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Vor der Kathedrale von Guadalajara demonstrierten am Sonntag Homo-Aktivisten gegen Katholiken, die eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben verhindern wollen. (Bild: bryce_edwards / flickr / by 2.0)

Der Streit um die Homo-Ehe wird in Mexiko nun auf der Straße ausgetragen. So kam es bei einer Demo in Guadalajara zu Rangeleien zwischen Homo-Aktivisten und katholischen Gläubigen.

200 Demonstranten haben in der zweitgrößten Stadt des Landes in der Nähe der Kathedrale für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule im ganzen Land demonstriert. Sie trugen dabei Schilder mit Aufschriften wie "Gott sei Dank bin ich schwul!". Zeitgleich demonstrierten in etwa gleicher Anzahl katholische Aktivisten für ein gleichgeschlechtliches Ehe-Verbot. Dabei kam es zu kleinen Rangeleien, als einer der Gläubigen einem Gegendemonstranten ein Plakat aus der Hand riss, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Es sei jedoch niemand verletzt worden. Bereits zuvor haben in mehreren Teilen des Landes ähnliche Protestaktionen stattgefunden.

Kardinal von Guadalajara will Homo-Ehe verhindern


Kardinal Juan Sandoval Íñiguez glaubt, dass das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule Kinder schädige: "Viele junge Mexikaner werden leiden müssen", erklärte er.

Das Thema Homo-Ehe steht in Mexiko auf der Tagesordnung, seit der linksgerichtete Stadtrat von Mexiko-Stadt im Dezember 2009 die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet hatte (queer.de berichtete). Seither beschimpfen katholische Würdenträger die Politiker, die sich für die Ehe-Öffnung eingesetzt haben. So warf der Kardinal von Guadalajara, Juan Sandoval Íñiguez, dem Bürgermeister von Mexiko-Stadt vor, Verfassungsrichter bestochen zu haben, weil diese die Ehe-Öffnung für verfassungsgemäß erklärt haben. Bürgermeister Marcelo Ebrard verklagte daraufhin den Kardinal wegen Verleumdung (queer.de berichtete). Die Bischofskonferenz stellte sich demonstrativ hinter Sandoval Íñiguez.

Auch andere Kirchenvertreter beschimpften die verantwortlichen Politiker sowie Schwule und Lesben: So erklärte Norberto Rivera, der Erzbischof von Mexiko-Stadt, dass die Homo-Ehe "böse" sei (queer.de berichtete). Katholiken-Sprecher Hugo Valdemar glaubt sogar, dass der Bürgermeister von Mexiko-Stadt die katholische Kirche "vernichten" wolle und die Ehe-Öffnung einen "schlimmeren Schaden als Drogenhandel" anrichte (queer.de berichtete). In Mexiko hat der Krieg zwischen Drogenkartellen und der Regierung in den vergangenen sechs Jahren mindestens 28.000 Menschen das Leben gekostet. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

22 Kommentare

#1 vingtans
  • 23.08.2010, 14:40h
  • also der bürgermeister ist für heute mein persönlicher held des tages.

    ich glaub die katholische kirche benutzt uns grad als "publicity" um mal wieder irgendwo irgendwie ins gespräch zu kommen!
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#2 stephan
  • 23.08.2010, 15:32h
  • "Die Bischofskonferenz stellte sich demonstrativ hinter Sandoval Íñiguez."

    Sehr schön! Wenn sie aber nun keine Beweise für die Bestechung erbringen können, dann könnte man gleich die ganze Sippschaft auf einmal vor Gericht stellen!
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#3 FloAnonym
  • 23.08.2010, 16:55h
  • "als einer der Gläubigen einem Gegendemonstranten ein Plakat aus der Hand riss"

    Ist wohl nichts mit Frieden und Gewaltlosigkeit...

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    "Seither beschimpfen katholische Würdenträger die Politiker, die sich für die Ehe-Öffnung eingesetzt haben."

    Mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hatten die es noch nie.

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    "So warf der Kardinal von Guadalajara, Juan Sandoval Íñiguez, dem Bürgermeister von Mexiko-Stadt vor, Verfassungsrichter bestochen zu haben"

    Wenn nichts mehr hilft, muss man halt Lügen erfinden. Ich hoffe, er wird wegen Verleumdung verurteilt und kann kräftig Schadenersatz zahlen.

    ------------------

    "Die Bischofskonferenz stellte sich demonstrativ hinter Sandoval Íñiguez."

    Also ist der Rest auch nicht besser und opfert Kirchensteuern lieber für solche Beleidigungen und Verleumdungen, statt es für mildtätige Zwecke einzusetzen.

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    "So erklärte Norberto Rivera, der Erzbischof von Mexiko-Stadt, dass die Homo-Ehe "böse" sei"

    Bla bla bla... Wir wissen es langsam: für die Kirche ist offentsichtlich Liebe böse und Hass gut.

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    "Katholiken-Sprecher Hugo Valdemar glaubt sogar, dass der Bürgermeister von Mexiko-Stadt die katholische Kirche "vernichten" will und die Ehe-Öffnung einen "schlimmeren Schaden als Drogenhandel" anrichte (queer.de berichtete). In Mexiko hat der Krieg zwischen Drogenkartellen und der Regierung in den vergangenen sechs Jahren mindestens 28.000 Menschen das Leben gekostet. "

    1. Will niemand die Ehe vernichten, sondern im Gegensatz stärken!

    2. Wer Drogen (inkl. 28.000 Toten durch Drogenkrieg ohne die toten und schwerkranken Junkies und die Opfer von Beschaffungskriminalität) besser findet, als Liebe, ist vollkommen durchgedreht.

    Da zeigt die Kirche ihre wahre Fratze des Hasses und dass es ihnen um ganz andere Dinge geht, als sie gerne vorgeben!!
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#4 lolloAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.08.2010, 18:17h
  • Ich hoffe, daß die Homo- und Homoeheaktivisten diese Gegendemonstranten auch ganz ordentlich niedergebrüllt haben!
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#6 Roman BolligerAnonym
  • 23.08.2010, 20:03h
  • Ist sie nicht erkennbar, die unterdrückte eigene Homosexualität, hinter der hässlichen Sadistenfratze dieses homophoben Kardinals?

    All diese sogenannten Würdenträger entehren mit ihrem stupiden und niveaulosen Gezeter das Wort "Würde".

    Ethisch und ästhetisch völlig jenseits!
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#7 Tinnitus IesusAnonym
  • 23.08.2010, 20:41h
  • Das ist eine schlechte Nachricht aus Mexico!

    In der lutherischen Schwedischen Kirche ist mit Eva Brunne eine offen lesbische Bischöfin in Stockholm im Amt und sie lebt mit ihrer Partnerin gemeinschaftlich im Bischofssitz und sie erziehen dort gemeinschaftlich ein Kind. Zudem sind dort in Schweden gleichgeschlechtlichen Ehen erlaubt und dort darf kirchlich geheiratet werden.
    Überhaupt lobe ich mir die Lutheraner aktuell. Nicht nur das in den lutherischen,reformierten und unierten Landeskirchen der EKD homosexuelle Pastoren offen ihr Amt ausüben dürfen und dies ebenso in den lutherischen Staatskirchen in Skandinvavien (siehe z.B. Bischöfin Eva Brunne in Stockholm) der Fall ist; selbst in Nordamerika sind in Kanada (Lutheran Church of Canada) sowie in den USA (ELCA) homosexuelle Pastoren offen erlaubt und sie dürfen mit ihren Partnern im lutherischen Pfarrhaus leben. Also NICHT Austreten sondern ÜBERTRETEN von der katholischen Kirche zu den besseren christlichen Kirchen, die ich hier bereits öfters aufgezählt habe.
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#8 Julek89
  • 23.08.2010, 21:47h
  • Antwort auf #7 von Tinnitus Iesus
  • Oh man, wie oft habe ich das jetzt schon gelesen, wie toll doch die lutherische Kirche in Schweden ist?! Ich kanns nicht zählen, ich möchte es aber auch garnicht. Wie armseelig, sich an diiiiiesen dünnen Strohhalm zu klammern und hier Werbung für die Kirche zu machen.
    Die Kirche war auch in Schweden nicht die, die die Ehe dort durchgesetzt hat ? . ! . Sie hates höchstens akzeptiert und auch toleriert. Naja, ausserdem leben wir in Deutschland und nicht in Schweden und da nutzt es uns nichts zur evangelischen Kirche überzutreten, zumal ich persönlich eh zu ebendieser gehöre.
    Denn von der Kirche hierzulande ich garnichts zu erwarten. Höchstens auch wieder die allerdünnsten Strohhalme, die solche wie Du nutzen um die Kirche ins gute Licht zu rücken. Ich werde
    austreten aus der lutherischen Kirche, wenn ich in die Arbeitswelt eintrete! Und das sollte jeder so machen. Denn GANZ ohne Kirche ist es immer noch am Besten und am sichersten.
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#9 birgerAnonym
  • 23.08.2010, 22:32h
  • Antwort auf #8 von Julek89
  • einen teil der eingesparten k-steuer kann man sogar in profunde fachliteratur über lutherischen glauben in skandinavien investieren.

    also austreten. so ist jedem geholfen.
    es lohnt sich.
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#10 EvoAnonym