Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12689

Evangelikale Demo vor dem Parlament in Sacramento

15.000 evangelikale Christen haben am Samstag in Sacramento gegen die Homo-Ehe demonstriert.

Die zwölfstündige Veranstaltung wurde von der Religionsgemeinschaft "The Call" des Pfarrers Lou Engle organisiert. Die Teilnehmer sollten durch Fasten und Beten Einfluss auf die politischen Entscheidungen in der kalifornischen Hauptstadt nehmen. Sie forderten dabei, dass "unmoralische Gesetze" in Kalifornien widerrufen werden müssten und die Ehe für Schwule und Lesben endgültig verboten werden sollte. Derzeit entscheiden die Gerichte darüber, ob die Homo-Ehe in Kalifornien geöffnet werden muss (queer.de berichtete).

"Wenn die Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau bestehen bleiben soll, was das beste für Familien, Kinder und die Gesellschaft ist, dann brauchen wir das Eingreifen Gottes", erklärte Pfarrer Engle. "Darum sind wir hier: um zu beten, aber auch um unsere Position deutlich zu machen und eine prophetische Stimme für die Wahrheit zu sein." Man müsse endlich den "Altar der homosexuellen Ehe" vernichten. Die Feindbilder sind bei Engle klar definiert: Der "sexuelle Wahnsinn", der auf Kalifornien zukomme, sei "dämonischer als der Islam".


Pfarrer Lou Engle

Die anderen Hauptthemen von "The Call" sind die Ablehnung von Abtreibung, Pornografie und Barack Obamas Gesundheitsreform, die die Aktivisten als ersten Schritt hin zu einer sozialistischen Diktatur ansehen.

Die Organisation hat in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 17 derartige Demonstrationen in verschiedenen Teilen des Landes organisiert, etwa vor Abtreibungskliniken. Auch im Ausland ist "The Call" aktiv: Zuletzt organisierten Engle und seine Anhänger im Mai ein Gebetstreffen in Uganda. Die evangelikalen Christen warnten davor, dass das afrikanische Land von Schwulen unterwandert werden würde. Dort wurde zuletzt über die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle diskutiert (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

42 Kommentare

#1 YessayaProfil
  • 06.09.2010, 12:02hStraelen
  • Ach was... nun sind wir auf einmal schlimmer als der Islam. Na immerhin lassen sie die mal endlich in Ruhe.
    Ich meine protestieren die dann auch gegen die lüstigen Pfeffer und dessen Lust-Chorknaben?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Fred in BKKAnonym
  • 06.09.2010, 12:14h
  • .......schon echt Scheisse ..12 Stunden beten ..und letztlich hilft der Kerl da oben nichtmal....
    Pille ist erlaubt .Abtreibung legal ..Schwule und Lesben werden heiraten....der Kerl greift nicht ein ...nicht bei nem Tsunami .Huehnergrippe,Vulkanausbruch,Erdbeben,Hurikans, Kleinkindtod, Voelkermord,...

    dass die nicht irgendwann schlau werden ..und merken ,dass da keiner zuhause ist ...da oben......

    die Christen,Mosis,Hindus usw.

    ich will jetzt auch beten ....zur heiligen Bratwurst (die ist Transsexuell,behaupt ich mal)
    hoffe einer hier gibt mir seinen Senf dazu ...

    Halleluja aus BKK Fred
  • Antworten » | Direktlink »
#3 eMANcipation*Anonym
  • 06.09.2010, 12:21h
  • Ja, schon erstaunlich, wie Anti-Demokraten und Menschenhasser sich unter dem Deckmantel absichtlich falsch verstandener "demokratischer Meinungsfreiheit" so ziemlich alles erlauben dürfen.

    Gerade hierzulande frage ich mich angesichts ähnlicher "Thesen", die derzeit schon wieder als legitime "Meinung" verkauft werden, ob es das ist, was mit Art. 1 GG und dem Schutz der Menschenwürde als Verpflichtung aller staatlichen Gewalt gemeint war.

    In der "europäischen Wertegemeinschaft" stellt sich zudem die Frage, ob solche Verhaltensweisen mit den EU-Antidiskriminierungsrichtlinien vereinbar sind. Als Bürger könnte man meinen: Entweder Diskriminierung ist verboten und dann gilt das auch für die Beförderung von Diskriminierung, insbesondere durch Personen des öffentlichen Lebens, aber auch im Alltag, oder sie ist eben nicht verboten (In der EU gilt seit dem Jahr 2000 angeblich ersteres).

    Oder anders formuliert: Ein bisschen Gleichbehandlung gibt es nicht, denn ein bisschen Gleichbehandlung ist KEINE Gleichbehandlung.

    Ich sehe da eine dringende rechtspolitische und rechtsstaatliche Debatte, an der gerade ihr alle, die ihr hier schreibt, euch aktiv beteiligen solltet!

    Und natürlich die Notwendigkeit, parallel dazu unsere Rechte gerade in den genannten Punkten auch durch strategische Klagen bis hin zum Europäischen Gerichtshof durchzusetzen!

    Die aktuelle Debatte rund um Sarrazin zeigt jedenfalls, was für ein gefährliches und falsches Verständnis von demokratischer Meinungsfreiheit - nämlich als Freibrief und Schutzwall für Antidemokraten - in dieser unserer Gesellschaft weiterhin vorherrscht. In den meisten Fällen natürlich vorgetragen von Medienvertretern, die offensichtlich mit den menschenverachtenden, Nazi-like Aussagen dieses Herrn mindestens sympathisieren.

    Da gehöre ich doch gern und ausdrücklich zu den "Jakobinern", die demokratische Werte gegen Antidemokraten auch und gerade mit rechtsstaatlichen Mitteln verteidigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GläubigAnonym
  • 06.09.2010, 12:45h
  • Antwort auf #2 von Fred in BKK
  • Oder vielleicht hat der, der da oben ist, einfach ein anderes Verständnis von Freiheit und Liebe?

    Vielleicht meint er mit Liebe ja tatsächlich Liebe und nicht Hass und Bestrafung, und mit Freiheit auch tatsächlich Freiheit und Loslassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2010, 13:00h
  • Es gibt ja das Sprichwort "Beten hilft!" In diesem Fall aber ist es - Gott sei Dank - eine vergebliche Liebesmüh! Die Homoehe wird in Kalifornien so schnell kommen, wie die Protestler nicht einmal "Amen" sagen können!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 GlaubenderAnonym
  • 06.09.2010, 13:36h
  • Antwort auf #4 von Gläubig
  • Vielleicht meint er mit Liebe aber auch einfach nur Gleichgültigkeit. Ob wir uns alle lieb haben oder uns gegenseitig umbringen geht dem Typen doch völlig am Arsch vorbei. Er ist nur stiller Beobachter. Dementsprechend sollte er uns ebenfalls völlig am Arsch vorbeigehen und es in die eigene Hand nehmen, wie wir Leid und Schmerz auf der Welt lindern und glücklich werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 GläubigAnonym
  • 06.09.2010, 13:45h
  • Antwort auf #6 von Glaubender
  • Nun, das ist das Wesen des Glaubens, dass ihn jeder nur für sich selbst entdecken kann.

    Wer aber an Gott glaubt, für den könnten die Überlegungen unter #4 vielleicht ein Denkanstoß sein. Und sie stimmen im Ergebnis mit dem überein, was du sagst:

    es in die eigene Hand nehmen, wie wir Leid und Schmerz auf der Welt lindern und glücklich werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 WissigAnonym
#9 GlaubenderAnonym
  • 06.09.2010, 15:33h
  • Antwort auf #7 von Gläubig
  • Dass #4 noch einen Denkanstoß gibt bezweifle ich, da die meisten Gläubigen mit dir sowieso schon übereinstimmen (ich nicht), nämlich dass Gott mit Liebe Liebe meint. Auch diese Evangelikalen
    werden dir nicht widersprechen. Sie werden nur noch ergänzen bzw. einschränken: z. B. "Gott hasst aber auch gleichzeitig die Sünde" oder "Gott straft aber auch aus Liebe". So kommst du nicht voran.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 vingtans
  • 06.09.2010, 15:45h
  • na wenn die homoehe trotzgebete durch kommt wär das doch ein mächtigerer gewinn...vielleicht empfinden das ja irgendwelche evangelikale als zeichen..

    kommt zeit kommt rat,kommt aufklärung..ein mensch kann sich nicht immer gegen vernuft sperren
  • Antworten » | Direktlink »