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Die Teilnehmer zogen durch Amsterdam.

Rund 1.000 Menschen haben am Sonntag in Amsterdam gegen homofeindliche Gewalt demonstriert - während der Demo wurde wieder ein Mann angegriffen, weil er für schwul gehalten wurde.

Zu dem Protest hatte die Homo-Gruppe Right to Feel Safe eingeladen. Viele der Demonstranten liefen Hand in Hand durch die Straßen, viele kamen im Drag-Queen-Outfit. Eine kleinere Demonstration hatte bereits Mitte Juni stattgefunden.

Die Aktivisten erklärten, dass die Stadtverwaltung bislang noch nichts unternommen habe und sich weitere Übergriffe zugetragen haben. So sei ein Pizza-Lieferant am 11. Juli mit seinem Mofa in eine Menschengruppe gefahren, die vor einer Schwulenbar stand. Mehrere Personen hätten die Wartenden dann als "schmutzige Schwuchteln" beschimpft und mit Biergläsern beworfen. Ein Mann musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ende Juli wurde dann ein britischer Tourist in einem Schwulenviertel verprügelt. Für Unmut unter Schwulen sorgte, dass der mutmaßliche Täter noch am selben Abend wieder freigelassen wurde.

Youtube | Video von der Demo

Mehr Sicherheitsmaßnahmen gefordert

Die Demonstranten forderten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. So sei bereits Ende 2008 die Installation von Überwachungskameras in der Reguliersdwarsstraat angekündigt worden. In der Straße, in der sich viele schwule Kneipen und Clubs befinden, hatten sich in den letzten Jahren mehrere schwulenfeindliche Übergriffe zugetragen.

Selbst am Tag der Demonstration soll es zu einem Übegriff gekommen sein: Ein Mann soll Augenzeugenberichten zufolge von zwei jungen Frauen marokkanischer Herkunft beschimpft und verprügelt worden sein. Die Täterinnen sind verhaftet worden.

Die Universität Amsterdam forderte die Politik bereits 2008 in einer Studie auf, mehr gegen homofeindliche Übergriffe zu tun. Haupttäter sind Jugendliche aus bildungsfernen Schichten, die Schwule als "Raubtiere" ansehen, die sie verführen wollen (queer.de berichtete). Obgleich die Mehrheit der Übergriffe von gebürtigen Niederländern begangen werde, sei eine überdurchschnittliche Anzahl der Täter marokkanischen Ursprungs. Die Forscher führen das auf den durchschnittlich sehr schlechte Bildungsstand unter marokkanischen Einwanderern und deren Nachfahren zurück. Es sei daher wichtig, die Bildungschancen für sozial abgehängte Gruppen zu verbessern, um die Gewalt in den Griff zu bekommen. (dk)



30 Kommentare

#1 CDUAnonym
#2 SchwulerAnonym
  • 06.09.2010, 14:46h
  • Antwort auf #1 von CDU
  • "Wir müssen die soziale Spaltung insgesamt bekämpfen."

    "Integration neu zu denken, heißt, davon wegzukommen, dass wir hauptsächlich über ethnische Herkunft und religiöse Weltanschauung sprechen."

    Wowereit distanzierte sich klar von seinem früheren Finanzsenator Sarrazin und dessen Kritik an der angeblichen Integrationsunwilligkeit insbesondere der muslimischen Migranten. Sarrazin reihe sich mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" ein in Kampagnen wie die Unterschriftenaktion von Hessens damaligem Ministerpräsidenten Roland Koch gegen die doppelte Staatsbürgerschaft oder den "Kinder-statt-Inder"- Slogan des früheren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (beide CDU).

    "Solche Kampagnen zielten auf kurzfristige parteipolitische Vorteile, haben unser Land in der Integrationspolitik aber um Jahre zurückgeworfen", kritisierte Wowereit.

    www.berlinonline.de/aktuelles/nachrichten/detail_afp_CNG.42f
    6ad5ed43024240767b3ee8dbbc10e.c1.php
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#3 xapplexAnonym
  • 06.09.2010, 14:47h
  • Haben eigentlich die Kinder chinesischstämmiger Niederländer auch einen "sehr schlechten Bildungsstand"? Beteiligt sich diese "sozial abgehängte Gruppe" auch an Gewalttaten gegen Schwule? Und wenn nein, warum nicht?
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#4 MandarinAnonym
  • 06.09.2010, 15:36h
  • Antwort auf #3 von xapplex
  • Du wirst mit zunehmender Krisenanfälligkeit des Kapitalismus immer komischer.

    Deine CDU-Ferne nach rechts hat mit den Jahren zugenommen. Nun entfernst Du Dich sogar noch von der Welt der glasklar sprechenden Zahlen von
    Ursache, Wirkung und Prognose.

    Es rettet Dich kein höh'res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun...
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2010, 17:13h
  • Ich wäre bei dieser Demo gerne dabeigewesen! Es reicht also nicht nur, auf CSDs gegen homophobe Gewalt, sondern auch mal spontan gegen solche Verbrechen zu demonstrieren!
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#6 Liedel
  • 06.09.2010, 17:58h
  • Das ist ja der springende Punkt @ Foxxy.
    Auf CSDs (zumindest auf den großen) wird ja nur am Rande gegen homophobe Gewalt demonstriert. Diejenigen, denen neben Spaß (was ich ja keinesfalls verteufeln will) noch an unseren Rechten gelegen ist, finden sich dann eben bei solcherlei Veranstaltungen ein. Hoffen wir, dass es immer mehr werden und man auch die "Spaßfraktion" davon begeistern kann mitzumachen, wenns auch bei uns mal wieder bitterer Ernst wird...
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#7 hwAnonym
  • 06.09.2010, 18:18h
  • Antwort auf #3 von xapplex
  • "..Haben eigentlich die Kinder chinesischstämmiger Niederländer auch einen "sehr schlechten Bildungsstand"? "

    Wahrscheinlich nicht.
    Die Chinesen scheinbar auch nicht.
    Ayaan Hirsi Ali möchte mit ihnen den Clash.
    Vermutlich bewaffnet. Aber zuerst mit den Moslems.

    Am 18. August 2010 brachte das "Wall Street Journal einen Artikel von Ayaan Hirsi Ali.

    Im Artikel schreibt Hirsi Ali, das Überleben des Westens sei im huntingdonschen Zusammenprall der Kulturen gefährdet, wenn wir(?) uns nicht auf unsere gemeinsamen westlichen Werte besinnen und sie gegen einen zunehmend radikalisierten Islam verteidigen - was Präs Obama nicht tut.

    Weiterhin faktenwidrig behauptet sie demagogisch entgegen allen aktuellen Einschätzungen türkischer Menschen- und Bürgerrechtler, sogar die Türkei sei dramatisch radikalisiert - und der Garant für die Säkularisierung, die Armee, verliere allmählich die Macht. Man müsse endlich von der Illusion der Eine-Welt-Gesellschaft weg, denn Huntington beschreibt drei rivalisierende, unvereinbare Kulturen:

    Den Westen, den Islam, den Konfuzianismus.

    Entsprechend den Interessen der us-amerikanischen Öl- und Rüstungsindustrie meint sie, die drei Kulturen werden sich jeweils um ihre führenden Länder scharen und aufeinander prallen oder sich gegenseitig in Schach halten.

    Der Vorteil von Huntington's Annahme ist, dass man Freund und Feind unterscheiden kann - was in der Eine-Weltgesellschaft nicht möglich ist.

    In einem kürzlich erschienenen Artikel in der dänischen Zeitung "Information" schrieben die ehemalige Ministerin, Karen Jespersen, und Ex-Ministerpräsident-Berater, Ralf Pittelkow, das Gleiche.

    Hier ihr Artikel:

    online.wsj.com/article/SB10001424052748703426004575338471355
    710184.html?mod=WSJ_Opinion_LEFTTopOpinion
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#8 loellieEhemaliges Profil
  • 06.09.2010, 18:36h
  • Ist doch kein Wunder das die das gleiche schreiben, die stehn auch auf der selben Gehaltsliste.
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#9 Linu86Profil
  • 06.09.2010, 18:43hAachen
  • Antwort auf #3 von xapplex
  • Vergiss es! Mit Argumenten kannst du in diesem Forum nichts ausrichten. Genauso wie es ein konservatives Dogma gibt, so gibt es eben auch ein "linkes" Dogma ("Alle Kulturen sind gleich!"). Das die These von der "Bildung" totaler Schwachsinn ist lässt sich schon daran ablesen, dass die meisten der 9/11-Terroristen einen Hochschulabschluss hatten. Das ist ja gerade das gefährliche an Religionen: Man kann noch so gebildet sein, wissen wie man eine Wasserstoffbombe zündet oder einen Atompsrengkopf entwickelt... und trotzdem glauben, dass man für das "In-die-Luft-Sprengen" eines Kindergartens oder für das Bewerfen kleiner Schulmädchen mit Säure ins Paradies kommt.

    Da helfen auch Studien nichts, die besagen, dass 42% der areligiösen Türken in Deutschland das Abitur anstreben, lediglich 16% der religiösen Türken. Die Kausalkette könnte nicht eindeutiger sein: Fehlende Religion=> erhöhte Lernbereitschaft=> bessere Intergration=> weniger Gewalt gegen Schwule.

    Die Unbelehrbaren werden behaupten: Bessere Bildung=> weniger Gewalt gegen Schwule, aber das erklärt nicht, warum Gewalt gegen Schwule dann meistens von den "religiösen" Türken ausgeht, und warum diese oftmals nichtmal die Bildung anstreben. Die Tatsache, dass "gebildete Türken" weniger (keine) Gewalt gegen Schwule verüben, ist der Tatsache geschuldet, dass ihre Areligiösität ihnen keine Weltansicht aufzwingt, die ihnen befehligt Schwule zu hassen. Aus der Tatsache, dass gebildete Menschen weniger Gewalt gegen Schwule ausüben lässt sich lediglich eine Korelation ablesen, aber keine Kausalität! Die Kausalität geht von der Religion selbst aus.

    Die roten Bewertungen geben mir recht: Inhaltlich wird sich sowieso keiner damit auseinandersetzen. Dogma bleibt eben Dogma.
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#10 Linu86Profil
  • 06.09.2010, 18:53hAachen
  • Antwort auf #7 von hw
  • Lol, ich habe selten so viel vor Ideologie triefenden Schwachsinn gelesen. Manchmal denke ich, das sei Satire. Leider weiß ich aufgrund deiner früheren Kommentare, dass dem nicht so ist.

    "Die Chinesen scheinbar auch nicht. Ayaan Hirsi Ali möchte mit ihnen den Clash. Vermutlich bewaffnet. Aber zuerst mit den Moslems."

    XD Herrlich! Ayaan, Hirsi Ali, die Menschen- und Frauenrechtlerin, möchte den bewaffneten Konflikt mit den Chinesen!!! Hast du noch mehr so Theorien auf Lager!! Bitte, immer her damit! Hast du mal ihre Biografie gelesen?!? Von ihrer Kindheit, ihrer Unterdrückung im Islam?! Anscheinend nicht, sonst würdest du nicht so viel ideologisch verbrämten Schwachsinn schreiben...

    "Entsprechend den Interessen der us-amerikanischen Öl- und Rüstungsindustrie meint sie..."

    Ja genau, daher rührt ihre Motivation! Sie wurde von der amerikanischen Rüstungsindustrie aufgekauft! Für ein paar US-Dollar gibt man schließlich gerne seine persönliche Bewegungsfreiheit und Sicherheit für Leib und Leben auf... wer würde das nicht?!
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