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Homosexuelle Männer und Frauen zwischen 60 und 80 erzählen ihre Geschichte

Jetzt auf DVD: "Verzaubert" war der erste Dokumentarfilm über Schwule und Lesben im Deutschland der NS-Zeit und der frühen Bundesrepublik.

Von Carsten Weidemann

Manche Filme haben kein Verfallsdatum, "Verzaubert" von Dorothée von Diepenbroick und Jörg Fockele gehört unbedingt dazu. Die Dokumentation aus dem Jahr 1992 Verzaubert zeigt Lebensläufe von Homosexuellen aus einer Zeit, als sie sich noch nicht selbstbewusst "lesbisch" oder "schwul" nannten, sondern "verzaubert".

Insgesamt 13 Männer und Frauen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren geben Auskunft darüber, wie sie Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegszeit in Hamburg erlebten. Sie erzählen von ersten heimlichen Romanzen, Vorladungen durch Sittenpolizei und Gestapo, Tarnehen, rosa Winkel, über Verfolgung und Vernichtung, über Subkultur und über ihren Alltag.


Zum Beispiel Rudolf, der seine glücklichste Zeit erlebte, als er beim Fronttheater im Zweiten Weltkrieg Frauenrollen spielen durfte. Oder Edith, die gemeinsam mit ihrer Freundin 38 Jahre lang ein Kaffee- und Konfitürengeschäft geführt hat. In den Interviews wird nicht versucht, ein bisher "vergessenes" Kapitel der Geschichtsschreibung nachzuliefern. Schwule und Lesben mit ihren sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen und -geschichten kommen endlich einmal selbst zu Wort.

Eine Dokumentation, die sehr nahe geht - und in jeder Schule gezeigt werden sollte.

Verzaubert. Lesben und Schwule erzählen Geschichte, Regie: Dorothée von Diepenbroick, Jörg Fockele, Deutschland 1992, Sprache: Deutsch, Untertitel: Englisch, Länge 80 Min., Salzgeber



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.08.2010, 20:10h
  • Ich hoffe, daß die Doku auch mal im Fernsehen zu sehen ist (vielleicht bei den öffentlich-rechtlichen oder einem der Kutursender wie arte oder 3sat)!
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#2 FloAnonym
  • 29.08.2010, 14:20h
  • Ich bin mir nicht ganz sicher, meine aber, dass schon mal bei 3sat, arte oder einem anderen öffentlich-rechtlichen Sender gesehen zu haben.

    Dennoch kann das natürlich gerne noch mal im Fernsehen kommen.

    Aber auch die Veröffentlichung auf DVD ist natürlich sehr zu begrüßen!
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 29.08.2010, 19:21h
  • "Eine Dokumentation, die sehr nahe geht - und in jeder Schule gezeigt werden sollte."

    Na, na, Deutschland sollte aufpassen, dass es nicht seine Traditionen aufgibt und womöglich dem Beispiel anderer EU-Länder folgt. Januar 2010:

    A film produced by Stonewall will be sent to all secondary schools in Britain next month to teach pupils about homophobic bullying.

    It will encourage children not to use the word 'gay' as an insult.

    www.pinknews.co.uk/2010/01/21/schools-to-be-sent-dvd-on-homo
    phobic-bullying/
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#4 melAnonym
#5 brick_de
  • 07.09.2010, 15:02h
  • Im Text nicht erwähnt: Der Film gehört zur Gründungsgeschichte der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg und wurde von Mitgliedern des Festival-Organsiationsteams gemacht.

    Ohne ihn wären die Filmtage jetzt vielleicht nicht das älteste und größte eigenständige lesbisch-schwule Filmfestival Deutschlands.
    Detail könnt ihr im Filmtage-Jubiläumsbuch nachlesen:
    www.lsf-hamburg.de/bildschoen
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#6 BenEUProfil