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"Kings of New York" ist im Juni erschienen, das 2-Stunden-Werk kostet auf DVD zwischen 45 und 60 Euro

Das Porno-Label Lucas Entertainment aus New York lässt derzeit gezielt Tauschbörsen nach seinen Inhalten durchsuchen. In einem ersten Schritt wurden 53 Nutzer verklagt, die das Werk "Kings of New York" mittels der Seite "gay-torrents.net" verbeiteten. Das berichtet das Blog "Ars Technica".

Während die Überwachung von Dateien in Tauschbörsen in Deutschland mittlerweile vollautomatisch abläuft, ging die von Lucas Entertainment beauftragte Firma "Copyright Defense Agency" simpel zu Werk: ein Mitarbeiter startete die Torrent-Datei vom Community-Server und hielt dann handschriftlich und per Screenshot fest, von welchen IP-Adressen er die Film-Datei in seinem Torrent-Programm herunterlud. Am 5. und 6. August kamen so 53 Nutzer zusammen, die ihm Teile für eine am Schluß fertige Kopie des Films lieferten. Der Mitarbeiter überprüfte noch schnell die IP-Adressen in einem Look-up-Service und stellte dann einen Bericht zusammen.

Drei Tage später verklagte Lucas Entertainment die Unbekannten wegen des "bewussten" Bruchs des Copyrights, mit dem Hinweis auf die Absichtlichkeit lassen sich bei amerikanischen Gerichten höhere Schadenersatzansprüche bis in Höhe von 150.000 US-Dollar erzielen. Lucas Entertainment kündigte an, Tauschbörsen weiter zu überwachen. Über Web- und Torrentsuchmaschinen finden sich noch zahlreiche Quellen allein für den Film "Kings of New York".

Abmahnungen in Deutschland


Auf Seiten wie "gay torrents" finden sich zahlreiche Pornos, aber auch Film-Klassiker oder Musik-Sampler für das BitTorrent-Netzwerk

In Deutschland hatte zuletzt das Label Vimpex Gay Media aus Hagen, das Bare-Pornos in der Tschechei produzieren lässt, Tauschbörsen überwachen und Nutzer abmahnen lassen (queer.de berichtete); Anschlussinhaber sollten eine Unterlassungserklärung abgeben und 650 Euro für Schadenersatz und Rechtsanwaltskosten zahlen. Im Nicht-Porno-Bereich gab es in den letzten Monaten unter anderem Abmahnungen für die Verbreitung des Horst-Schlämmer-Films oder von "Milk".

In Deutschland führt zwar nicht das Herunterladen, aber das gleichzeitige Uploaden (auch in Teilen) eines geschützten Werkes zu einem Auskunftsanspruch der Urheberrechts-Inhaber gegen die Provider, die nach einem Gerichtsbeschluss die IP-Adresse eines Anschlussinhabers herausrücken müssen. Zwar gibt es derzeit keine Vorratsdatenspeicherung, allerdings speichern viele Provider wie die Telekom die Verbindungsdaten für einige Tage, angeblich aus "Abrechnungszwecken" - auch wenn der Nutzer eine Flatrate nutzt. Ein Hochladen von Pornographie in Tauschbörsen ist immer ein Straftatbestand, da Minderjährige auf den Inhalt zugreifen können. (nb)

Mehr Infos zur Situation in Deutschland



21 Kommentare

#1 LutzAnonym
  • 13.08.2010, 14:21h
  • "Ein Hochladen von Pornographie in Tauschbörsen ist immer ein Straftatbestand, da Minderjährige auf den Inhalt zugreifen können"

    Und was ist mit den ganzen Pornoseiten auf die auch freier Zugriff ist? Mit eine Klick angeben das man volljährig ist kann jedes Kind.
    Warum soll die Privatperson für etwas haften wofür Pornoanbieter freie Bahn haben?

    Ich hatte spätestens mit 14 alles erdenkliche was Schwule miteinander machen können übers Internet gesehen.
    Nicht das es mir geschadet hat, im Gegenteil. Was mich als Schwuler nur genervt hat war das man extrem mit Heterokram bombadiert wird, auch wenn man nicht danach sucht. Und ich kann mir vorstellen das Jungs die bi sind, dadurch eher zu dem Heterokram tendieren, weil das ja als "normal" angesehen wird und man permanent damit zugeschüttet wird.
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#2 InternetpiratAnonym
  • 13.08.2010, 14:38h
  • ---"Kings of New York" ist im Juni erschienen, das 2-Stunden-Werk kostet auf DVD zwischen 45 und 60 Euro---

    Kein Wunder, bei solchen Abzockpreisen! Ich würde maximal 10 Euro dafür zahlen, wenn es nicht Bit Torrent geben würde. Ich werd mal gleich schauen ob der Streifen schon auf Piratebay oder Isohunt ist.
    Ansonsten ist das Problem einfach zu beheben, vernünftige Filme zu vernünftigen Preisen!
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#3 lolloAnonym
#4 BNDAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 mausiAnonym
#7 dermarcusProfil
  • 13.08.2010, 22:01hGuldental
  • Das ist doch typisch, eine solch Denkweise wie du sie hast macht es den Produzenten doch gar nicht erst möglich Filme zu so kleinen Preisen anzubieten.
    Hier werden keine Filme produziert die schon im Kino ihre Kosten wieder einfahren denn diese Einnahmequelle existiert nicht im Pornbuiss.
    Wer glaubt das Vimpex, Lucas und Co die einzigsten sind die gegen die Internetpiraterie vorgehen, der täuscht sich aber gewaltig.
    Es gibt Firmen wie Copyright Solutions oder Media Protector und andere welche permanet die Tauschbörsen im Auge haben und zwar für so ziemlich jede Pornoproduktion.
    Wenn das Geld nicht mehr durch ehrlichen Erwerb der Filme rein kommt, und wenn die Studios wie selbstverständlich, fast wie im Sport zu mehreren tausendfach im Internet bei solchen Tauschbörsen beklaut werden, dann ist auch klar dass die Studios sich dieses Geld eben auf den Weg wieder herein holen müssen und dass die Studios auch mit voller Härte dagegen vorgehen müssen. Schließlich geht es hier um deren Existens und um viele Arbeitsplätze die in dieser Branche dahinter stecken.
    Sich der Tauschbörsen zu bedienen ist kein Kavaliersdelikt sondern eine Straftat!
    Neben Schadenersatz und Abmahnkosten muss der Nutzer auch mit Strafanzeigen wegen Verstoß des Urheberrechts und zumindest in Deutschland auch wegen Verbreitung pornografischer Schriften und / oder Verstoß gegen den Jugendschutz rechnen.
    Zu guter letzt, du willst sicher auch in Zukunft noch neue Pornos sehen, dann solltest du auch deinen Beitrag dazu leisten und die Produzenten ehrlich dafür vergüten und wenn du das nicht möchtest oder kannst, dann bediene dich der legalen Seiten wo man Pornos legal gratis ansehen kann ohne das man gegen Rechte verstößt!
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#8 Liedel
  • 13.08.2010, 23:56h
  • @dermarcus

    Falsch: "Schließlich geht es hier um deren Existens und um viele Arbeitsplätze die in dieser Branche dahinter stecken."

    Richtig: "Schließlich geht es um die Existenz und wirtschaftliche Absicherung der Produzenten, erst im zweiten Schritt um die Billigarbeitsplätze der Darsteller und anderer Beschäftigungsverhältnissen zu Dumpinglöhnen in dieser Branche"

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#9 Liedel
  • 14.08.2010, 00:06h
  • Genau @ lollo, der Daniel Küblböck der Pornobranche sozusagen.

    Die ganze "Sache" mit Israel ... ist der nicht eigentlich Russe jüdischer Religion?
    Egal, eh nicht mein Fall weil zu aalglatt und möchtegern- glamourös, und ich meine da Spuren von Botox- Behandlungen im Stirnbereich wahrnehmen zu können
    Naja, markiert er halt den harten und hetzt den pösen Saugern "Abmahnanwälte" auf den Hals. Fragt einfach mal einen halbwegs profilierten Juristen, was man(n) unter "Abmahnanwalt" versteht
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#10 lolloAnonym