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Die Webseite "Pink News" ist ohne Freischaltung nicht bei T-Mobile abrufbar

Die deutsche Telekom blockiert als Mobilfunknetzbetreiber in Großbritannien im Rahmen des Jugendschutzes fast alle schwulen Seiten. Das berichtet das britische Portal "Pink News".

Das Jugendschutzsystem "Content Lock", das den Zugang zum mobilen Internet steuert, ist auf den Telefonen und Laptop-Netzkarten des Betreibers automatisch voreingestellt. Eine Entsperrung kann der Telefonnutzer mit einer Extra-Abbuchung von seiner Kreditkarte erreichen, Personen mit Vertraghandys können das Programm auch über die Webseite von T-Mobile abschalten.

Die Webseite zum Jugendschutzsystem benennt Wettspiele-, Dating- und Pornographieseiten als Fälle, in denen die Sperre greift. Doch sie scheint auch (fast) alle schwulen Seiten zu betreffen: Wie "Pink News" berichtet, ist etwa ohne Entsperrung die eigene (Nachrichten-)Seite nicht zu erreichen. Auch Reiseseiten oder Szene-Guides sind für Jugendliche nicht aufrufbar.

Das Magazin zitiert mehrere Leser, die die Seite über ihr Handy nicht aufrufen können. "Ich denke, das ist albern", schreibt Leserin Darcy C-Oshimida. Das System vermute einfach, dass "alles schwule nicht für Kinder geeignet ist". Das System schade auch Firmen aus der Community - wegen einigen gesperrten Seiten würden nicht alle Erwachsenen ihr Handy freischalten. Andere Leser berichten, auch mit O2 ähnliche Probleme zu haben.

Überfilterung

Automatische Filtersystem sorgen immer wieder für Ärger, da sie oft nur auf bestimmte Reizwörter reagieren. Auch werden sie häufig mit einer Positivliste kombiniert, so dass neuere oder unbekanntere Seiten automatisch gesperrt werden und die Entscheidung oft willkürlich ist. In Deutschland empfiehlt die Regierung Eltern fürs häusliche Internet das System jugendschutzprogramm.de, das ebenfalls auf eine Mischung auf automatischen Filter und Listen setzt.

Im Bereich der mobilen Nutzung gibt es in Deutschland für Kinder optimierte Handys, bei denen das Internet komplett gesperrt ist. Bei Jugendlichen können Eltern beantragen, dass über die Handys ihrer Kinder keine Inhalte abrufbar sind, die erst ab 16 Jahren oder 18 Jahren freigegeben sind. Diese beziehen sich aber nur auf die eigenen Portale wie "Vodafone life". Nach Aussage von Vodafone wird die Möglichkeit von Eltern kaum genutzt. Ein voreingestelltes Jugendschutzsystem gibt es ansonsten bei T-Mobile und den anderen Mobilfunkbetreibern in Deutschland nicht. Das kann sich noch ändern, wenn alle deutschen Webseitenbetreiber demnächst Alterskategorien für ihre Portale festlegen müssen.



31 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 04.09.2010, 18:53h
  • Wenn schwule Nachrichtenseiten, Beratungsseiten (z.B. für Jugendliche), etc. blockiert werden, ist das ganz eindeutig Zensur!! Denn an diesen Seiten gibt es nichts anstößiges, ganz im Gegenteil, das sind sehr wichtige Seiten!

    Und das Entsperren ist viel zu aufwändig und manche Leute wollen das auch nicht, weil sie dann das Gefühl hätten, sie stünden auf einer Liste von Leuten, die "Verbotenes" sehen wollen.

    Und gerade die Altersverifikation ist ein Problem für Jugendliche, die sich (z.B. auf Aufklärungsseiten) informieren wollen und auch ihre Eltern nicht bitten wollen oder können, das freizuschalten.

    Das MUSS T-Mobile ganz schnell ändern!!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.09.2010, 18:58h
  • Da hat T-Mobile wohl mit zweierlei Maß gemessen! Aber Jugendschutz ist Jugendschutz und deshalb auch sehr wichtig. Dennoch sollte man informative Seiten, die keine anstößigen Inhalte haben, nicht den Nutzer wegen der Freischalte abzocken!
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#3 seb1983
  • 04.09.2010, 20:02h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Wie es genau in diesem Fall ist weiß ich zwar nicht, aber oft ist das Problem eben auch eine Vermischung von Nachrichten und Sex.

    Auch hier auf queer.de werden dann neben seriösen Nachrichten über politische Themen Werbung für Poppers, Harnröhrendildo Tests und reichlich Nacktbilder vermischt sodass man beim Aufmachen nie weiß was einen so erwartet.
    Keine Frage dass das hier alles harmlos bleibt, aber es ist ja nicht möglich jede Seite einzeln zu prüfen und so gerät man schnell in einen Filter.

    Ich muss selbst zugeben dass ich queer.de nicht auf Uni Computern öffne da ich nicht weiß ob die Seite noch im Rahmen ist oder nicht.
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#4 ZensorAnonym
  • 05.09.2010, 07:54h
  • Erinnert mich an an Amazon, als dieses Unternehmen im April 2009 ca. 57.000 Bücher löschte zum Thema Homosexualität und Aufklärungsbücher oder Gore Vidal, E. M. Forster und viele andere Literatur als *Pornographie* einstufte...
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#5 MIZAnonym
  • 05.09.2010, 12:18h
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • "Ich muss selbst zugeben dass ich queer.de nicht auf Uni Computern öffne da ich nicht weiß ob die Seite noch im Rahmen ist oder nicht."

    Vorbildlich, Seb1983, vorbildlich!
    Deine Kommilitonen könnten sonst traumatisiert werden, wenn sie eine Seite von queer.de sehen.
    (Oder denken, dass Du schwul bist???)
    ;-)
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#6 hundekuchenAnonym
#7 seb1983
  • 05.09.2010, 13:55h
  • Antwort auf #5 von MIZ
  • blub blub blub

    Weiß eh schon jeder, wäre also ne Hammer Neuigkeit. Wurde nur schon Leuten die Zugangserlaubnis entzogen weil sie so cool waren und Pornos auf Uni Computern zu gucken. Leider ist queer.de hat keine reine Nachrichtenseite.
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#8 GuendalinaAnonym
#9 FrühstücksclownAnonym
  • 05.09.2010, 14:27h
  • Antwort auf #7 von seb1983
  • Also moment mal, wusstest du vor queer.de von Vibrating Sponse für prickelnde Wasserspiele im Bad oder wie du das erste Mal mit Hodenstreckern erleben wirst?
    Oder wenn es die neuesten Erkentnisse über die Benutzung von Gemüse als Sexspielzeug gibt, sind das wichtige News die keinem vorenthalten werden dürfen.
    Stell dir vor eine neue genmanipulierte Riesengurke wird auf den Markt gebracht gebracht und wir würden davon nichts mitkriegen!
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#10 MichaelAS
  • 05.09.2010, 15:14h
  • Wow, das wäre doch ein Land für Zensursula! Denn in deren Verständnis der Welt sind Schwule gleich "Kinderschänder" (was für ein Wort aus dem NSDAP-Sprachgebrauch), also muss alles zensiert werden. Wann wandert sie aus?
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