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Roy Black feierte in der Serie "Das Schloss am Wörthersee" ein grandioses Comeback

Seit über 60 Jahren stehen Filmstars am Wörthersee vor der Kamera. Zum Pink Lake Festival vom 2. bis 5. September 2010 können Schwule und Lesben auf den Spuren von Hilde Knef, Helmut Berger und Roy Black wandeln.

Von Carsten Weidemann

Micha Schulze hat es schon vor zwei Jahren in seinem Nachbericht zu Pink Lake 2008 geschrieben: Die Stimmung war am allerbesten, als auf der Bootsparty der Uralt-Schlager "Die Rose vom Wörthersee" aus den Lautsprechern schallte.

Überhaupt kommen Fans von Kult und Camp im Kärntner Ferienparadies voll auf ihre Kosten. Seit über 60 Jahren schreibt Österreichs bekanntester See Filmgeschichte. Hans Moser und Helmut Berger, Alain Delon und Ingrid Bergmann, Hildegard Knef und Rudi Carell, Udo Jürgens und Ottfried Fischer - sie alle haben eines gemeinsam: Sie filmten und filmen am Wörthersee.

Die Titel sind längst Legende und Teil jedes Kinolexikons. Den Auftakt machte 1948 "Der Herr Kanzleirat" mit Hans Moser. Ihm folgten "Du bist die Rose vom Wörthersee", "Wenn die Musik spielt am Wörthersee" und viele weitere. Ob die "Supernasen" mit Thomas Gottschalk und Mike Krüger, "Zärtliche Chaoten" mit Helmut Fischer oder "Tierärztin Christine" mit Uschi Glas - sie alle spielten am und manchmal auch auf und im Wörthersee. So drehte hier ein internationales Staraufgebot um Ingrid Bergmann, Omar Sharif, Alain Delon und Shirley MacLaine im Jahr 1964 "Der gelbe Rolls-Royce".


Camper Spaß bei Pink Lake 2009: Foto vom "Sissi Ball"

Anfang der neunziger Jahre bescherte das "Schloss am Wörthersee" mit insgesamt 34 Folgen insbesondere Roy Black ein grandioses Comeback. Auch die jüngste Produktion "Der Arzt vom Wörthersee", deren Folgen im Jahr 2007 ausgestrahlt wurden, reiht sich in diese unterhaltsame Serie nahtlos ein.

Sowohl im Film wie in der Realität überzeugt die Urlaubsregion Wörthersee durch ihr ungemein vielfältiges Angebot: Kraft und Energie tanken, die Schönheit der Natur genießen, Joggen oder Segeln, eine leckere Kärntner Kasnudel essen, Feiern mit Freunden, Kultur und Tradition bewusst erleben. Der Gast fühlt sich auf besondere Weise geborgen und erlebt ein breit gefächertes Angebot - zwischen See und Bergen, geprägt von südlichem Ambiente und traditioneller Gastfreundschaft.

Genau das war der Grund, vor drei Jahren mit Pink Lake erstmals ein schwul-lesbisches Festival an den Wörthersee zu holen. Die Idee stieß anfangs auf Skepsis, hat sich jedoch längst zum Selbstläufer entwickelt - denn der Reiz des Pink Lake Festivals liegt genau darin, mal jenseits der einschlägigen Metropolen und HomoHochburgen zu feiern. Und auf welchem anderen Gay-Festival kann man sich so wunderbar selbst bei uralten Schlagern amüsieren?

Das Pink Lake Festival findet in diesem Jahr vom 2. bis 5. September statt. Auf der Homepage (s.u.) kann man den Event-Guide kostenlos downloaden.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.08.2010, 11:34h
  • Kult und Glamour am Wörthersee? Das war einmal! Mittlerweile ist er ein Treffpunkt der dekadenten Möchtegernpromis und das Festival ist einfach nur die Krönung davon! Da lobe ich mir doch Länder, die das besser hinbekommen, siehe Toronto oder die Gay-Games in Köln!
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#3 stromboliProfil
#5 stromboliProfil
#6 antos
  • 06.08.2010, 20:24h
  • Mag ja alles sein, z. B. ein Haufen Dreck - "camp" aber jedenfalls nicht.

    de.wikipedia.org/wiki/Camp_(Kunst)

    "Ein inzwischen als überholt, lächerlich oder misslungen geltender Stil ist dabei nicht automatisch Camp. Nach Susan Sontag muss eine gewisse Theatralik, Leidenschaftlichkeit und Verspieltheit sichtbar werden; Camp-Ironie ist auch überwiegend auf sentimentale und liebevolle Weise ironisch, will die erwählten Gegenstände, Personen und Kunstwerke nie nur vorführen oder der Lächerlichkeit preisgeben. Ferner entsteht gute campy Kunst eher naiv und unfreiwillig; halbherzig gewollte Adaption der Camp-Optik nannte Sontag verächtlich „Camping“."
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