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Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir (Bild: Althing)

Ein konservativer Politiker der Färöer-Inseln will nicht bei einem Bankett zu Ehren der isländischen Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir teilnehmen, weil sie lesbisch ist.

Kaj Leo Johannesen, Ministerpräsident der rund 50.000 Einwohner zählenden Färöer-Inseln, hatte die Vorsitzenden der sieben Parteien des Landes zu dem Festessen eingeladen, bei dem auch Sigurðardóttirs Ehefrau teilnehmen sollte. Jenis av Rana von der christlich-demokratischen Zentrumspartei sagte als einziger ab. Gegenüber dem Nachrichtendienst "Vagaportal" erklärte av Rana, die Begleitung durch die lesbische Ehefrau sei eine "Provokation" für die färöische Gesellschaft und "sicherlich nicht im Einklang mit der Bibel".

Auf der Website seiner Partei zeigte sich av Rana zudem gekränkt, weil er seine eigene Ehefrau nicht mitbringen durfte: "Ich gehe gewöhnlich abends nicht aus, wenn meine Frau nicht auch eingeladen ist. Ich bleibe lieber zu Hause mit ihr".

Diplomatische Verstimmungen

Die Kommentare des Parteivorsitzenden haben zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Island und den Färöer-Inseln geführt. Der isländische Außenminister Össur Skarphéðinsson nannte die Reaktion von av Rana eine "Schande". Vertreter anderer färöischer Parteien erklärten rasch, dass der Zentrumspolitiker nicht für das Land spräche.

Die Färöer-Inseln sind ein autonomes Gebiet Dänemarks, das viele kulturelle Verbindungen mit Island pflegt. Beide Völker sprechen fast die selbe Sprache. Seit vier Jahren bilden Island und die Färöer-Inseln, die beide nicht zur EU gehören, eine Wirtschaftsunion.

In der Frage der Homo-Rechte gelten die Färöer - für skandinavische Verhältnisse - als rückständig. Erst 2006 führte die Inselgruppe einen Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben ein (queer.de berichtete). Island hat dagegen bereits 1996 eingetragene Partnerschaften eingeführt und dieses Jahr die Ehe geöffnet (queer.de berichtete). Zudem ist Island das erste Land weltweit, in der eine offen homosexuelle Politikerin zur Regierungschefin gewählt wurde (queer.de berichtete). (dk)



14 Kommentare

#1 Knueppel
  • 08.09.2010, 12:50h
  • Au Backe ...!

    Das ist ja wie "vor der Aufklärung" ... , Männlein hat wohl Angst, "Homosexualität sei 'ansteckend' und würde auf dem Luftweg 'übertragen' ..."

    Falls der Mann Kinder hat, sollte dringend über einen Entzug des Sorgerechts nachgedacht werden, damit die Kinder nicht völlig verkorkst ins Erwachsenenleben entlassen werden
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#2 MichaProfil
#3 jojoAnonym
  • 08.09.2010, 15:18h
  • ich habe mich ja daran gewöhnt, dass manche leute es als "provokation" ansehen, wenn z.b kerle im rock auf dem csd marschieren. aber wer sich von zwei gemeinsam am tisch sitzenden frauen schon "provoziert" fühlt, der sollte dringend mal sein erregungszentrum neu kalibrieren lassen.

    ich hoffe, auf dem festessen wird kein hummer gereicht. das wäre nämlich auch nicht im einklang mit der bibel...
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#4 Liedel
  • 08.09.2010, 16:30h
  • "Seit vier Jahren bilden Island und die Färöer-Inseln, die beide nicht zur EU gehören, eine Wirtschaftsunion."

    Na ist doch prima! Johanna S. wird ihr Land erfolgreich in die EU führen und die Färöer-Inseln bleiben, wo der Pfeffer wächst.

    Mögen die Isälnder sie einem Fischbombardement aussetzen!
    Das ist witzigerweise das, womit die Dänen den Schweden stets gedroht haben, wenn diese mal wieder laut über einen Ausbau ihrer Atomkraftwerke nachdachten. Das AKW Barseback (nur 20 km von der dänischen Hauptstadt entfernt) soll inoffiziellen Berichten zufolge genau aus diesem Grund (Bombardement mit verdorbenem Fisch durch die Dänen) geschlossen worden sein
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 herve64Profil
  • 08.09.2010, 20:33hMünchen
  • Wen interessiert eigentlich wirklich ein Ministerpräsident mit offensichtlich verschrobenen Ansichten von ein paar sturmumtosten Inselchen im Nordmeer?
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#7 HandoAnonym
  • 08.09.2010, 20:58h
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Auf den Färöer-Inseln, die die meiste Zeit des Jahres im Nebel liegen, stellt sich die Situation an Sonntagen so dar: Die eine Hälfte der Männer liegt besoffen im Straßengraben, die andere Hälfte sitzt bei der Heilsarmee oder bei evangelikalen Sekten und gröhlt christliche "Erweckungslieder". Klar, dass dort für Schwule kein Platz ist. Die Färöer - das mit Abstand rückständigste Gebiet Nordeuropas!
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#8 xapplexAnonym
#9 stromboliProfil
#10 SebiAnonym
  • 09.09.2010, 10:44h
  • Wenn er solche Komplexe hat, soll er halt in seinem Kaff auf diesem Eiland bleiben und da das Gras beim Wachsen beobachten.
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