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Man stelle sich vor: Ein Kaffee, der morgens nicht wachmacht... (Bild: vince42 / flickr / by-nd 2.0)

Mal ein neuer Vergleich: Ein Abgesandter des Vatikans hat bei einem Besuch in Mexiko gleichgeschlechtliche Beziehungen mit der Wirkung von entkoffeiniertem Kaffee gleichgesetzt.

"Eine homosexuelle Beziehung ist wie koffeinfreier Kaffee, bei dem man nicht aufwacht", erklärte Gonzalo Miranda nach Angaben der Zeitung "El Universal". Der Pater ist Bioethik-Professor am Athenaeum Pontificium Regina Apostolorum, einer päpstlichen Universität in Rom. Miranda reiste zusammen mit Kurienerzbischof Elio Sgreccia zu einer Bioethik-Konferenz im südmexikanischen Huixquilucan.

Die katholische Kirche in Mexiko ist in Aufruhr, seitdem die Hauptstadt im Dezember 2009 die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet hat (queer.de berichtete). Zwar ist die Eheschließung in anderen Bundestaaten nicht möglich, sie müssen allerdings in Mexiko-Stadt geschlossene Ehen anerkennen. Der Kardinal der Hauptstadt nannte daraufhin die Homo-Ehe "böse", ein Kirchensprecher erklärte, gleichgeschlechtliche Hochzeiten seien schlimmer als der Drogenhandel, der in den letzten sechs Jahren mindestens 28.000 Menschen das Leben kostete.

Adoptiosrecht "schädigt" Kinder

Miranda kritisierte ferner, dass das in Mexiko-Stadt ebenfalls beschlossene Adoptionsrecht für Homo-Paare Kinder schädige und so an ihnen ein "schweres Unrecht" begangen würde. Zudem kritisierte er, dass die Homo-Ehe in vielen Teilen der Welt undemokratisch durchgesetzt worden sei: "Was gerade in Kalifornien passiert ist, ist sehr bedeutsam". Er bezieht sich auf die Entscheidung eines Richters, der das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe für verfassungswidrig erklärte (queer.de berichtete). Zuvor hatte das Volk 2000 und 2008 gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Referenden mehrheitlich abgelehnt. "Zweimal hat das Volk gesprochen und zwei Mal hat ein Richter die Entscheidung der Bevölkerung für nichtig erklärt", so Miranda. Auch in Mexiko seien die Menschen nicht gefragt worden, ob sie gleichgeschlechtliche Ehen im Land dulden wollten.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 CarstenFfm
  • 08.09.2010, 10:41h
  • Ooooch Schatzilein, dann besorg Dir mal in México einem Latin Lover, und der wird schon dafür sorgen, dass Du morgens ordentlich aufwachst, und nicht mehr so'n Sch*** erzählst.
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#2 KokolemleProfil
#3 Sven_
  • 08.09.2010, 10:59h
  • Endlich haben sie es kapiert!
    "Schwule Beziehung ist wie koffeinfreier Kaffee"
    Und jeder weiß, koffeinfreier Kaffee ist gesünder!

    Wir sind die gesunden und die Heteros die Krankmacher. *hehe*
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#4 bastapapsta
  • 08.09.2010, 10:59h
  • Immer wieder neue Brandbomben von den grossen Weltreligionen bzw. ihren Institutionen:

    taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/petraeus-warnt-vor-koran-
    verbrennung/


    "Eine homosexuelle Beziehung ist wie koffeinfreier Kaffee, bei dem man nicht aufwacht"

    Ach, das ist doch immer wieder schön, wie katholische Geistliche ihr eigenes Spiegelnbild auf andere projezieren. Die katholische Kirche ist die Schlaftablette, die verhindert, dass ihre Anhänger aufwachen und die Warheit sehen.

    Wenn man in einem Zustand, indem man nicht Herr seiner Sinne ist eine Straftat begeht, zieht dies beim Strafmaß mildernde Umstände mit sich.

    Diese schlafenden Religionsanhänger begründen Gewalt und Hass mit ihrer Religion. Aber im Gegensatz zu krankheitsbedingter Unfähigkeit bezüglich des Handelnden hätte jeder dieser Schlafmützen die Möglichkeit, die Augen aufzumachen und ihren geistlichen zu kritisieren, waran sie ihr EGO aber hindert.
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#5 MinkAnonym
#6 dope4popeAnonym
#7 Knueppel
  • 08.09.2010, 12:10h
  • Unfreiwillig komisch, wenn (offiziell) zölibatär lebende "Eunuchen für das Himmelreich" (Uta Ranke-Heinemann) ihre Erkenntnisse über sexuelles zum Besten geben, die sie eigentlich gar nicht haben dürften, wenn sie tatsächlich enthaltsam lebten, wie es ihnen vorgeschrieben ist

    Oder auch: "Analphabeten reden über gutes Schriftdeutsch ..."

    Die katholische Kirche befindet sich offenbar tatsächlich in Selbstauflösung, bei solchem Personal
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#8 bmaggProfil
  • 08.09.2010, 12:13hBerlin
  • Na wenn der Herr aus Rom so genau weis, wie homosexuelle Beziehungen sind, wird er es wohl ausprobiert haben.
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#9 dummfugAnonym
  • 08.09.2010, 12:47h
  • bei koffeinfreiem Kaffee kann man einfach noch viel mehr Kaffee trinken, das macht Laune...
    Bestimmt hat er das gemeint.

    Nicht demokratisch beschlossen? Wie bitte? Ein Kirchensprecher ist für Demokratie? Dann beschließen wir doch mal demokratisch, das Pastöre heiraten dürfen, wenn Sie sich lieben. Also Kirche und Demokratie - zwei Gegensätze prallen aufeinander.
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#10 gniwerjProfil