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Erst in fünf US-Staaten dürfen sich Schwule und Lesben das Ja-Wort geben.

Mehr und mehr Prominente sprechen sich für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus - laut einer CNN-Umfrage teilt nun erstmals eine (äußerst knappe) Mehrheit der Bevölkerung diese Position.

In der vom 6. bis zum 10. August durchgeführten Umfrage erklärten 52 Prozent der Bevölkerung, dass die Ehe bundesweit für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden sollte. 46 Prozent sprachen sich gegen die Gleichbehandlung aus, zwei Prozent hatten keine Meinung. Eine sichere Mehrheit gibt es jedoch nicht, da der Vorsprung der Homo-Befürworter noch innerhalb der statistischen Fehlertoleranz liegt, die bei dieser Umfrage mit 4,5 Prozentpunkten angegeben ist.

Bei der Frage, ob Schwule und Lesben bereits jetzt ein verfassungsmäßiges Recht auf Ehe haben, antworteten 49 Prozent mit "Ja" und 51 Prozent mit "Nein". In mehreren Teilen des Landes bereiten Homo-Aktivisten derzeit Verfassungsbeschwerden vor. Zuletzt hatte ein Bundesgericht im Juli das "Gesetz zum Schutz der Ehe" als verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Es besagt, dass die Bundesregierung nur verschiedengeschlechtliche Ehen anerkennt. Wenn die Verfassungswidrigkeit vom Supreme Court bestätigt wird, könnte das zu einer schnellen landesweiten Anerkennung von schwul-lesbischen Ehepaaren führen.

Positiver Trend

Damit setzt sich der positiver Trend in der Akzeptanz von Homo-Rechten fort: Im letzten Jahr lag die Zustimmungsrate für den schwul-lesbischen Bund der Ehe laut einer CBS-Umfrage zwischen 33 und 42 Prozent (queer.de berichtete). 2004 sprachen sich nur jeder Vierte für die Ehe-Öffnung aus.

Studien zeigen, dass die Ablehnung der Gleichbehandlung in Referenden vor allem durch Schock-Werbung der Homo-Gegner beflügelt wird. So erklärten sie in Kurzspots etwa, dass bei einer Legalisierung der Homo-Ehe Kinder und Jugendliche bereits in der Schule zum "homosexuellen Lebensstil" verführt werden könnten. Bei allen Referenden haben daraufhin insbesondere Mütter mit Kindern Homo-Rechte abgelehnt. Zuletzt entschied die Bevölkerung in Maine im November 2009 überraschend, die Gleichstellung von Homo-Paaren zu verweigern (queer.de berichtete).

Bislang dürfen Schwule und Lesben in fünf der 50 US-Bundesstaaten sowie in der Hauptstadt Washington und in einem Indianerreservat in Oregon heiraten. In neun weiteren Staaten gibt es eingetragene Partnerschaften. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.08.2010, 14:16h
  • Wenn schon die Mehrheit der Promis für Homoehe ist, dann kann ja (fast) nichts mehr danebengehen (dreimal auf Holz geklopft)...
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#2 dummfugAnonym
  • 12.08.2010, 15:03h
  • Im Gegensatz zu Europa unterscheiden sich US-Büger doch sehr innerhalb ihrer Bevölkerungsgruppe.
    Hier sind einfach Extreme stärker ausgeprägt. Befragt man Europäer zu iregendeinem Thema, so sind Personen mit Extremen Äußerungen an den Skalenenden immer relativ selten und die Kurve ist (meist) mehr oder weniger flach gewölbt mit dem Maximum irgendwo in der Mitte.
    In den USA gibt es da viel stärkere Maxima zum Ende der Skala.
    Also wird praktisch vieles viel mehr Schwarz-weiß gesehen als hier.
    Das spiegelt sich wieder in praktisch allen Lebenslagen.

    Beispiele:
    Krankenversicherung - es gibt recht viele überhaupt nicht versicherte und viele sehr gut versicherte.
    Bildung - auch hier zeigt sich, das zu beiden Extremen die Anzahl der Personen immer noch häufig sind - leider.
    Haushaltseinkommen - auch hier keine "gaußsche Gleichverteilung".
    Religiöser Fundamentalismus/Extremismus - meiner Erfahrung nach sind auch hier mehr Extreme zu finden (Kreationisten u. ähnliche Strömungen).

    Und fragt man einen Ami zum Thema Homosexualität im öffentlichen Leben - gibts auch nur Leute, die dafür sind oder dagegen. Und die Radikalität, mit der dan diese Meinung durchgesetzt wird ist enorm stark.

    Vielleicht ist diese Nation einfach noch "zu jung" - in geistiger Hinsicht. Fragt man einen "Opi von der Straße" mal, so hört man häufig auch: Ich hab schon so viel gesehen - jeder soll doch so leben wie er will. Diesem Land dort fehlt die Liberalität einfach (völlig unpolitisch gesehen), und die Presse, das Staatssystem, die Kirchen, alle tragen aber auch so gar nichts dazu bei, auch verschiedene Abstufungen von Grau oder womöglich Farbe zuzulassen...
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#3 MeinungsmacherAnonym
  • 12.08.2010, 15:16h
  • Heute kostenlos verteilt an alle Haushalte:

    So habe jedes Kind das Recht auf eine Mutter als weibliche, und einen Vater als männliche Bezugsperson. Dabei gehe es nicht darum, ob lesbisch lebende Frauen nicht auch Erziehungskompetenzen haben können. Es gehe um die Frage, was es rechtfertigen könnte, einem Adoptivkind vorsätzlich eine Vater- oder Mutterentbehrung zuzumuten, obwohl dies nicht sein müsste, denn es gäbe in Deutschland zehnmal mehr adoptionswillige Mann-Frau-Ehepaare als Kinder, die auf eine Adoption warten. Die Ehe zwischen Mann und Frau sei darüber hinaus nicht mit einer Homosexuellen Partnerschaft gleichzusetzen, so Pfarrer Bräuchle. Denn nur aus einer Partnerschaft zwischen Mann und Frau können Kinder hervorgehen. Da Staat und Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung jedoch nur durch eine nachfolgende Generation funktionieren können, müsse die Ehe zwischen Mann und Frau die bevorzugte Lebensform bleiben. Der EAK ist eine Sonderorganisation der Unionsparteien. Im EAK sind über 203 000 Mitglieder.

    www.stuttgarter-wochenblatt.de/stw/page/detail.php/2589687
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#4 FloAnonym
  • 12.08.2010, 16:09h
  • Gute Nachrichten!

    Aber man sollte sich nicht zu früh freuen:
    Erstens sind Amis oft wankelmütig und sowas kann sich auch ganz schnell wieder ändern.

    Und zweitens sind die erzkonservativen Mächte dort extrem mächtig! Selbst wenn irgendwann die Mehrheit für die Eheöffnung wäre, heißt das noch lange nicht, dass das auch so kommt.

    Und es gibt auch viele, die zwar nichts gegen Schwule und Lesben haben, die aber dennoch z.B. die Eheöffnung ablehnen.
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#5 eMANcipation*Anonym
  • 12.08.2010, 21:13h
  • Antwort auf #3 von Meinungsmacher
  • Ja, das ist sehr gelungen.

    In derselben Ausgabe kommt natürlich - man(n) bzw. frau ist ja journalistisch objektiv - auch die Gegenseite zu Wort.

    Der betreffende Artikel schließt mit den Worten:

    "Außerdem soll es in Stuttgart gleich zwei Cruising Gebiete geben: Hinter dem Planetarium und am Fernsehturm trifft Mann sich im Freien."

    Wie ich die liberale Presse im Südwesten kenne, geht es hier eindeutig* um ein Plädoyer für sexuelle Freiheit.

    www.stuttgarter-wochenblatt.de/stw/page/detail.php/2589699

    *nicht
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 12.08.2010, 21:22h
  • Antwort auf #5 von eMANcipation*
  • Ach ja, ich werde der Autorin des Artikels einen kleinen Leserbrief schreiben und sie fragen, ob sie in ihrem nächsten Beitrag zu den Erziehungsqualitäten Heterosexueller nicht auch mal einen kleinen inhaltlichen Abstecher in die Cruising Areas für Heteros (Rotlichtviertel etc.) machen möchte. Offenbar schätzt sie ja solche kulturellen Errungenschaften (ich bekanntermaßen auch).
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#7 stromboliProfil
  • 12.08.2010, 22:29hberlin
  • Antwort auf #3 von Meinungsmacher
  • ist das eine nachgeburt zum stuttgarter csd vom wochenende??
    Wo ist die placenta geblieben herr bräuchle!
    Was aber sagt bruder johannes?
    Wir brauchen eine weitere steuerangleichung um den fehlgeleiteten glaubensbruder zu besänftigen...
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#8 jojoAnonym
  • 13.08.2010, 00:11h
  • mich würden mal die antworten auf eine andere frage interessieren:

    "finden Sie es richtig, die rechte gesellschaftlicher minderheiten vom wohlwollen der mehrheit abhängig zu machen?"
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#9 GoofyAnonym
#10 GerritAnonym
  • 13.08.2010, 12:09h
  • Mal eine "technische" Frage:

    Gibt es das tolle Teaserbild des Artikels auf der Startseite (nicht das auf der Artikelseite) auch irgendwo größer, in höherer Auflösung? Und mit größerem Bildausschnitt ohne abgeschnittene Köpfe?

    Leider nein... [Die Redaktion]
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