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Bürgermeister Marcelo Ebrard steht wegen seiner Unterstützung der Ehe-Öffnung in der Kritik.

Ein katholischer Kardinal behauptet, Bürgermeister Marcelo Ebrard habe Verfassungsrichter bestochen, um die Ehe-Öffnung durchzusetzen - nun setzt sich der Sozialdemokrat mit einer Verleumdungsklage zur Wehr.

Kardinal Juan Sandoval Íñiguez hatte am Sonntag erklärt: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Richter von Ebrard bestochen worden sind, ebenso wie von internationalen Organisationen" (queer.de berichtete). Er benutzte dabei einen mexikanischen Ausdruck, der Korruption als Fütterung von Nutztieren umschreibt. Der Erzbischof von Guadalajara, der 1994 zum Kardinal ernannt worden war, reagierte mit dieser Aussage auf die Entscheidung des höchsten mexikanischen Gerichts, die in Mexiko-Stadt beschlossene Ehe-Öffnung für verfassungsgemäß zu erklären.

Leticia Bonifaz Alfonzo, juristische Beraterin des Bürgermeisters, erklärte, dass der Kardinal das Recht auf freie Meinungsäußerung missbraucht habe. Er solle entweder Beweise für seine Anschuldigung vorlegen oder müsse als Lügner überführt werden. Zuvor hatte Bürgermeister Ebrard den Kardinal ultimativ aufgefordert, sich zu entschuldigen.

Katholische Kirche unterstützt Kardinal


Kardinal Juan Sandoval Íñiguez glaubt, die Öffnung der Ehe gefährde heterosexuelle mexikanische Familien.

Die katholische Kirche stellte sich dagegen demonstrativ hinter ihren Kardinal. In einer Pressemitteilung bekundete die mexikanischen Bischofskonferenz ihre "Solidarität" mit Sandoval Íñiguez. Man werde ihn auch weiterhin in seinem Kampf gegen die Homo-Ehe unterstützen. "Wir bedauern, dass wir als intolerant dargestellt werden, wenn wir unsere Meinung sagen", heißt es in dem Text. "Wir haben unseren Widerstand gegen die Entscheidung des obersten Gerichtshofs geäußert und berufen uns dabei auf das Recht auf freie Meinungsäußerung."

Die rund neun Millionen Einwohner zählende mexikanische Hauptstadt hatte bereits 2007 eingetragene Partnerschaften mit begrenzten Rechten eingeführt. Im Dezember 2009 beschloss der Stadtrat schließlich, Schwulen und Lesben das Eherecht nicht länger zu verweigern (queer.de berichtete). Auch andere Regionen in Mexiko müssen die in der Hauptstadt geschlossenen Ehen anerkennen. Bürgermeister Ebrard gilt als einer der Architekten des Gesetzes. Der Politiker der Partido de la Revolución Democrática (PRD) ist ein aufsteigender Star der Linken. Der 50-Jährige will 2012 bei Präsidentschaftswahl antreten und Nachfolger des konservativen Homo-Gegners Felipe Calderón werden. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 XDAAnonym
  • 18.08.2010, 16:40h
  • Lügen verstößt gegen die 10 Gebote, aber spätestens seit Mixa weiß auch der Letzte, dass es die kath. Kirche die 10 Gebote nicht wirklich ernst nimmt.
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#2 eMANcipation*Anonym
  • 18.08.2010, 16:53h
  • "Wir haben unseren Widerstand gegen die Entscheidung des obersten Gerichtshofs geäußert und berufen uns dabei auf das Recht auf freie Meinungsäußerung."

    Ja, genau da liegt das Problem.

    Demokratische Meinungsäußerung und antidemokratische Verbreitung menschenfeindlicher Gesinnungen sowie die Beförderung von Hass und Diskriminierung sind zwei völlig verschiedene Dinge, die endlich per Gesetz explizit und unmissverständlich auseinander gehalten werden müssen.

    In manchen Ländern geht es in dieser Hinsicht voran, in anderen nicht.
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#3 Katrin
  • 18.08.2010, 17:21h
  • Ich stelle verblüfft fest, dass die katholischsten Länder auch die progressivsten in Homofragen sind. Dabei meine ich nicht die absolute Position auf einer Skala, sondern was in den letzten 10-20 Jahren erreicht wurde.
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#4 MoritzAnonym
  • 18.08.2010, 17:52h
  • Antwort auf #3 von Katrin
  • leider nicht alle... das kann ich dir als Italiener bestätigen... bei gibts überhaupt GAR keine Rechte... und wir haben den Haufen sogar in unserer Hauptstadt

    und so wie es aussieht wird auch so schnell nichts in dieser Richtung passieren
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#5 stephan
  • 18.08.2010, 18:14h
  • "Wir haben unseren Widerstand gegen die Entscheidung des obersten Gerichtshofs geäußert und berufen uns dabei auf das Recht auf freie Meinungsäußerung."

    Um das differenzierte Denken und das Denken überhaupt war es in der röm.-kath. Kirche ja noch nie sehr gut bestellt:

    Wenn ich sage, dass ich die sog. 'Würdenträger' (welche Würde eigentlich?) dieser Glaubensorganisation für dumm, bösartig intolerant und versponnen halte, dann ist das eine persönliche Meinungsäußerung. Es ist schon etwas anderes, wenn eine Organisation auf Minderheiten eindrischt und wenn sie zur Diskriminierung aufruft, aber jemanden Bestechung oder Bestechlichkeit vorzuwerfen, ist wohl auch in Mexiko eine Straftat. Dann müssen Beweise auf den Tisch oder der Verleumder muss mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden.
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#6 stephan
  • 18.08.2010, 18:32h
  • Antwort auf #3 von Katrin
  • Na, selbst diese Länder stellen mittlerweile fest, dass mit der röm.-kath. Kirche kein Staat zu machen ist.

    Außerdem sehen sie, dass
    a. Demokratie absolut nicht zu den Spezialrechten von bestimmten Glaubensorganisationen passt,
    b. die röm.-kath. Kirche bis hinein in ihren innersten Kern unglaubwürdig ist,
    c. die röm.-kath. Kirche in praxi immer anders agiert hat, als sie predigt und predigte,
    d. die geschichtliche Verquickung ihres Landes mit der Kirche unendlich viel Leid und Elend angerichtet hat,
    ...
    Die Divergenz von Vernunft, dem Verständnis der Menschenrechte, Demokratie ... einerseits und der überkommenen Glaubensüberzeugung andererseits wird in solchen Ländern vielleicht rasanter deutlich, als in saturierten Wohlstandsgesellschaften.
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#7 stromboliProfil
#8 RalfAnonym
  • 18.08.2010, 18:50h
  • Katholischer Bischöfe sind nun mal Heuchler, Lügner und Hetzer. Der einzige Ort, wo sie hingehören, ist das nächstbeste Gefängnis.
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#9 Katrin
  • 18.08.2010, 19:13h
  • Antwort auf #4 von Moritz
  • Da hast Du recht. Italien passt garnicht in mein Bild. Ich kann einfach keine Linie erkennen. Der Wohlstand ergibt kein Kriterium und die soziale Sicherheit auch nicht. Der Katholizismus auch nicht. Ich suche nach einem Merkmal, dass die Homophilen verbindet und dass die Homohasser verbindert, aber da scheint es kain Merkmal zu geben.
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#10 Julek89
  • 18.08.2010, 19:44h
  • Ich nehme mir mal das Recht und trage nun wieder eine Sache bei, die aus eigener Erfahrung entspringt.

    Naja, soll auch zeigen, wie schon in Schulen mit solchem Zeug, wie Religion umgegangen wird... und der freien Meinung dazu.

    War im Mai...mit der Klasse in Prag.

    Zur Besichtigung gehörte da natürlich die Burg... Naja... dort gibts auch eine Kirche. Ich weigerte mich, dort hinein zu gehen, da ich nicht gläubig bin und das nunmal meine Entscheidung nach meinem Recht ist. So dachte ich zumindest. Das gehört doch wohl auch zur FREIEN Glaubensauslebung.

    Ich wurde von der einen Lehrerin aber gezwungen mit den Worten: "Das ist mir jetzt egal".

    Sie ist übrigends Religionslehrerin (Kath.)

    Ich habe das ganze Zeug abgewählt, dennoch fuhr sie leider mit. Naja...

    Dadrin hielt ich es einfach nicht aus, dieses Rumgetue und Niedergeknie, dass ich hätte kotzen können.

    Ich habe mich innerlich so augferegt, dass ich die Führung verlassen habe und rausgegangen bin.

    Kein Wort fiel mehr darüber.

    Jetzt die Konsequenz. Es gab dann ja Zeugnisse... jup und die Kopfnoten gibts ja auch.

    Im Sozialverhalten hatte ich ne Note schlechter und jetzt ratet mal, mit welcher Begründung?

    Ich habe mit dem Lehrer so lange draußen diskutiert, dass kein Anderer nach mir seine erfahren konnte. Aber es half nichts.

    So viel zur Individualität und Freiheit. :)

    Sorry, aber das musste ich jetzt mal einfach dazu äußern!

    Übrigens, das ist auch der Lehrer, der mir meinen Besuch beim diesjährigen EuroPride versagt hatte und eine Schülerin lächeld zum Kirchentag fahren ließ.

    Der Typ ist zudem erst Mitte 30 und naja kein Religionslehrer.

    Achja, zum Direktor gehen wird nichts nutzen. Erstens hat die Klasse nen schlechten Stand und zweitens halten die eh zusammen da...
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