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Wen lacht sich die Graugans heute an? (Bild: Mike Lawrence / flickr / by-sa 2.0)

Vögel lieben und leben gerne gleichgeschlechtlich, ohne auf Nachwuchs verzichten zu müssen, so das Fazit australischer Wissenschaftler, die erstmals an einer allgemeine Theorie über Homosexualität unter Vögeln arbeiten.

Professor Geoff MacFarlane von der University of Newcastle im Bundesstaat New South Wales hat insgesamt 93 Vogelarten untersucht. Er und seine Kollegen kamen zu dem Zwischenergebnis, dass nur fünf Prozent des sexuellen Verhaltens von Vögeln aufs gleiche Geschlecht ausgerichtet ist. Bei manchen Arten geht's aber eher zu Sache: So bestehen rund 20 Prozent aller Graugans-Paare aus zwei Männchen.

Generell hat demnach ein Männchen mehr Interesse an homosexuellen Handlungen, wenn es sich nicht um den Nachwuchs kümmern muss. Das traf vor allem auf Männchen in polygynischen Beziehungen zu - also bei "Vielweiberei". Manche Männchen stellen sicher, dass Weibchen befruchtet werden und dann die Jungen aufziehen - aber vertreiben sich ihre freie Zeit dann mit gleichgeschlechtlichen Spielchen. Das schwule Verhalten nimmt ab, je mehr sich ein verschiedengeschlechtliches Vogelpaar bei der Aufzucht des Nachwuches die Pflichten teilt. Bei Weibchen konnte bislang nur selten homosexuelles Verhalten beobachtet werden.

Schwule Allianzen

In manchen Arten werden nach Angaben von MacFarlane sogar "schwule Allianzen" gegründet. Mehrere Männchen schließen sich hier zusammen, um ihr Territorium gemeinsam zu verteidigen. Dabei zeigen die gleichgeschlechtlichen Paare das selbe Verhalten wie verschiedengeschlechtliche: Sie können auch ein Nest zusammen bauen, Junge großziehen (die natürlich von außen kommen) und viele Jahre miteinander verbringen.

MacFarlane erklärte, er wolle nun herausfinden, ob diese Verhaltensweisen auch in Primaten auftauchen. Die Ergebnisse sollen in Kürze in der Fachzeitschrift "Animal Behaviour" veröffentlicht werden.

In der öffentlichen Debatte um Homosexualität unter Tieren sind in den vergangenen Jahren immer wieder Pinguine genannt worden, die in Zoos gleichgeschlechtliche Interessen zeigten. So stand der Bremerhavener Zoo 2005 in der Kritik, weil dieser weibliche Pinguine einfliegen ließ, um ein schwules Paar auseinander zu bringen (queer.de berichtete). Die Umpolungsversuche scheiterten jedoch. In den USA ist zudem ein Kinderbuch über schwule Pinguine auf Platz 1 der Liste der meistgehassten Bücher (queer.de berichtete). Konservative Aktivisten versuchten wiederholt, das Buch aus Bibiliotheken entfernen zu lassen. (dk)



#1 kwasi anterstAnonym
#2 vögel vögelnAnonym
  • 27.08.2010, 19:36h
  • "Bei Weibchen konnte bislang nur selten homosexuelles Verhalten beobachtet werden."

    Ist doch logisch, bei Tieren besteht Sex aus rammeln. Das ist für die weiblichen Tiere untereinander kaum möglich.

    Aber schon interessant das Schwule mehr verfolgt wurden/ werden und als unnormal gelten als Lesben obwohl ersteres in der Natur häufig vorkommt.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 27.08.2010, 22:42h
  • Ich dachte zuerst, es habe sich ein Fehler in der Schlagzeile eingeschlichen und es müßte heißen "Forscher spüren vögelnden Schwulen nach"! Das wäre ja dann nichts anderes als Voyeurismus!
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#5 vingtans
  • 27.08.2010, 23:22h
  • naja ich versteh diese vögel weder als heterosexuell noch als homosexuell..

    ich denke den gänsemännchen ists relativ wurscht welches geschlecht der partner hat...verständlich...schniedel oder mumu sieht man ja eh nicht^^
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#6 Fred i.BKKAnonym
  • 28.08.2010, 02:24h
  • ...alles nichts neues, wir haben cirka 20 Zwerghuehner ,dabei war auch ein Haehne-paar das bis zu seinem natuerlichen Tod ,fast 5 Jahre monogam zusammen lebte,davor hatten wir einen Goldfasan der seine vorhandene " Dame " nie
    begehrte aber die Zwerghuehner Haehne umwarb.....
    bei Youtub gibt viele Aufnahmen von wildlebenden Tieren (Loewe,Affe ,Dephine usw. )die sichtlich gleichgeschlechtliche Beziehungen bevorzugen. ..
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#8 FloAnonym
  • 29.08.2010, 14:18h
  • Die Homohasser und Ewiggestrigen führen ja gerne als Argument an, dass es im Tierreich auch keine Homosexualität gebe. Mal abgesehen davon, dass Tiere nicht gerade ein Maßstab für menschliche Sexualität sein sollten (oder kopulieren wir Menschen demnächst auch in der Öffentlichkeit oder bespringen alles, was uns gefällt?). Aber es zeigt sich auch immer wieder, dass das schlicht sachlich falsch ist!!

    Nur ein weiterer Beleg dafür, dass diese Homohasser keine wirklichen Argumente haben und deswegen solche peinlichen Scheinargumente erfinden müssen, die nicht nur nichts aussagen, sondern auch sachlich falsch sind!
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#9 Liedel
  • 31.08.2010, 03:02h
  • Ja, wären wir so frei wie die Vögel, könnten wir ein wahrhaft glückliches Leben führen!

    So aber stutzt man uns und auch oft genug wir uns selbst die Flügel. Heteronormativität.
    Der ewige Drang, sich um des Geldbeutels, der Karriere bzw. des lieben Friedens Willen anpassen zu müssen. Unsere Zeit ist nicht so "modern", wie sie es uns gern vorgaukelt. Letztlich sind es die Angepassten, die etablierten Schleimscheißer, Feiglinge, die ihre Pfründe auf Kosten der anderen sichern.
    Was von Jesus in Matthäus 18:2-10 geschrieben steht, lässt sich ohne Weiteres auf die Vögel, ihre Kraft zu fliegen und unsere oft gestutzten LGBT- Flügel übertragen:
    "Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Reich kommen, das vom Himmel regiert wird."

    Und ich versichere denen, die zaudern und zögern, ihre Flügel auszubreiten und all die Zwänge der Heteronormativität, der Anpassung, Selbstverleugnung hinter sich zu lassen: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Vögel werdet, könnt ihr nie das Glück erlangen, dass ihr anderen so neidet und wonach ihr euch innelrich doch so sehnt."
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