Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12657

Eine schwule Liebe auf dem Bauernhof: Landwirt Ander und sein peruanischer Knecht José

Das schwule Liebesdrama aus dem Baskenland jetzt auf DVD

Von Carsten Weidemann

In der ländlichen Abgeschiedenheit des Baskenlandes lebt der gut 40 Jahre alte Bauer Ander mit seiner Schwester Arantxa und seiner alten Mutter zusammen. Er führt ein monotones Leben, das nur Arbeit kennt - entweder auf dem Hof oder in der nahen Fahrradfabrik. Demnächst wird Arantxa heiraten und das gemeinsame Elternhaus verlassen, Ander sich dann allein um die halsstarrige Mutter zu kümmern haben. Doch dann bricht er sich bei einem Unfall ein Bein und muss zwei Monate lang einen Gipsverband tragen. Um ihn zu entlasten, stellt die Familie gegen den Willen der Mutter den peruanischen Immigranten José als Arbeitshilfe ein.

Mit dem Neuankömmling verändern sich die persönlichen Beziehungen innerhalb der Familie. Die Mutter, die kaum spanisch spricht, weigert sich, mit José zu kommunizieren. Arantxa und Ander hingegen nehmen persönlichen Anteil an seinem Leben. Sobald Ander an Krücken gehen kann, hilft er José bei der Arbeit. Immer enger freunden sich die Männer dabei an.

Als Ander José zu Arantxas Hochzeit einlädt, führt dies zu einem ernsten Konflikt mit der Mutter. Auf der Hochzeitsfeier kommt es in einem völlig unerwarteten Augenblick zu einer stürmischen sexuellen Begegnung zwischen den beiden Männern. Nach anfänglicher Irritation und Abwehr wird Ander klar, dass er tiefe Gefühle für José entwickelt hat - und muss sich entscheiden, ob er sein Leben so verändert, dass der Freund einen Platz darin hat.

Der Film "Ander" von Roberto Castón ist eine baskische Produktion von Berdindu, Illusión Optica and Bitart New Media. Berdindu ist eine Einrichtung, die dem Ministerium für Soziales der baskischen Regierung angegliedert ist. In diesem Rahmen entstand "Ander" als Initiative zur Sichtbarmachung der schwul-lesbischen Community innerhalb und außerhalb des Baskenlandes. Der Film wurde im Sommer 2008 im Tal von Arratia an der Biskaya gedreht.

Ander, Buch und Regie: Roberto Castón, Darsteller: Josean Bengoetxea (Ander), Cristhian Esquivel (Jose), Mamen Rivera (Reme), Pilar Rodriguez (Mutter), Leire Ucha (Arantxa), Peio (Pako Revueltas), Spanien 2009, 125 Min., Farbe, euskera/spanische OF mit dt. UT, Bildkraft

Youtube | Trailer zum Film
Galerie:
Ander - Szenenbilder
6 Bilder


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2010, 09:50h
  • Schwul im Baskenland - stelle ich mir gefährlich vor (was sagt wohl die ETA dazu?)!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stromboliProfil
#3 LorenProfil
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 euskaldunak Anonym
  • 06.09.2010, 13:28h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • ...Der zweite und noch wichtigere Grund für den Fortbestand der ETA ist, dass die spanische Seite im Antiterrorkampf immer wieder Gewaltmittel einsetzt, die denen der ETA kaum nachstehen. In den 1980er-Jahren unterhielt die sozialdemokratische Regierung von Felipe González Todesschwadronen wie in Lateinamerika. Zudem haben baskische Menschenrechtsgruppen seit der Demokratisierung 7.000 Folterfälle durch die Guardia Civil registriert, darunter Prominente wie der Chefredakteur der unabhängigen Tageszeitung Egunkaria, Martxelo Otamendi. Der Journalist und bekennende Homosexuelle Otamendi berichtete nach seiner Verhaftung 2001 von sexuellen Misshandlungen durch die Guardia Civil. Andere Gefangene gaben in den vergangenen Jahren Vergewaltigungen und das gezielte Herbeiführen von Erstickungsanfällen zu Protokoll...

    www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2009/08/
    18/a0002&cHash=127a2803d7


    ...Warum hat die ETA in Teilen der Bevölkerung nach wie vor Rückhalt? Die spanische Öffentlichkeit erklärt das mit dem ethnischen Fanatismus der Batasuna-Anhänger. Doch betrachtet man die radikale Unabhängigkeitsbewegung genauer, lässt sich diese Theorie kaum halten. Verglichen mit der spanischen Mehrheitsgesellschaft ist die Batasuna-Anhängerschaft ausgesprochen einwandererfreundlich und internationalistisch. Als Baske definiert sie, "wer in der Region lebt und arbeitet" - das schließt auch illegale afrikanische Einwanderer ein. Viele ETA-und Batasuna-Mitglieder stammen zudem aus spanischen Familien...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stromboliProfil
  • 06.09.2010, 15:21hberlin
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • schatzerl, nicht in der kürze liegt die würze, sie muss auch geist und phantasie zeigen.. was soll ich finden, beim blick auf deine kurzen reiseeindrücke, ob von österreich oder basken sinnend...
    "Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
    Freude, Schönheit der natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
    Darum, Mensch, sei zeitig weise!
    Höchste Zeit ist's! Reise, reise! **

    aber zuvor das lernen lernen:
    (einschulung)
    "Also lautet ein Beschluß:
    Das der Mensch was lernen muß.
    Nicht allein das ABC
    bringt den Menschen in die Höh.
    Nicht allein im Schreiben, Lesen
    übt sich ein vernünftig Wesen.
    Nicht allein in Rechnungssachen
    soll der Mensch sich Mühe machen.
    Sondern auch der Weisheit Lehren
    muß man mit Vergnügen hören. **

    ** von Wilhelm Busch!
    &
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Liedel