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Nur noch eine gute Woche lang der Chef in Hamburg: Carl-Friedrich Arp Ole Freiherr von Beust

In einem Interview erklärte der scheidende Hamburger Bürgermeister Ole von Beust, dass er 2003 nach dem Outing durch seinen Vater zunächst geschockt gewesen sei - später war er aber dankbar.

"Erst einmal fand ich es schrecklich. Er hat mich geoutet, ohne vorher ein Wort zu sagen", sagte der CDU-Politiker gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Beust habe damals von einem Freund erfahren, dass sein 2007 verstorbener Vater via "Welt am Sonntag" die Homosexualität seines Sohnes verkündet hat. Beust erzählte, er sei dann mit "klopfendem Herzen" zum Briefkasten gegangen und habe die Zeitung gelesen. Später stellte er seinen Vater zur Rede: "Ich habe ihn gefragt, warum er mir das nicht vorher gesagt habe. Seine Antwort war einfach: Du hättest mir das doch verboten. So ist es aber besser für dich."

Das Outing erfolgte nur wenige Tage, nachdem der damalige Innensenator Ronald Schill versucht hatte, den Bürgermeister wegen einer angeblichen Liaison mit seinem Justizsenator Roger Kusch zu erpressen. Daraufhin entließ Beust Schill und gewann die darauf folgenden Neuwahlen mit absoluter Mehrheit.

"Immer offen gelebt"

In dem Interview geht Beust auch auf den Erpressungsversuch Schills ein: "Das war eine harte Zeit. Da hat er [Schill] Nachforschungen anstellen lassen, zum Beispiel bei Handwerkern, die sagen sollten, wie ich wohne, oder bei Kneipenwirten, die verraten sollten, wann ich mit wem da gewesen sei." Da er mit dem Rechtspopulisten nicht persönlich befreundet gewesen sei, konnte er von ihm auch nicht menschlich enttäuscht werden, so Beust: "Im Nachhinein war es vielleicht sogar ganz gut, wie es war. So wurde das Thema meines Schwulseins enttabuisiert, und das Leben wurde für mich einfacher." Der Politiker stellte klar, dass er "immer offen gelebt" habe, aber bis dahin nie öffentlich über seine Homosexualität geredet habe.

Beust wird am 25. August das Amt des Ersten Bürgermeisters den bisherigen Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) übergeben. Der 40-Jährige muss dann versuchen, die 2008 von Beust ins Leben gerufene erste schwarz-grüne Koalition weiter zu führen. (dk)



#1 anonymusAnonym
  • 16.08.2010, 15:48h
  • Liebe/r Redakteur/e

    Das ist doch sooooo alt und bekannt. Ist euch da nix eingefallen um den leeren Platz auszufüllen ???
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#2 GeorgFalkenhagenProfil
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.08.2010, 16:21h
  • Antwort auf #1 von anonymus
  • Irgendwie muß man ja im Sonnerloch für den einen oder anderen Artikel Hintergrundinfos verarbeiten und ich habe es nicht gewußt, das der Beusti von seinem Vater aus dem Schrank geholt wurde!
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 17.08.2010, 07:29h
  • Die Story ist klar seit Jahren bekannt, dass damals der Vater von Beust seinen Sohn in einem Zeitungsinterview geoutet hat.

    Gleichwohl ist es doch interessant, im Nachgang die Story noch einmal von Beust öffentlich lesen zu dürfen.

    Von Beust macht diese Erklärung auch bewusst jetzt, da er das Amt des Bürgermeisters in Hamburg nunmehr beendet hat.

    Aber schon lange war über von Beusts Vater bekannt, dass sein Sohn schwul ist.

    Das wirklich GUTE an dieser Geschichte ist, dass über diesem Weg damals "Gnadenlos-Richter" Schill gekippt wurde und er fluchtartig dann das Land verlassen hat. Das war damals der politische "Todesstoß" der Schillpartei, denn ohne Schill gab es keine Leitungsperson in der Schillpartei und diese Partei ist dann in die Bedeutungslosigkeit abgesackt.

    Von Beust hat es dann nach dem politischen Waterloo von Schill vermocht, politisch klug und geschickt Hamburg weiterzuregieren und hat sogar die Gleichstellung im hamburgischen Landesrecht bei den Lebenspartnerschaften vorbildlich umgesetzt (inklusive Landesbeamtenrecht), was das Bundesland Baden-Württemberg bis zum heutigen Tage immer noch nicht geschafft hat.

    ---

    Daher an Beust ein Kompliment für sein politisches Wirken in Hamburg und das er es sogar vermocht hat, ein Bündnis mit den Grünen auf Landesebene durchzusetzen. Das dürfte der SPD und den Linken bis heute nicht gut gefallen, dass er die Grünen als politischen Partner in Hamburg gewonnen hat. Nicht nur auf Kommunalebene (z.B. Frankfurt) auch auf Landesebene sind Schwarz/Grüne Bündnisse also möglich: auf Bundesebene glaube ich das eher nicht.

    Von Beust hat durch seine Biografie und sein Wirken mitverursacht, dass die CDU unter Merkel homopolitisch ein "Stück weit aufgeweicht" wurde und dort nach dem guten Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Lebenspartnerschaft im Parteiprogramm die Lebenspartnerschaft verankert und akzeptiert wurde. Gleichwohl machen wir uns nichts vor, am Ziel der Eheöffnung ist gerade die Partei CDU noch lange nicht angekommen, da sind Linkspartei, Grüne und SPD bereits angelangt: Teile der CDU aber noch nicht.
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#5 Für OleAnonym
  • 22.08.2010, 05:25h
  • Falls du hier auch mitliest:

    Ich finde dich echt geil!

    Auch wenn ich um einiges jünger bin und du in der falschen Partei bist.

    Aber im Ernst, du bist immer noch ein sexy Typ, bei dem ich nicht nein sagen würde!
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#6 anonymAnonym