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Standorte mit hohem Homo-Anteil sind laut US-Forscher Richard Florida wirtschaftlich erfolgreicher.

Ein Ranking der Wettbewerbsfähigkeit von deutschen Städten bezieht erstmals den Anteil von Schwulen in der Bevölkerung ein - den höchsten Gay Index hat demnach Koblenz, Gesamtsieger ist aber München.

Die Studie zur "Kreativen Klasse in Deutschland" wurde von der Consulting-Firma Agiplan aus Mülheim an der Ruhr erstellt, die die Wettbewerbsfähigkeit in Form des TTT-Indexes darstellt. Er besteht zu gleichen Teilen aus den Einzel-Indizes Technologie, Talent und Toleranz. Beim Technologie-Index wird unter anderem der Anteil von Ingenieuren an der Bevölkerung gemessen, bei Talent etwa der Anteil von Personen mit Uni-Abschluss. Der Toleranz-Index beinhaltet zu je einem Drittel den Anteil an Freiberuflern (Bohemian Index), den Ausländeranteil und den Anteil von Wahlstimmen für Rechtsextreme (Integrationsindex) sowie den Anteil von Homosexuellen an der Bevölkerung (Gay Index). Der schwule Faktor wird in der Studie anhand der Datingseite Gayromeo.com berechnet. Das "schwule Einwohnermeldeamt" gilt als bester Indikator für den schwulen Anteil in kreisfreien Städten in Deutschland, so die Studie.

Der errechnete Gay Index führt zu einem überraschenden Sieger: Koblenz hat demnach den größten Anteil an Homosexuellen in der Bevölkerung. Den zweiten Platz nimmt Frankfurt am Main ein, gefolgt von Köln. München wurde Neunter, Berlin erreichte Rang 15, Hamburg konnte sich nicht in den Top 20 platzieren.

Berlin trotz Schwächen beim Gay Index Sieger im Toleranz-Index

Der schwule Anteil macht insgesamt ein Drittel des Toleranz-Indexes aus. Trotz des relativ schlechten Abschneidens beim Gay Index nimmt Berlin hier den ersten Platz ein. Zweiter ist die Domstadt Köln, die sich dank der Homo-Bevölkerung um einen Rang verbessern konnte. Auf Platz drei liegt München vor Hamburg und Freiburg im Breisgau. Frankfurt verbessert sich dank des hohen schwulen Bevölkerungsanteils im Toleranz-Index von Rang 15 auf Rang sechs. Insgesamt waren hier Städte aus dem Süden weit erfolgreicher als aus dem Norden.

München siegt vor Berlin und Köln

Der Gay Index verändert auch die Reihenfolge beim gesamten TTT-Index. Das fränkische Erlangen, das ohne Gay Index als wettbewerbsfähigste Stadt in Deutschland gegolten hätte, rutscht wegen der Abwesenheit von Schwulen auf Rang fünf ab. Sieger ist dafür die bayerische Landeshauptstadt München, gefolgt von Berlin, das von Rang sechs auf Rang zwei aufsteigt. Köln verbessert sich von Rang neun auf Rang drei. Bei manchen Städten führt der Gay Index zu einem wahren Absturz: So hätte die thüringische Universitätsstadt Jena ohne die schwulen Faktoren Platz sieben im TTT-Index erreicht. Mit Gay Index erreichte sie nur Platz 19.

Die Berechnung des Gay Indexes geht auf den US-Forscher Richard Florida zurück. Er sieht die gesellschaftliche Offenheit als zentralen Wettbewerbsvorteil an. "Für die USA konnte Florida nachweisen, dass die Städte mit einem hohen Gay Index wirtschaftlich erfolgreicher sind als andere Standorte", heißt es in der Agiplan-Studie. "Hintergrund dieser Argumentation ist nicht der wirtschaftliche Erfolg der Homosexuellen selbst, sondern ihr Interesse an toleranten, aufgeschlossenen Wohn- und Arbeitsorten, in deren Umfeld Menschen mit verschiedenartigen Lebensstilen akzeptiert sind." (dk)



#1 GeertAnonym
  • 01.09.2010, 17:12h
  • Es ist ja bekannt, dass man mit Statistiken alles beweisen kann, etwa dass Butter gesünder ist als Margarine und umgekehrt. Alle paar Monate erscheint ein neues Städteranking. Mal ist Münster die "lebenswerteste Stadt der Welt", mal ist Koblenz die schwulenfreundlichste Stadt. Alles Quatsch! Welcher schwule Mann zieht wohl freiwillig nach Koblenz und nicht nach Köln, Berlin oder München? Der hohe Anteil an Teilnehmern aus Koblenz bei GayRomeo kann auch darauf zurück zu führen sein, dass Koblenz irgendwie in der Pampa liegt, es weit bis zur nächsten wirklichen Großstadt ist und die Schwulen daher auf GayRomeo angewiesen sind.
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#2 HankyAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.09.2010, 18:17h
  • Hoffentlich kommt man bei den ganzen Indexen nicht vollends in die Bredouille! Dennoch bietet dieses Ranking doch so manche Überraschung!
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#4 antos
  • 01.09.2010, 19:55h
  • Antwort auf #2 von Hanky
  • Ich glaub ja, dass man da andere Kriterien berücksichtigen muss: Die Koblenzer ['Kowwelenzer', 'Schengelsche' und dergleichen Eingeborenennamen mehr] sind so durch und durch, so bis in Mark und Bein und grundverzweifelt, dass sie sich allesamt bei GR anmelden müssen. Und das andauernd, einem quasi dunklen Zwang folgend: mit Erstprofil und Zweit- bis Siebt-Fickprofil. So kommt halt der Schnitt zustande. Ein schriller Hilfeschrei vom Rhein!
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#5 alexander
  • 01.09.2010, 20:07h
  • in finsterwalde ist zu zeit sängerfest !

    wo bleiben die schwulen tenöre ???

    selten so einen schwachsinn gelesen !
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#6 stenoAnonym
#7 bisexAnonym
  • 01.09.2010, 21:39h
  • Der Anteil von Schwulen an der Bevölkerung wird sich nie errechnen lassen, höchstens der geouteten Schwulen.
    Es gibt so viele ungeoutete und mit Frauen verheiratete Schwule.
    Auch Bisexualität gibt es in allen Schattierungen. Da stellt sich z.B. die Frage ob jene Bisexuelle die mehr zu Männern tendieren, zu dem Anteil der Schwulen oder der Heteros gerechnet werden sollten.
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#8 Liedel
  • 02.09.2010, 02:16h
  • Es muss wohl die Sehnsucht nach Spießigkeit sein, die uns Homos nicht mehr nach Köln, sondern nun rheinaufwärts nach Koblenz treibt. Landschaftlich ist das ja auch alles ganz schön da, und spätestens ab Trier beginnt das Alki- Paradies mit gar nicht mal so schlechten Tröpfchen.
    Dennoch habe ich diese Stadt mit ihrem "deutschen Eck", ein genauso blödsinniger wie häßlicher Treffpunkt für "Verliebte" wie das Brandenburger Tor, irgendwie beengt und düster in Erinnerung. Eigentlich optimal, ein riesiger Darkroom, zudem sich da zumindest im Jahr 2000 nicht wenige Soldaten rumgetrieben haben. Passt also schon.
    Nicht umsonst wirbt die Stadt wohl auch damit:
    "Seit der Aufstellung des Bundeswehr und mit dem Einzug der ersten Bundeswehrangehörigen an Rhein und Mosel, hat Koblenz für die Streitkräfte eine besondere Bedeutung: keine Stadt beherbergte in ihren Mauern mehr Soldaten als Koblenz."

    www.koblenz.de/wirtschaft_verkehr/wirtschaftsstruktur_bundes
    wehr.html


    Zumindest 2000, hab ich so in Erinnerung, gabs da eine einzige schwule Kneipe und die war noch nicht mal besonders aufregend und schwer zu finden. Zu der Zeit gabs aber auch noch Rudolf Scharping.... Naja, möge der spießig- düstere Homogeist der neuen "Hauptstadt" Koblenz noch weiter rheinaufwärts fließen und irgendwann auch das rückständige Baden- Württemberg erreichen...

    Und wenn die ganzen Army-, Leder- und Fetisch- Toruis dann auch als Touris da hinkommen, wird seb1983's wildester Traum wahr: Folsom Europe wird endlich nach Koblenz verlegt. Wegen der vielen Soldaten und Möchtegern- Soldaten, die in Deutschlands größtem Outdoor- Darkroom ihren Lüsten frönen
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#9 NetweaverProfil
  • 02.09.2010, 07:38hMainz
  • Antwort auf #4 von antos
  • "Dunkler Zwang" und "schriller Hilfeschrei" sind köstlich - der Korrektheit solltest Du aber sagen "von Rhein und Mosel".

    Die Studie sollte folgendes beachten: Koblenz hat ein gewaltiges Einzugsgebiet, denn im Westerwald, Hunsrück, Eifel und Taunus gibt es kaum schwules Leben und so tragen viele ihren Wohnort dort ein, um besser gefunden zu werden. Und das ist auch wichtig, denn auch in Koblenz gibt es nur wenig schwule Szene. Es existieren zwar einzelne Initiativen wie die schwule Jugendgruppe, ein schwul-lesbischer Buchladen und einige Kneipen, von denen aber einige schließen.
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#10 MatthiasAnonym
  • 02.09.2010, 08:17h
  • Hallöle, das ist zwar wirklich alles sehr interessant, aber wurde bei dieser Indexerstellung auch bedacht, dass bei Gayromeo gerade bei Koblenz sich auch User aus der Nähe von Koblenz sich einfach unter Koblenz einloggen?
    Das verfälscht das Ganze ja erheblich. Ich wohne derzeit in Koblenz und jeden zweiten Koblenzer Gayromeoler, den ich anchattem, kommt NICHT aus Koblenz.Würde mich auch sehr über eine Antwort der Redaktion freuen.
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