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German Sterligow wünscht Schwulen und Lesben den Tod. (Bild: Wiki Commons / Sergey Sharapov / CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0GFDL)

In einem Radiointerview erklärte der frühere Oligarch German Sterligow, dass die Bibel den Tod von Schwulen und Lesben fordere.

Sterligow, der nach dem Fall des Sowjetreiches als einer der ersten Geschäftsmänner des Landes ein Vermögen machte, wurde nach einem Bericht von UK Gay News in der Sendung "Kulturschock" gefragt, was er "nicht nur mit Atheisten, sondern auch mit Schwulen und Lesben" zu tun gedenke. Der 43-Jährige antwortete: "Wie es bei Apostel Paulus geschrieben steht: Das Blut sei auf ihnen". Dieser Bibelsatz betreffe auch heutige Homosexuelle, sagte der überzeugte Christ. Daraufhin fragte ein Gast der Radiosendung verwundert: "Heißt das, sie zu töten?" Sterligow: "Ja, klar".

Vor diesem Wortwechsel hatte Sterligow erklärt, dass er Homosexuelle nie einen Job anbieten würde: "Wenn es je ein Gesetz geben würde, dass mich dazu zwingt, Homosexuelle einzustellen, würde ich es missachten." Für ihn würden nur "die Gesetze Gottes" gelten, die über den "Gesetzen der Menschen" stehe: "Wenn sie übereinstimmen, achte ich [die Gesetze der Menschen]. Wenn nicht, spucke ich auf sie."

Sterligow ist ein Anhänger der russisch-orthodoxen Kirche und in Russland für seine kompromisslosen Ansichten bekannt. Anfang der 1990er zu Reichtum gekommen, gab er vor fünf Jahren sein gewohntes Leben auf, um in ein Dorf zu ziehen und als Kleinbauer zu seinen Unterhalt zu bestreiten. Er fordert die russische Gesellschaft auf, dem Gewinnstreben abzuschwören und eine nationalistische Agrargesellschaft auf Grundlage der Bibel zu errichten.

Homo-Aktivist bereitet Klage vor

Homo-Aktivist Nikolai Baew erklärte, er plane eine Klage gegen Sterligow, weil dieser zur Gewalt gegen Schwule und Lesben aufrufe: "In seinen eigenen vier Wänden kann er seine homophoben und ausländerfeindlichen Ideen predigen. Aufrufe zur Gewalt in der Öffentlichkeit sind aber in Russland verboten", sagte der Aktivist.

Es gibt mehrere Stellen in der Bibel, die von fundamentalistischen Christen als Entschuldigung für die Diskriminierung oder Ermordung von Schwulen herangezogen werden. Im Römerbrief des Paulus heißt es etwa, dass "Mann mit Mann Schande getrieben" haben. Wahrscheinlich hat sich Sterligow aber in seinem Zitat auf das 3. Buch Mose (Levitikus) bezogen, in dem es heißt: "Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen." Weniger radikale Christen sehen in diesem Satz, der für die Schwulenverfolgung in christlich kontrollierten Ländern mitverantwortlich ist, nicht eine Verurteilung von Homosexualität sondern von sexueller Gewalt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FloAnonym
  • 18.08.2010, 13:42h
  • Das passiert, wenn ungbildete Asoziale dank historischer Umstände zu viel Geld kommen: sie drehen durch!
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#2 FloAnonym
  • 18.08.2010, 13:49h
  • 1. Die Bibel ist nicht vom Himmel gefallen, sondern von Menschen geschrieben.

    2. Sie ist deshalb im historischen Kontext zu sehen und darf nicht wörtlich interpretiert werden.

    3. Durch zahlreiche Übersetzungen und Rückübersetzungen wurde sie immer wieder (nach der Moral des Übersetzers, der jeweiligen Zeit und des jeweiligen Landes leicht abgeändert. Das sind nur Details, die sich aber im Laufe der Jahrhunderte fortpflanzen und irgendwann einen ganz anderen Sinn ergeben.

    Als Beweis für all das und Mahnung an all jene Dummköpfe, die die Bibel wörtlich auslegen wollen, weil sie das alles nicht kapieren, hier mal exemplarisch ein paar andere Bibelstellen:

    ---------- Zitiert aus einem Brief an die homophobe US-Moderatorin Laura Schlesinger ------------

    a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (→Leviticus 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

    b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in →Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

    c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (→Leviticus 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

    d) →Leviticus 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

    e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. →Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

    f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (→Leviticus 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Können Sie das klar stellen?

    g) In →Leviticus 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

    h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch →Leviticus 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

    i) Ich weiß aus →Leviticus 11:6-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

    j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen →Leviticus 19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (→Leviticus 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (→Leviticus 20:14)
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#3 seb1983
  • 18.08.2010, 13:57h
  • Das Land und die Menschen können einem eigentlich nur leid tun. Erst Jahrzente kommunistische Dikatatur und nun Hyperkapitalismus und religiöser Fanatismus.
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#4 CarstenFfm
#5 Julek89
  • 18.08.2010, 14:05h
  • Tja, zu viel Freiheit ne... ist auch nicht immer gut.

    Also schade, dass solche Reden oft zur "Freiheit" zählt, darum auch mein vorheriger Satz!

    Naja, also, aber garnicht schlecht! Der Typ muss in die Öffentlichkeit! Vor allem bei uns in Westeuropa. Dann kehren noch mehr Leute dem Christenhaufen den Rücken zu!
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#6 MarekAnonym
  • 18.08.2010, 14:13h
  • Was religiöser Fanatismus jeder Couleur schon an Leid über die Welt gebracht hat...

    Wenn man sich die Folgen ansieht, sollten alle Menschen mal anfangen, grundlegend über Religion nachzudenken.
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#7 hwAnonym
  • 18.08.2010, 14:22h
  • Der Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn hat einmal gesagt: "Vor fünfzig Jahren wäre es gänzlich unmöglich erschienen, daß der einzelne grenzenlose Freiheit gewährt bekommt, mit dem einzigen Ziel der beliebigen Befriedigung seiner Launen. Die Verteidigung der Rechte des einzelnen hat heute solch extreme Ausmaße erreicht, daß die Gesellschaft als Ganze schutzlos wird. Es ist Zeit, nicht mehr so sehr die Rechte des Menschen zu verteidigen als vielmehr seine Pflichten."
    (Solzhenitsyn, Aleksandr: A Warning to the West. New York: Harper and Row, 1978)

    Erz-Christen & Erzrussen

    Die FDP-gesponsorte EF:

    "..Es bleibt also interessant. Denn der Papst und die ihm folgenden Teile der katholischen Kirche stehen keineswegs alleine. In vielen Fragen wird er unterstützt von der (hier gesamten) russisch-orthodoxen Kirche im Osten wie von amerikanischen Evangelikalen im Westen. Dabei – und nun wird es richtig spannend – ist der Muselman als möglicher Partner noch gar nicht genannt.
    Sollte also der Papst in diesen schwierigen Tagen standhaft bleiben, könnte der Kampf um gesellschaftliche Tabuzonen kurz vor einem Umschlagen unserer politisch korrekten Demokratie ins Totalitäre noch einmal dramatisch werden. Nicht wegen, sondern trotz der unmöglichen Aussagen von Bischof Richard Williamson..."

    ef-magazin.de/2009/01/31/928-die-piusbrueder-richard-william
    son-und-die-politische-korrektheit-ii-papst-benedikt-unter-s
    chwerem-beschuss
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#8 lolloAnonym
#9 chris1409Anonym
  • 18.08.2010, 14:49h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • In der Bibel steht auch das Frauen die ihre Periode haben vor die Stadtmauer gehören und abwarten zu haben bis es vorbei ist. Und das man nur zwei Fischarten essen darf und alles andere aus dem Meer als unrein gilt.

    Warum zählt so was alles eigentlich nie?

    Und der einzige mir bekannte Punkt in dem die Bibel annähernd auf Schwule eingeht ist:
    Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Greuel.

    Und ich glaube damit ist eher Pädophile gemeint als Homosexualität.
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#10 predigerAnonym
  • 18.08.2010, 14:54h
  • wenn man alle umbringen wollte, für die das in der bibel vorgeschrieben ist, dann wäre es aber ruckzuck ziemlich einsam auf unserem planeten. und die übrig gebliebenen wären sicher nicht gerade die, mit denen man gerne mal ein koscheres bierchen tränke...

    immerhin muss man dem mann eines lassen: dass die bibel so einige zitate parat hat, die alles andere als homo-freundlich sind, das kann man beim besten willen nicht leugnen. die frage ist allerdings, warum diese alte textsammlung für unser leben eine größere bedeutung haben sollte als die neueste ausgabe von donald duck.
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