Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12684

Mutige Geschichte eines Tabubruchs

Leider bislang nur in der Literatur: In Julian Altmanns Roman "Der Mittelstürmer" kommt ein schwuler Profi-Fußballer aus dem Schrank.

Von Carsten Weidemann

Marc Kliff ist Profi-Fußballer. Er erklimmt die Karriereleiter geradezu im Sturm. Er lebt nur für seinen Sport und den Erfolg, dabei vernachlässigt er sein Privatleben vollständig. Dahinter steckt ein Verdrängungsprozess, denn Marc fühlt sich zu Männern hingezogen. In der homophoben Welt des Fußballs ist für ihn an ein Coming-out eben nicht zu denken. Der innere und äußere Druck, unter dem der jungen Mann steht, führt dann aber doch zu einem Ausbruch, den es im deutschen Mannschaftssport so noch nicht gegeben hat.

Diese mutige Geschichte eines Tabubruchs um den Fußballstar Marc Kliff erscheint zusammen mit Texten von Vertretern des internationalen Spitzensports, darunter einem Vorwort von Hans Leitert, der Torwarttrainer bei Tottenham Hotspur FC (England), RC Recreativo de Huelva (Spanien) und Panathinaikos FC (Griechenland) war.

Autor Julian Altmann studierte in der Schweiz und in Los Angeles. Zwölf Jahre lang arbeitete er als Schauspieler und Regisseur in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Seit zehn Jahren ist er als Personality Coach in den Bereichen Medien, Sport, Wirtschaft und Politik tätig.

Julian Altmann: Der Mittelstürmer, Roman, Broschur, 240 Seiten, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2010, 13,95 €



13 Kommentare

#1 Wir kriegen euchAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.09.2010, 19:00h
  • Da hat sich der Autor wohl den "Versteckspieler" von Marcus Urban zum Vorbild genommen und nun einen Roman über ein Coming-Out im Profifußball geschrieben. Das Cover finde ich besonders super!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 BundestrainerAnonym
  • 04.09.2010, 22:06h
  • Ein Exemplar bitte an Arne Friedrich schicken, ein weiteres an Timo Hildebrand und ich glaube an Metzelder sollte auch eins gehen....
    *Gerüchtekücheanwerf*
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Liedel
  • 05.09.2010, 06:59h
  • besonders Metzelder @ bundestrainer.
    Der macht ja gern einen auf katholisch und papsttreu
  • Antworten » | Direktlink »
#5 herve64Profil
  • 05.09.2010, 10:40hMünchen
  • Wie sang schon einst Wencke Myhre: "Er steht im Tor, im Tor, im Tor, und ich dahinter..."?

    Ich warte bis heute auf eine schwulenkompatible Performance dieses Liedes auf einer CSD-Bühne.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 PierreAnonym
  • 05.09.2010, 13:14h
  • Ich weiß nicht, weshalb man so scharf darauf ist, dass sich endlich mal ein schwuler Bundesliga-Spieler outet.
    Nur dass es einer mal geschafft hat, unentdeckt in diese Domäne der echten Hetero-Männer einzudringen.
    Derjenige dürfte eh die Ausnahme bleiben und ist kein Beweis dafür, dass homosexuelle Männer genau so "cool" sind, wie heterosexuelle.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Soccer BoyAnonym
  • 05.09.2010, 15:25h
  • Antwort auf #6 von Pierre
  • Wer will denn auch so uncool sein wie Hetero-Männer?

    By the way,

    neulich bei unserem Auswärtsspiel in Mainz.

    Sagt ein Teamkollege: Mainz ist ein Drecksloch !

    Ein anderer: Mainz auch !
  • Antworten » | Direktlink »
#8 warriorAnonym
#9 scheinundseinAnonym
  • 05.09.2010, 18:16h
  • Antwort auf #6 von Pierre
  • Das es schwule Fußballprofis gab und gibt ist unbestritten.
    In Presse- und Fussballkreisen stellt sich nicht die Frage ob es Schwule im Fußball gibt, das weiss dort jeder das es sie gibt, sondern ob sich die schwulen Spieler outen sollten/dürfen/können.

    "Dass es Schwule in allen Ligen gibt, die sich nicht trauen an die Öffentlichkeit zu gehen, ist unbestritten. Die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggling berät schwule Fußballer und forscht seit Jahren zum Thema "Homosexualität im Profisport". "

    sport.t-online.de/fussball-schwule-fussballer-fuehren-oft-sc
    heinbeziehungen-/id_41034920/index


    "...Einerseits wird er angehimmelt von seinen Fans, die davon ausgehen, dass er heterosexuell und "normal" ist, auf der anderen Seite muss er einen zentralen Teil seiner Persönlichkeit verbergen, nämlich seine Homosexualität. Dadurch ist er gezwungen, große Verdrängungsmechanismen aufzubauen und im Verborgenen seine Sexualität auszuleben. Wie wir von einem Sportpsychologen wissen, der seit Jahren Spieler berät, führt das zu großen psychosozialen Problemen. Die Spieler sollen funktionieren - wie wir inzwischen wissen, sind auch Spitzenspieler dabei -, und das ist schwierig, wenn man immer von Ängsten und Zweifeln geplagt ist, wenn man seine Familie belügen muss. Dieses Konstrukt aus Lügen und Notlügen macht es nicht gerade leichter, sich auf den Profifußball zu konzentrieren und seine Leistung zu erbringen."

    www.stern.de/sport/fussball/schwule-fussballer-ein-coming-ou
    t-waere-zu-riskant-577074.html


    "Natürlich fühle ich mich beschissen. Auch meine Frau weiß nichts davon", versucht ein verzweifelter Zweitligaprofi seine absurden Lebensverhältnisse zu beschreiben. Offiziell ist er verheiratet, lebt aber schon seit seiner Jugend in einer festen Beziehung mit einem Schulfreund zusammen. "Aber was soll ich machen? Ein Outing wäre mein Tod." Der Erstligaprofi, der ebenfalls eine langjährige homosexuelle Partnerschaft führt, ist es leid, dass ihn eine eingeweihte Freundin zu den Mannschaftsabenden und Weihnachtsfeiern begleitet, um so den Eindruck zu erwecken, "normal" zu sein. "Die Notlügen und die Heimlichtuerei sind unglaublich belastend."

    www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,453765,00.html
  • Antworten » | Direktlink »
#10 wortmitxAnonym
  • 05.09.2010, 20:05h
  • Antwort auf #8 von warrior
  • die schwulste ice ansage, steht bei dem video, alles klar.

    wenn man schwul als synonym für tuntig nennt ist die stimme schwul. sonst einfach nur tuntig.

    und da beschwert ihr euch noch das viele schwule lieber "heterolike" typen suchen.
    schwuler= tunte
    hete= cool, sexy, begehrbar

    solange das selbst schwule so sehen wird sich nichts ändern.

    wenn jemand männlich, markante typen geil findet soll er das schreiben, aber nicht heterolike.
    weil heten sind ihrer statur und verhalten so vielfältig wie homos.

    wenn sich jemand über tuntiges verhalten lustig macht, soll er tuntig, affektiert oder was der gleichen schreiben, aber nicht: suche keine typischen schwulen.
    weil die schwulen sind in ihrer vielfalt nicht anders sind als heterosexuelle.

    schwul/hetero = sexuelle orientierung
    tuntig/macho = verhaltensweisen
  • Antworten » | Direktlink »