Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12571

Vereint nur in freundlichen Staaten: Sportmanager Michael Mronz und Außenminister Guido Westerwelle

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat in einem Interview mit der "Bunten" erklärt, er wolle mit seinem Partner Michael Mronz nicht in Länder reisen, in denen Homosexualität unter Strafe steht.

"Wir wollen den Gedanken der Toleranz in der Welt befördern. Aber wir wollen auch nicht das Gegenteil erreichen, indem wir uns unüberlegt verhalten", sagte der 47-Jährige über die rund 80 Länder, in denen gleichgeschlechtliche Liebe noch mit Geldbuße, Gefängnis oder Hinrichtung bestraft wird. Es sei daher "wichtig, dass wir unsere eigenen Maßstäbe von Toleranz leben und uns nicht die manchmal weniger toleranten Maßstäbe anderer zu eigen machen". Dabei gehe er nach einem einfachen Maßstab vor: "Erlaubt ist, was gefällt und keinem anderen schadet."

Westerwelle erklärte weiter, seine eigene Homosexualität habe ihn nicht in seinem Wirkungskreis eingeschränkt. Das habe sich "als unbegründete Sorge herausgestellt".

Bereits zuvor hatte der Außenminister bei Auslandsreisen in homofeindliche Staaten seinen Lebensgefährten zu Hause gelassen, etwa beim Besuch von Saudi-Arabien (queer.de berichtete). Im Januar begleitete der Sportmanager Mronz seinen Partner aber erstmals beim Staatsbesuch in Japan und China (queer.de berichtete).

Kritik am Vizekanzler und seinem Partner wurde in Deutschland nach einem Bericht des "Spiegel" laut, in dem über die Verquickung von Mronz' wirtschaftlichen Interessen mit Westerwelles Amt berichtet wurde. So nahm Westerwelle auch Geschäftspartner von Mronz auf Auslandsreisen mit oder machte Werbung für mindestens ein Projekt seines Lebensgefährten (queer.de berichtete).

Westerwelle wurde zuletzt für das schlechte Außenbild seiner Partei verantwortlich gemacht, die nach ihrem Traumergebnis von rund 15 Prozent bei der Bundestagswahl 2009 inzwischen bei Umfragen nur noch auf vier bis fünf Prozent kommt. Laut ZDF-Politbarometer ist er der unbeliebteste Außenminister in der Geschichte der Bundesrepublik. (dk)



#1 RabaukeAnonym
  • 11.08.2010, 10:50h
  • Na , Herr Westerwelle liegt, glaubt man den Umfragewerten, bei Volk und Co im Keller. "Natürlich" muß Er jetzt mal wieder "Werbung" für die Homosexuellen dieser Nation "betreiben". Noch vor wenigen Wochen bremst diese Person, gemeinsam mit der "Angiepartei" die vollkommene Gleichberechtigung aus. Bekommt Herr Westerwelle dann einen Umfrage-Denkzettel auf sein kleines "Mäulchen", erinnert er sich plötzlich, wer oder was Ihn den wählte. Immer die Fahne so in den Wind hängen...........wie es gerade "recht" ist. Nicht wahr, Herr Westerwelle? Dann klappt das schon.............
  • Antworten » | Direktlink »
#2 HandoAnonym
  • 11.08.2010, 11:44h
  • Westerwelle wirkt wie ein junger Schnösel. Bei öffentlichen Auftritten im Ausland merkt man ihm seine Unsicherheit an. Ein typischer Fall von "Große Klappe, aber nichts dahinter". Peinlich, dass eine so bedeutendes Land wie Deutschland sich einen solchen Außenminister leistet.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 stromboliProfil
  • 11.08.2010, 12:10hberlin
  • Antwort auf #2 von Hando
  • da muß ich dir voll zustimmen!
    Instinktlos und unüberlegt der herr schnössel!
    Dabei wäre die "diplomatische waffe" der mitbringung des partners ein sichtbares durchdringen staatlicher intoleranzen!
    Auch saudis müssten sich überlegen, welchen sturm im wasserglas sie aufwirbeln, wenn sie den aussenminister einer "befreundeten macht" ausläd!

    Was die eigentlichen gründe sein dürften, liegen in der vergangenheit des herrn verborgen: homosexualität hatte bekanntlich NIE eine einfluss auf sein politisches wirken!
    In dieser form der selbstgerechten notlügerei hat er sich auf den vorsitz einer partei geschlichen. Das mag für eine partei vom format seiner drei-punkt-klitsche genügen, für ein wichtigeres amt wie die präsentation der BRD ist er nicht qualifiziert.
    Und ideen zur umsetzung globaler lösungen beschränken sich bei ihm offentsichtlich auf vom grundgesetz nicht (!) gedeckte tötungsaufträge.. auch wenn sie stellvertretend erfolgen.
    Da steht er inhaltlich näher an herrn J.v. rippentrop als geistigen ahnherrn!
    Aber vieleicht ist er auch nur die "vorhut" kommender ereignisse?!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Knueppel
  • 11.08.2010, 12:57h
  • Bravo, Herr Bundesaußenminister!

    Vielleicht werden diejenigen, die den Guido immer gern als "Schwuchtel" bezeichnen, Ihnen (im In- und Ausland) dann ja ein wenig gnädiger gesinnt sein, wenn Sie "so tun", als seien Sie Single oder ... (wer weiß, vielleicht wissen ja einige in weit entfernten Ländern gar nichts über Ihre 'sündhaften Veranlagung' ) gar Hetero?

    "Diplomatie in Vollendung!" Genau das ist es, was unser Land braucht: Überangepasste (bis zur Selbstverleugnung), sich im vorauseilenden Gehorsam gefallende, Spitzenpolitiker.

    Ich glaube mir wird übel ...

    Knueppel
  • Antworten » | Direktlink »
#5 vingtans
  • 11.08.2010, 13:28h
  • warum ist so ein pfosten eigentlich schwul...also toleranz fördert das nicht...eher große abneigung!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Timm JohannesAnonym
  • 11.08.2010, 13:50h
  • Die Entscheidung ist leider falsch. Gerade als deutscher Aussenminister hat Westerwelle die Möglichkeit, in Drittweltstaaten, wo homosexuelle Handlungen oftmals unter Strafe stehen, offen mit seinem Mann aufzutreten.

    Die Wirkung dieser öffentlichen Auftritte wäre sehr wichtig in diesen Ländern und würde vor Ort homosexuellen Aktivisten ein Lichtblick sein.

    Hier zeigt sich dann leider, das Westerwelle nicht genug Courage hat, für die Rechte homosexueller Menschen einzustehen. Ein Volker Beck geht sogar auf Demonstrationen in Moskau, wo er tätlich angegriffen wird. Das nenne ich natürlich viel glaubwürdiger und couragierter.

    ABER zu sehr will ich Westerwelle auch nicht angreifen und beschädigen. Er ist unser erster offen homosexueller Vizekanzler und unser erster offen homosexueller Minister und da hat er es verdammt nicht einfach, der "versteckten" Homophobie bestimmter Journalisten und Politiker sich zu erwehren.

    Es gibt genügend andere Politiker insbesondere im rechten Flügel der CDU (Kauder, Bosbach, usw.), die mich vielmehr stören und meine Rechte begrenzen; das macht die FDP in dieser Form nicht - ganz im Gegenteil setzt sich die FDP für die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften ein.

    Es ist ein grosser Unterschied mit Westerwelle einen nicht ganz "so couragierten" Politiker im Bereich Homo-Rechte zu haben als auf der anderen Seite Politiker wie Kauder und Bosbach in der CDU oder Geiss in der CSU, die sehr aktiv die Rechte homosexueller Paare behindern.

    Daher sollten wir den "Angriff" lieber auf Leute wie Kauder, Bosbach und Geiss konzentrieren und natürlich auf die NPD.

    Denn es schadet uns, wenn wir zu sehr Westerwelle "allein" lassen und ihn gegen offenkundige Attacken homophober Menschen nicht verteidigen.

    Ich hätte mir auch lieber einen couragierteren homosexuellen Menschen als Westerwelle gewünscht als ersten offen homosexuellen Minister und Vizekanzler; aber es ist nunmal Westerwelle geworden und natürlich hat er meine Solidarität, wenn er offen homophoben Angriffen von Journalisten/Politikern ausgesetzt ist.

    Warum haben SPD und Grüne denn keinen einzigen offen homosexuellen Minister zur Zeit ihrer Regierung in Berlin ernannt ?

    Dies ließe sich berechtigt an unsere linken Forenteilnehmer zurückfragen. Das erst hat die FDP gemacht und dies ist ein klares Verdienst dieser Partei - egal ob man Westerwelle mag oder auch nicht mag.

    ---
    Und unabhängig vom Thema "Homo-Rechte"; in vielen allgemeinpolitischen Themen ("Leistung muss sich lohnen"; "Mehr Netto vom Brutto"; Lohnabstandsgebot: "wer arbeitet muss mehr haben als HARTZ IV-Empfänger; Vereinfachung der Einkommenssteuererklärung; Aussetzung der Wehrpflicht) hat die FDP und Westerwelle vollkommen Recht in ihrer Haltung.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Knueppel
#8 BjoernX
  • 11.08.2010, 14:29h
  • Das entspricht mal wieder dem Klischee der FDP - beim ersten Gegenwind umdrehen und immer mit der Mehrheit heulen..

    Bei der Steuerpolitik haben sie blockiert statt kompromissbewusst mitzuwirken. Keiner erkennt einen Sinn darin, trotzig der Hotelbranche Geld zuzuschustern und dafür das schnöde Steuersystem im Gesamten nahezu unberührt zu lassen.

    Von der lächerlichen weil total ungerechten Kopfpauschale im Gesundheitssystem, die der Koalitionspartner nie wollte, mal ganz zu schweigen. Euren Minister habt ihr damit schön ins Messer laufen lassen.

    Und bei der Homopolitik rudern man bei den Liberalen gerne zurück, bevor man sich in tiefe, unbekannte Gewässer vorwagt.

    Im Gegenzug haben sie reihenweise abspringende Wähler geerntet, die wie die Lemminge fluchtartig das sinkende Umfrageschiff nach links und rechts verlassen.

    Bravo, so habt ihr bald weniger Wähler als die (Ex-)Autofahrerpartei..
  • Antworten » | Direktlink »
#9 anonymusAnonym
  • 11.08.2010, 14:33h
  • "... bei Umfragen nur noch auf vier bis fünf Prozent kommt..."

    Das ist für diese Partei und deren Vorsitzendem noch viel zu viel ....
    minus 1 bis höchstens o,oo wäre passender und gerechter ...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 REINIBEARProfil
  • 11.08.2010, 14:40hFrankfurt
  • naja nach über einem Jahr habe ich vom Herrn Bundesaußenminister nicht eine sinnvolle Aktion vernommen, wie soll dann also ein schwules ( menschenrechts ) Thema bei Ihm eine Rolle spielen. Der Artikel in der Tunte zeigt sein "seichtes" Wesen..

    Wenn er schon nicht innenpolitisch mit seiner FDP ( wie im Wahlkampf versprochen ) das Thema voranbringt, wie soll er es dann auf internationalem Parkett???

    Deutschland leistet sich "nicht seniore" Außenminister, Bundespräsident und Minister ( Nibel zBs.)- was soll man da also erwarten.

    Es wird Zeit, das Länder, die die Menschenrecht mit Füßen treten an den "Pranger" kommen und bei jeder Gelegenheit und Möglichkeit, dafür die gelbe und rote Karte von der zivilisierten Welt bekommen. Aber leider gibt es nicht mal hier in Queer ein vollständige Liste dieser Länder..
  • Antworten » | Direktlink »