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Ken Mehlman als Vorsitzender der republikanischen Partei bei einem Auftritt in einer NBC-Talkshow

Ken Mehlman war Vorsitzender der republikanischen Partei und forderte 2004 im Wahlkampf von George W. Bush ein Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung - jetzt hat er im Alter von 43 Jahren sein Coming-out.

In einem Interview mit "The Atlantic" erklärte der New Yorker, er habe seine Freunden und seiner Familie erzählt, dass er schwul ist: "Ich habe 43 Jahre lang gebraucht, um mich diesem Teil meines Lebens zu stellen", erklärte Mehlman. "Jetzt bin ich ein glücklicherer und besserer Mensch. Ich wünschte, ich hätte das schon vor Jahren getan."

In der Vergangenheit hat Mehlman jedoch wiederholt geleugnet, schwul zu sein. So sagte er 2006 in einem Interview mit der Zeitung "New York Daily News": "Ich bin nicht schwul, aber diese Geschichten haben mir sechs Monate lang mein Liebesleben versaut."

Youtube | Bereits 2006 outete der Komiker und politische Kommentator Bill Maher Mehlman auf CNN - in Wiederholungen wurde das Outing herausgeschnitten.

Mehlman: Gestern hü, heute hott

Mehlman will sich nun für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben einsetzen. Während seiner Zeit als Wahlkampfmanager war sein Ziel noch das genaue Gegenteil: Er unterstützte in mehreren Bundesstaaten Volksentscheide mit dem Ziel, die Homo-Ehe in den Regionalverfassungen zu verbieten. Außerdem schafften es die Republikaner mit homophoben Tiraden, den Anteil an evangelikalen Wählern zu erhöhen. Sie trugen wesentlich dazu bei, dass sich Bush bei den Präsidentschaftswahlen gegen seinen Herausforderer John Kerry durchsetzte.

Homo-Aktivisten begrüßen das Coming-out, fordern aber eine Entschuldigung für frühere Positionen: "Er muss zugeben, dass er viel Schaden angerichtet hat, und sich dafür entschuldigen, dass er das Leben vieler Menschen ruiniert hat", erklärte Geoffrey Kors von Equality California. Die Stonewall Democrats erklärten, der Fall zeige, wie gefährlich es für Schwule und Lesben ist, wenn einer der ihren seine Sexualität geheim hält. "Dann steht Ideologie über persönlicher Integrität". Mehlman werde viele Jahre brauchen, um den Schaden, den er angerichtet habe, wieder gut zu machen. (dk)



#1 vingtans
  • 26.08.2010, 16:33h
  • hat er eine zweite chance verdient?

    meine vernuft schreit : "nein,absolut nicht!"
    mein gefühl : "jeder hat ne zweite chance verdient"

    ich denke er sollte sich in zukunft beweisen,mal gucken was gewinnt gefühl oder vernuft.
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#2 CarstenFfm
  • 26.08.2010, 16:50h
  • Schlimm, das Schrankschwetern oft die größten Homo-Hasser sind.

    Besser spät als nie ist er nun raus aus dem Schrank.... und das schwächt auch die konservative Rechte in ihrem Kampf gegen Homo-Rechte
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.08.2010, 17:40h
  • Da brate mir doch einer einen Storch! Der erste schwule Wahlkampfmanager und dann auch noch ein Republikaner! Und nun wird dieses Hascherl auch noch vom Saulus zum Paulus, in dem er um die Homoehe kämpft! Es geschehen immer noch Zeichen und Wunder und mit 43 Jahren dazu zu stehen ist zwar spät - aber besser spät als nie!
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#4 MIZAnonym
  • 26.08.2010, 18:17h
  • Mein Gott! Hoffentlich kriegt Herr Bush nicht noch nachträglich Ganzkörperherpes!
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#5 VolumeProProfil
#6 Timm JohannesAnonym
  • 26.08.2010, 18:38h
  • @CarstenFm

    Ja leider wahr; oftmals sind die größten Feinde homosexueller Rechte und von homosexuellen Paaren die Schrankschwestern.

    Nach meiner Meinung gilt dies auch bei vielen Schrankschwestern im katholischen Klerus, wo halt viele katholische Geistliche schwul oder asexuell sind und ihre sexuelle Orientierung nicht leben...auch in den Reihen der katholischen Bischöfe, denn eine sexuelle Orientierung hat JEDER Mensch.

    Kannst einmal drüber nachdenken, welche sexuelle Orientierung die Bischöfe und Kardinäle Meissner, Zollitsch, Overbeck, Levada, Sodano oder Wetter haben...
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#7 DonnyDAnonym
  • 26.08.2010, 18:53h
  • Der Typ hat doppelt betrogen:
    zum einen Schwule, weil er trotz (oder wegen?) seiner eigenen Homosexualität gegen sie agitiert hat und so immensen Schaden angerichtet hat.
    Und zum anderen seine republikanischen Wähler, weil er ihnen was vorgespielt hat, was er nicht ist.

    Absolut armselig, aber leider nicht selten.
    Homos, raus aus dem Schrank!
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#8 stromboliProfil
  • 26.08.2010, 19:08hberlin
  • Antwort auf #4 von MIZ
  • ach was.. „Don't ask, don't tell" ,das gilt auch in den gremien und parteipositionen...
    und wenn einer gut deine interessen rüberbringt und somit wahlen gewinnen hilft, ist es den verantwortlichen egal ob der zuvor an schwänzen gelutscht, oder als mafia-steuerberater sein geld verdiente.. solange nichts im wahlkampf puplic wird, geht das durch!
    Ein wenig seh ich aber die sache so nicht als entscheidung eines mannes, der mit sich " gerungen" hat!
    Der stand wohl vor dem outings - gau und konnte nur noch vorwärts...; an wen erinnert uns dass (?) richtig: unser schwestertsunamie!

    2te chance?
    Zu was kann der nun nützlich sein?
    Vorzeige bekehrter zugunsten der gay community?
    Für die konservativen eher ein rohrkrepierer, zeigt er doch die "charakterlosigkeit" der schwulen.,. die sich einschleichen in die gutgläubigen.. !
    Und für uns? Brauchen wir den beweis der lebenslüge, um unsere forderungen nach aufklärung und emanzipation gewicht zu geben. Ich möchte nicht von dem in zukunft vertreten sein.. wie ich auch von dem schwulentsunamie nicht vertreten sein will.
    Das ist abgefucktes bejubeln von kriechern und leisetretern. Ich will eine andere, stolze generation von selbstbewussten schwulen. Da ist für solche schleimbeutel kein platz ausser der eines reliktes vergangenen versagens!

    PS. : frag mal laura bush oder dick cheney's tochter die umgang hatten mit dem guten..
    Laura nimmt da ja position ein.. was den männern eben nicht einfällt!
    Mal sehn was die palin nun macht?
    ps. ps.: was die sache so fett macht, ist das schwule, für solche "ideen" sich stark machen, sie unterstützen mit dem argument, es gäbe auch noch anderes als schwul sein was des "einsatzes würdig sei" .. das ist erbärmlich!
    Da gibts keine entschuldigungen mehr!
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#9 RechtsstaatlerAnonym
  • 26.08.2010, 19:11h
  • Ich finde, ihm sollte das niemand zum Vorwurf machen.
    Jeder Mensch wird von seinen ganz eigenen Dämonen gequält und niemand weiß, welche ihn in den letzten Jahren und Jahrzehnten quälten.

    Ganz nebenbei gibt es selbst in Deutschland, welches wesentlich liberaler ist als die USA, Leute, die es nicht schaffen, ihr coming out zu haben, und so ihr ganzes Leben lang unglücklich sind.

    "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein"
    Ein sehr wahrer Satz aus der Bibel!
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#10 predigerAnonym
  • 26.08.2010, 21:52h
  • das macht natürlich wütend, wenn jemand verbissen gegen die rechte von minderheiten arbeitet und klar ist, dass er dabei vor allem eigene psychische probleme zu bearbeiten versucht (wobei ich gerade nachdenklich werde, ob es überhaupt irgendwelche anderen gründe geben kann...)

    in mir regt sich aber auch eine leise stimme, die mitleid mit menschen hat, die dermaßen verkorkst und in verinnerlichten zwängen gefangen sind. vielleicht kann man sich bei allem groll doch ein bisschen freuen, dass wenigstens einige leute es irgendwann schaffen, die ganzen knoten zu lösen, die ihnen eine verfickte religiöse fassadenmoral eingebrockt hat.
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