen von "männlichem Verhalten", nämlich Herrschaft, nötigenfalls (und besonders "männlich" wirkend) durch physische Gewalt.

    Alle monotheistischen Religionen (Christentum, Judentum und Islam haben ja gemeinsame Wurzeln) vertreten ein patriarchales Wertesystem, welches sich im Lauf der Menschheitsgeschichte derart in Köpfen und gesellschaftlichen Strukturen niedergeschlagen hat, dass sogar angeblich unreligiöse Kommunisten das Patriarchat weiterzelebrieren.

    So sitzt Gott, in der monotheistischen Vorstellung immer ein Mann, oben im Himmel. Das Paradies ist oben. Sogar totgenagelt hängt er oben, die Frau, entweder Heilige oder Hure, kniet demütig unten vor dem Holzkreuz. Der Papst darf nur ein Mann sein.

    Oder zahlreiche Jungfrauen stehen im Paradies dem islamistischen Selbstmordattentäter dienend und unterwürfig zur freien Verfügung, nachdem er Dutzende von Menschen in Fetzen gerissen hat, um die Überlegenheit seines Wertesystems zu demonstrieren, welches Frauen in der Welt hinter Tüchern unsichtbar macht.

    Neben der ideologischen Verbissenheit und der schon erwähnten vermuteten Dummheit des Mörders (das sprachunmächtige Baby kann ja nicht mit Worten überzeugt werden, also muss es die Sprache der Gewalt spüren), spielt meiner Ansicht nach noch etwas Anderes eine Rolle: Ich vermute bei diesem charakterlich völlig unreifen und wohl sehr selbstunsicheren Mann eine so tiefliegende und unausstehliche Angst, als unmännlich wahrgenommen zu werden, dass er Weibliches bei einem männlichen Menschen, und sei es ein 17-monatiger Säugling, sofort bekämpfen will.

    Vielleicht wurde er selber als Kind als weiblich gehänselt oder musste sonst irgendwie unten durch. Vielleicht wurde er sogar von seinen Eltern deshalb bestraft oder gezüchtigt. Vielleicht unterdrückt er eigene Homosexualität.

    Ein absoluter Feigling.
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#6 Der FlurschützAnonym
#7 QuranAnonym
  • 04.08.2010, 23:37h
  • Antwort auf #5 von Roman Bolliger
  • "Oder zahlreiche Jungfrauen stehen im Paradies dem islamistischen Selbstmordattentäter dienend und unterwürfig zur freien Verfügung"

    Das ist ein gutes Beispiel dafür wie falsch Zitate des Korans in der westlichen Welt überliefert werden!

    In den Paradiesbeschreibungen des Koran steht wörtlich das nicht nur „großäugige Jungfrauen“, sondern auch "Jünglinge, gleich verborgenen Perlen“ (Sure 52, Vers 24), auf die (männlichen) Wiederauferstandenen warten und sie als Mundschenke bedienen.
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#8 predigerAnonym
  • 05.08.2010, 01:19h
  • Antwort auf #5 von Roman Bolliger
  • aus angst, selbst als unmännlich wahrgenommen zu werden, weibliches bei anderen männlichen wesen bekämpfen - das betrifft nicht nur heteros. diesen mechanismus können wir hier und in anderen schwulen foren jeden tag beobachten.
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#9 XYZAnonym
  • 05.08.2010, 11:40h
  • Ich frage mich wie man sowas Kindern überhauot antun kann? 20 jahre alt und denkt wohl er habe die Weisheit mit Löffeln gefressen. Hoffentlich kommen noch mehrere Anklagepunkte bei seinem Verfahren hinzu. Ich könnte mir vorstellen das sein Anwalt versuchen wird Ihn als Unzurechnungsfähig zu erklären da er unter Drogen bzw Alkohol stand. Auch wenns nicht so war.

    Damit die Strafe dann möglichst milde ausfällt. Das macht das ganze aber nicht besser. Sein Opfer war immerhin noch ein Kind das sich nicht wehren konnte. Totschlag wäre in dem Falle viel zu milde.
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#10 Roman BolligerAnonym