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James Conway bei seiner Vereidigung als Kommandant der Marineinfanterie im Jahre 2006 (im Hintergrund der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld)

Das US-Militär sei das "beste der Welt", findet Kommandant James Conway Aber nur, solange Heteros nicht im selben Raum wie schwule Soldaten übernachten müssen.

"Ich kann Ihnen sagen, dass die überwiegende Mehrheit nicht im selben Raum sein will mit einer Person, die offen homosexuell ist", erklärte Conway nach Angaben der Nachrichtenagentur AP bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Weil das "einigen nichts ausmacht", sei auch eine freiwillige Regelung denkbar, so der General.

Als Grund für die Abneigung gegenüber Homosexuellen nannte Conway die Religiosität der heterosexuellen Soldaten: "Manche werden sagen, dass Homosexualität falsch ist und sie einfach nicht in einem Raum mit einer Person dieser Überzeugung sein wollen, weil das ihrem religiösen Glauben widerspricht." Bei der Eliteeinheit der Marineinfanterie entscheiden die Vorgesetzten, welche Soldaten sich in der Kaserne oder im Einsatz ein Zimmer teilen.

Conway erklärte ferner, dass seine Einheiten natürlich auch Homosexuelle aufnehmen würden, wenn die Regierung die "Don't ask, don't tell"-Regelung aufhebt. Sie besagt, dass Schwule und Lesben nur dienen dürfen, wenn sie ihre Homosexualität geheim halten. Präsident Barack Obama hat allerdings versprochen, Schwule und Lesben beim Zugang zum Militär noch in diesem Jahr gleichzustellen. Im Parlament deutet sich dafür eine Mehrheit an (queer.de berichtete).

Conway: Macho-Männer mögen keine Schwulen

Laut Militär-Experten sind die Widerstände im "Marine Corps" größer als in anderen Einheiten der Streitkräfte. Auch Conway bejahte das in der Pressekonferenz - und begründete die besonderen Schlafwünsche seiner Soldaten damit, dass sie ein besonderer Menschenschlag sind: "Wir rekrutieren einen bestimmten Typen von jungen Amerikanern, den Macho-Mann oder die starke Frau, die bereit sind, für ihr Land zu kämpfen und womöglich dafür zu sterben."

Seit der Einführung von "Don't ask, don't tell" 1993 hat das Militär rund 14.000 Soldaten wegen erwiesener Homosexualität gefeuert. Nach einer neuen CNN-Umfrage wollen allerdings 78 Prozent der Amerikaner das Homo-Verbot abschaffen.

Conway gehört als Militär-Chef der Marineinfanterie auch dem US-Generalstab an. Er war 2003 an der Invasion im Irak beteiligt und wurde 2006 vom damaligen Präsidenten George W. Bush zum Kommandanten ernannt. (dk)



19 Kommentare

#1 Mister_Jackpot
#2 Sven_
  • 25.08.2010, 17:11h
  • Die viel wichtigere Frage ist doch, ob sich Schwule und Lesben auch aussuchen dürfen, ob sie mit Heteros in einem Raum schlafen müssen.
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#3 gaylord IIAnonym
#4 alexander
  • 25.08.2010, 18:27h
  • also alle vollpfosten, die zu dämlich sind selbst zu denken, sind dann MACHO´S !

    eigentlich logisch, welcher denkende mensch lässt sich schon als gern befehlsempfänger missbrauchen ?

    nicht umsonst haben die konservativen einen niedrigeren IQ !
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#5 MichaelTh
  • 25.08.2010, 18:30h
  • Soso, "weil das ihrem religiösen Glauben widerspricht".
    Meinem religiösen Glauben widerspricht es, von solchen Idioten umgeben zu sein. :-))
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#6 KlofrauAnonym
  • 25.08.2010, 18:47h
  • Antwort auf #5 von MichaelTh
  • Jaaa - und wieder ein neues Kapitel sexueller Apartheid aufschlagen! Toll ... fein gemacht, Herr Oberhomophob!

    Wobei es ja ein Gutes hätte: In einem "Gay-only-Zimmer" könnten die Soldaten pimpern, dass die Schwarte kracht. Heute muss man ja noch Rücksicht auf die klemmigen Heteros nehmen.

    Mit solchen Äußerungen fallen die USA jedenfalls immer weiter Richtung 19. Jahrhundert zurück. Religion macht eben hirnkrank, da kann man nichts machen.
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#7 FloAnonym
  • 25.08.2010, 18:57h
  • Wer das Morden von Menschen so glorifiziert und auch noch stolz darauf ist, hat natürlich was gegen Liebe.

    Und besonders viel Intelligenz darf man von solchen Leuten auch nicht erwarten. Und daraus resultieren dann solche dummen und peinlichen Verlautbarungen.

    Schlimm ist nur, dass solche dummen und ignoranten Leute dann auch noch so viel Macht haben.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.08.2010, 19:11h
  • So ein Unsinn, Hetero- und Homosoldaten jeweils in separaten Räumen schlafen zu lassen! Besser ist es, die homophoben Soldaten vom Rest zu trennen und denen einen separaten Schlafraum einrichten!
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#9 Mister_Jackpot
  • 25.08.2010, 19:40h
  • Antwort auf #8 von FoXXXyness
  • Nee die homophoben Soldaten sollten lieder direkt unter ihren schwulen Soldatenkolegen schlafen müssen...im selben Raum und im selben Bett...dann wären die vielleicht hinterher auch mal etwas entspannter...Man sagt ja, dass die homophobsten meist nur Angst vor ihrer eigenen "Weiblichkeit" haben! :-)
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#10 Julek89
  • 25.08.2010, 20:34h
  • Ja ist klar was es letztendlich heißen soll, nämlich, dass es ein Privileg sei, mit Heteros in einem Zimmer schlafen zu dürfen. SIE (die Heteros) dürfen entscheiden, ob sie mit "sowas" zusammen schlafen wollen. Ja geil, mehr Abneigung geht nicht!
    PFUI! Also, bei dieser Situation frage ich mich wirklich, was Homos noch dazu treibt mit diesen Leuten für dieses Land freiwillig sein Leben riskieren zu wollen.
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