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Gute Nachrichten verbreiten sich schnell (Bild: TedsBlog / flickr / by 2.0)

Der oberste Gerichtshof Mexikos hat entschieden, dass das in der Hauptstadt eingeführte Adoptionsrecht für Schwule und Lesben nicht gegen die Verfassung verstößt.

Der Suprema Corte de Justicia de la Nación hat mit neun gegen zwei Richterstimmen die Ehe-Öffnung inklusive Adoptionsrecht in Mexiko-Stadt bestätigt. Bundesstaatsanwälte hatten zuvor gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe- und Adoptionsrecht geklagt, weil dies gegen den in der Verfassung festgelegten besonderen Schutz von Ehe und Familie verstoße. Die Richter argumentierten aber mehrheitlich, dass Schwule und Lesben genauso eine Familie gründen könnten wie Heterosexuelle. "Das Gesetz besagt schließlich, dass die Interessen des Kindes immer Vorrang haben. Damit ist die Reform verfassungsgemäß", erklärte etwa Richter Arturo Zaldívar in seiner Urteilsbegründung.

Bereits vor rund zwei Wochen hat der oberste Gerichtshof in der rund neun Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt entschieden, dass die Homo-Ehe nicht gegen die Verfassung verstößt (queer.de berichtete). Ehen können derzeit zwar nur in Mexiko-Stadt geschlossen werden, allerdings müssen Städte und Gemeinden in ganz Mexiko die geschlossenen Ehen anerkennen.

Bürgermeister in der Kritik


Bürgermeister Marcelo Ebrard muss wegen seiner homofreundlichen Politik Kritik einstecken. (Bild: Eneas / flickr / by 2.0)

Der Streit hat in Mexiko zu einer öffentlichen Diskussion über Homo-Rechte geführt. Besonders Hauptstadt-Bürgermeister Marcelo Ebrard von der sozialdemokratischen Partido de la Revolución Democrática (PRD) hat sich für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben eingesetzt. Der 50-Jährige will 2012 mit seiner Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl die konservative Vorherrschaft brechen - und gilt als Lieblings-Feindbild der Christdemokraten unter Präsident Felipe Calderón.

Für seine liberalen Ansichten bei der Frage der Homo-Ehe oder der Abtreibung hat ihn auch die katholische Erzdiözese von Mexiko-Stadt auf ihrer Website vor einem halben Jahr als "gefährlichsten Politiker" des Landes bezeichnet. Kardinal Juan Sandoval Íñiguez warf dem Politiker sogar Korruption vor: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Richter von Ebrard bestochen worden sind, ebenso wie von internationalen Organisationen", erklärte Sandoval. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.08.2010, 16:08h
  • Und wieder ein Sieg für die LGBT-Community! Und wieder kann die Katholische Kirche (die in diesem Land angeblich so mächtig ist) nichts dagegen tun!
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#2 KameliendameEhemaliges Profil
  • 17.08.2010, 16:34h
  • Das Bild mit dem Baby und den Kopfhörern ist so süüüüüüüüß!!!
    Ich habn fettet Grinsen im Gesicht.

    Genau das richtige um so eine freudige Botschaft zu untermalen...
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